MigrantInnen werden am Arbeitsmarkt unter ihrer Qualifikation beschäftig

03. Dez 2015 • News • Statistik Austria • Marktforschung • Statistik • Wirtschaftsstatistik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Bildung & Wissenschaft • Arbeitswelt

Die Studie "Arbeitsmarktsituation von Migrantinnen und Migranten 2014" zeigt die Einwanderungsgründe, Sprachkenntnisse und Qualifikationen der Menschen mit Migrationshintergrund. Migranten finden im Vergleich zu den Österreichern meist nur Jobs unter ihrer Ausbildung. Knapp 40% der Menschen mit Migrationshintergrund üben, trotz Abschluss einer höheren schule, eine Hilfs- oder angelernte Tätigkeit aus. Bei den Österreichern sind es 8%.


Berufliche Qualifikation nach Ausbildung und Geburtsland 2014

Im Durchschnitt gingen 2014 86,7% der Erwerbstätigen (3.566.300) einer unselbständigen Beschäftigung nach, 13,3% waren Selbständige oder Mithelfende (546.500). Bei im Ausland geborenen Personen betrugen die entsprechenden Anteile 90,5% (659.400) bzw. 9,5% (69.100). In besonders hohem Ausmaß arbeiteten im ehemaligen Jugoslawien (ohne Slowenien, Kroatien; 96,6%) oder der Türkei (93,2%) Geborene als Unselbständige, zwei Drittel von ihnen als Arbeiterinnen oder Arbeiter. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil an Arbeiterinnen und Arbeitern auch bei in den EU-Mitgliedsstaaten ab 2004 (42,6%) geborenen Erwerbstätigen, während er unter in Österreich geborenen Personen lediglich 22,8% ausmachte. Noch weniger Arbeiterinnen und Arbeiter gab es unter den Erwerbstätigen aus EU15-Staaten (16,2%). Demgegenüber wiesen Erwerbstätige aus diesen Herkunftsländern den höchsten Anteil bei Angestellten (70,1%) auf, Erwerbstätige aus der Türkei hingegen den niedrigsten (27,0%).