EINZELHANDELSUMSÄTZE WACHSEN – NICHT MEHR STATIONÄR, SONDERN ONLINE

Die Einzelhandelsumsätze konnten im vergangenen Jahr zwar nominell gesehen um +1,7% auf rund 60 Milliarden Euro steigen, unter Berücksichtigung der Inflation bedeutet dies aber ein Minus von -0,7%. Dafür wachsen die Onlineanteile kräftig

Anbieter: Regioplan Consulting
Veröffentlicht: Okt 2013
Preis: kostenlos
Studientyp: Branchenstudien • Pressemeldung
Branchen: Handel & Dienstleistung • Online & IKT & Elektronik
Tags:

EINZELHANDELSUMSÄTZE WACHSEN – NICHT MEHR STATIONÄR, SONDERN ONLINE!

Stationäre Umsätze verlieren an Bedeutung!
Die Einzelhandelsumsätze konnten im vergangenen Jahr zwar nominell gesehen um +1,7% auf rund 60 Milliarden Euro steigen, unter Berücksichtigung der Inflation bedeutet dies aber ein Minus von -0,7%. Dafür wachsen die Onlineanteile kräftig: Betrugen sie im Jahr 2011 erst 5%, so machten sie 2012 rund 7% der gesamten Einzelhandelsumsätze aus und werden bis Ende 2013 schon mehr als 9% betragen. „Das Internet hat so manch eine Branche revolutioniert und nun ist der stationäre Einzelhandel an der Reihe“, so Wolfgang Richter, Geschäftsführer von RegioPlan. 

Das Internet stellt alle vor große Herausforderungen!
Während der Lebensmittelhandel (+3,5%), der Baumarkt- (+3,3%) oder der Möbelhandelssektor (+2,2%) gute Steigerungsraten verbucht haben, mussten sich die Schuh- (+0,9%) und die Sportartikelbranche (+0,6%) mit schwächeren Wachstumsraten zufrieden geben. Im Bekleidungshandel gab es sogar einen nominellen Rückgang von -0,7%, im Drogerie- und Parfümerieeinzelhandel einen Rückgang von -2,3%. „Die steigende Bedeutung des Onlinehandels verlangt ein Rundummarkenerlebnis – vom stationären Geschäft bis hin zum gesamten virtuellen Auftritt“, so Richter. Nicht alle der hauptsächlich stationär tätigen Händler schaffen das, was dazu führt, dass manche von ihnen auch vom Markt verschwinden. 

Erstmalig in der Geschichte gehen die Verkaufsflächen zurück!
Zum ersten Mal seit dem Siegeszug des filialisierten und organisierten Einzelhandels ist Österreichs Verkaufsfläche zurückgegangen. Zwar ist der Rückgang von 2012 auf 2013 mit -0,8% auf 14,8 Millionen Quadratmeter noch minimal, jedoch ist das nur der Anfang einer Entwicklung, die anhalten wird. Ausschlaggebend dafür sind die Schließungen verursacht durch die Pleiten beispielsweise von Niedermeyer oder dayli sowie die Tatsache, dass 2013 fast keine neuen Shopping Centern eröffnet wurden. Diese Entwicklung hat zum einen mit der schon hohen Verkaufsflächendichte Österreichs, zum anderen mit der steigenden Bedeutung des Onlinehandels zu tun. „Das Internet und die dadurch vielfältigeren Distributionskanäle machen auch einen Teil der stationären Verkaufsflächen überflüssig“, so Richter. 

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