Globale Trends im Konsumentenverhalten der Menschen

Der technologische Wandel verändert kontinuierlich Einstellungen, Verhalten und Gewohnheiten von Konsumenten und hat damit massive Auswirkungen auf das Marketing. Die bestimmenden Player – wie Google, Apple und Facebook – sind mittlerweile seit rund 10 Jahren etabliert. Damit zeichnen sich konsistente und vorhersehbare Verhaltensweisen ab. Es sind acht globale Trends, die das Marktforschungsinstitut TNS (in Österreich vertreten durch TNS Info Research Austria) identifiziert hat und die Ansatzpunkte für erfolgreiches Marketing bieten.

Anbieter: KANTAR Info Research Austria
Veröffentlicht: Mär 2016
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktforschung • Marktsegmentierung • Trendforschung
Branchen: Marketing & Medien • Online & IKT & Elektronik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Apps • Big Data • Connected Life • Connected World • Content • E-Commerce • Konsumverhalten • Multi Channel • Multi Screen • Nutzungsverhalten • Online • Trends

Trend 1: Constantly connected

Konsumenten sind heute den ganzen Tag über mit dem Internet verbunden. Beispielsweise entsperrt der US-amerikanische iPhone-Benutzer sein Gerät durchschnittlich 83 Mal am Tag. Aber nicht nur an der Haltestelle oder in der U-Bahn steht das Mobiltelefon im Mittelpunkt: 37 Prozent der Internetnutzer weltweit greifen zum Handy noch bevor sie aufstehen. Schon 2009 hat dies die Deomarke Axe genutzt, um mittels einer Wecker-App die Morgenroutine japanischer Männer zu verändern und die Frequenz der Produktverwendung zu erhöhen. Aufwachen als neue Primetime?

Trend 2: Social fragmentation

Facebook ist derzeit das dominante soziale Medium, aber gerade jüngere Konsumenten sind ständig auf der Suche nach Alternativen und besuchen am Tag durchschnittlich 3,8 verschiedene Social Media Plattformen. Wer hier am Ball bleibt und mit seiner Marke früh auf einer noch jungen Plattform präsent ist, hat gute Chancen, sich vom Wettbewerb abzuheben.

Trend 3: Screen agnosticism

Wer sitzt heute noch vor dem Fernseher, ohne Handy, Tablet oder Notebook griffbereit neben sich liegen zu haben? Nur noch eine Minderheit: Zwei Drittel der Primetime TV Seher weltweit geben an, nebenher weitere Geräte zu nutzen, um im Internet zu recherchieren, sich mit Freunden auszutauschen, Einzukaufen und etliches mehr. Dabei gilt: Alles soll überall möglich sein: Einkäufe finden nicht mehr nur am PC oder Notebook statt, sie müssen auch mit dem Handy funktionieren.

Trend 4: From TV to content

 

Bewegtbilder sind in: Es werden immer mehr Filme, Serien und Videos angesehen – allerdings immer weniger im klassischen Fernsehen. Cisco schätzt, dass schon im kommenden Jahr 69 Prozent des von Konsumenten erzeugten Internetverkehrs aus Videos besteht. Für Marken liegt die Chance darin, spitze Segmente gezielt anzusprechen. Das ist nicht ohne Risiko, denn die Niche muss identifiziert werden und Produktionskosten dürfen nicht ausarten.

Trend 5: App consolidation

Apps sind bequem – so sie denn einwandfrei funktionieren. Das führt dazu, dass in den USA bereits 80 Prozent der Zeit am Handy innerhalb von Apps verbracht wird, am Browser sind es nur noch 20 Prozent. Um die Konsumenten zu erreichen, sind Kooperationen mit den Anbietern erfolgreicher Apps zwingend erforderlich. Klassische Schaltungen auf regulären Internetseiten werden schlicht nicht mehr gesehen.

Trend 6: Data exchange economy

Allen Vorbehalten zum Trotz: Die mit Facebook aufgewachsenen Menschen haben wenig Hemmungen, mit ihren Daten für interessante Gegenleistungen zu bezahlen. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der 16- bis 24jährigen finden es gut, auf sie persönlich zugeschnittene Werbung zu erhalten. Sportartikelanbieter wie Under Armour oder Adidas legen sich Fitness- bzw. Ernährungs-Apps zu (MyFitnessPal, Runtastic) und analysieren die Nutzerdaten, um maßgeschneiderte Produkte zu entwicklen.

Trend 7: Ecommerce everywhere

Mittlerweile werden bereits 35 Prozent der Zeit, die für E-Commerce verwendet wird, über mobile Endgeräte abgedeckt. Das heißt: Ein Kauf kann jederzeit und überall stattfinden.

Trend 8: Appetite for disruption

Dank neuer Technologien sind die Eintrittsbarrieren in vielen Bereichen gefallen. Es gibt neue Arten von Anbietern, Vertriebswegen und Zahlungsmodellen. Die Konsumenten sind bereit, sich auf Neues einzulassen. Softwareanbieter stellen vom Verkauf jährlicher Updates um auf Abo-Modelle wie beispielsweise Adobe (Photoshop und andere). Airbnb rüttelt die Hotelbranche auf, und der Dollar Shave Club verkauft und liefert Rasierklingen im Abo-Modell.

Chancen für Marken

In all diesen Veränderungen liegen Chancen für Marken. Das Konsumentenverständnis wird noch wichtiger, damit die richtigen Personen im richtigen Moment optimal erreicht werden können. Trends zu erkennen, zu verfolgen und zu nutzen heißt das Gebot der Stunde. Ein Instrument dafür ist die Studie TNS Connected Life 2016, die das Online-Verhalten der Konsumenten branchenbezogen erfasst und analysiert. Weitere Informationen: www.tns-austria.com.

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