ÖVA 2016: Die neuen Kommunikationswelten

Die Studie zeigt, dass sich seit 2000 die Zahl der täglichen Internet-Nutzer mehr als verdreifacht, die Anzahl der intensiven Social Media-Nutzer versiebenfachthat : Insgesamt sind mehr als zwei Fünftel der Österreicher im Web 2.0 aktiv. Durch die virtuelle Welt kommt es zu einer Spaltung der österreichischen Gesellschaft in vier Kommunikationstypen.

Anbieter: IMAS International
Veröffentlicht: Okt 2016
Autor: IMAS
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktforschung
Branchen: Marketing & Medien • Online & IKT & Elektronik
Tags: Internetnutzung • Mediennutzung • Social Media

Die Zahl der täglich in der virtuellen Welt Aktiven hat sich in den letzten 17 Jahren mehr als verdreifacht. Fast die Hälfte (genau genommen 49 Prozent) der Österreicher gab dem IMAS in der ÖVA (Österreichische Verbraucheranalyse) 2016 zu Protokoll, das Internet nahezu täglich zu nutzen – 70 Prozent der Bevölkerung sind zumindest mehrmals monatlich im Netz.

Der Anteil der Internet-Abstinenten, also der Menschen, die das Internet kaum oder gar nicht nutzen, hat sich seit dem Jahr 2000 um 39 Prozentpunkte vermindert.

Das Internet verweigern jetzt nur mehr 30 Prozent der Österreicher. Hingegen erhöhte sich die Zahl der Social Media-Nutzer rapide, seit 2008 ist der Anteil der intensiven Nutzer von Web 2.0 Applikationen von drei Prozent auf 21 Prozent angestiegen, im erweiterten Kreis inklusive der „Ab und zu“-Nutzer von neun Prozent auf 44 Prozent. Social Media durchdringt nun die Gesellschaft, schafft aber auch unter den Internetnutzern unterschiedliche Anwendungsbereiche, ein verändertes Nutzungsverhalten und unterschiedliche Nutzungsgeschwindigkeiten.

Betrachtet man die insgesamt zur Verfügung stehende Medienlandschaft genauer, teilen sich die Österreicher im Jahre 2016 in vier zentrale Mediennutzergruppen.

Die österreichische Kommunikationswelt ist somit nicht nur – wie noch vor einigen Jahren – zweigeteilt, sondern die digitale Spaltung spiegelt sich in vier Gruppen wider: Grundsätzlich zeigt sich, dass nur eine absolute Minderheit der Österreicher überhaupt keine Medien nutzt. Daher kann man die österreichische Gesellschaft in folgende Mediennutzertypen nach Art der Nutzung des Internets unterteilen.

Die Bevölkerung hat sich somit in vier Kommunikationswelten geteilt: In einer - der Internet-Asketen - machen die Menschen wie bisher in einer sozusagen konventionellen Form von den Medien Gebrauch. Nur fünf Prozent der Internetasketen sind unter 30 Jahre. In den weiteren drei Gruppen (Internetnutzer) vollzieht sich eine konsequente Anpassung an die breitgefächerten Möglichkeiten des digitalen Informationstransfers und damit auch eine gravierende Veränderung des Kommunikationsverhaltens. Der Unterschied dieser Gruppen liegt aber in der konkreten Nutzung und der Intensität.

Hinter dieser in der Grafik dargestellten Typologie kann man vor allem ein Altersgefälle erkennen, die Hälfte der Intensivnutzer (Typ D) ist unter 30 Jahre, während sich die generellen Basis-Internetanwender (Typ B) eigentlich relativ gleichförmig über alle Altersgruppen verteilen.

Das Aktivitäten-Profil der Intensiven Social Media-Nutzer (Typ D) ist stark durch das Internet geprägt, im Durchschnitt verbringen Menschen dieser Gruppe 111 Minuten im Internet pro Tag.

Dies wird nur noch knapp von der Dauer der Fernsehnutzung (127 Minuten) und der Radionutzung (115 Minuten) übertroffen. Dahinter folgen erst "sich mit Freunden treffen" (70 Minuten) und "das bewusste Entspannen" mit 40 Minuten pro Tag. Für die Sportausübung werden beispielsweise 20 Minuten veranschlagt. Betrachtet man nun die jüngere Untergruppe der Intensiven Social Media-Nutzer (Typ D) im Alter von 14 bis 20 Jahren (=5 % der Bevölkerung), erhöht sich die durchschnittliche Dauer der Internetnutzung auf 130 Minuten. Ein knappes Drittel dieser Gruppe ist länger als 3 Stunden im virtuellen Raum unterwegs.

Marktforschung wird immer komplexer – Jahr für Jahr. Gut, dass es die Gelegenheit gibt, über neue Themen nicht nur zu lesen, sondern sie praxisnah zu erleben. Kontakte in die ganze Welt zu knüpfen. Bestehende Kontakte zu intensivieren