Preise - Baupreisindex

Der Baupreisindex gibt Auskunft über die Veränderung der tatsächlichen Preise, die der Bauherr für Bauarbeiten bezahlen muss und dient als Deflator zur Ermittlung der realen Veränderung von Bauproduktionswerten. Alle Baupreisindizes werden seit dem 1. Quartal 2010 auf der Basis Jahresdurchschnitt 2010=100 berechnet und publiziert. Tiefer gehende methodische Erläuterungen sowie Informationen zur Revision 2010 (inkl. Warenkörbe und Gewichtungsschemata) finden Sie unter „Weitere Informationen“.

Anbieter: Statistik Austria
Veröffentlicht: Jan 1994 - Sep 2014
Autor: Statistik Austria
Preis: kostenlos
Studientyp: Statistik • Statistik Tabellen • Wirtschaftsstatistik
Branchen: Bau & Wohnen
Tags: Arbeit • Arbeitsvolumen • baupreis • baupreisindex

Baupreisindex

Wertsicherungsrechner für den Baupreisindex!

Die Baupreisindizes wurden im Jahr 2010 einer Revision (neue Warenkörbe und neue Gewichtungsschemata) unterzogen, um eingetretene Änderungen in den Bautechnologien und Bauweisen sowie neue Bauleistungsbeschreibungen bei der Indexberechnung entsprechend berücksichtigen zu können.

Aktuelle Ergebnisse können Sie den nachstehenden Tabellen entnehmen.

Der Baupreisindex gibt Auskunft über die Veränderung der tatsächlichen Preise, die der Bauherr für Bauarbeiten bezahlen muss und dient als Deflator zur Ermittlung der realen Veränderung von Bauproduktionswerten. Alle Baupreisindizes werden seit dem 1. Quartal 2010 auf der Basis Jahresdurchschnitt 2010=100 berechnet und publiziert. Tiefer gehende methodische Erläuterungen sowie Informationen zur Revision 2010 (inkl. Warenkörbe und Gewichtungsschemata) finden Sie unter „Weitere Informationen“.

Aktuelle Schnellberichte mit detaillierteren Untergliederungen siehe unter „Publikationen“.

Ergebnisse und ihre Veröffentlichung

Unverändert zum alten Index wird beim Hochbau der neue Index mit Basisjahr 2010 ab dem 1. Quartal 2010 als Gesamtindex Hochbau, Wohnhaus- und Siedlungsbau und Sonstiger Hochbau und jeweils untergliedert in Baumeisterarbeiten und Sonstige Bauarbeiten veröffentlicht. Zusätzlich werden gemäß den Leistungsbeschreibungen für Hochbauten pro Leistungsgruppe 28 Teilindizes für den Wohnhaus- und Siedlungsbau bzw. für den Sonstigen Hochbau veröffentlicht. Außerdem werden für den gesamten Wohnhaus- und Siedlungsbau und Sonstigen Hochbau auch Bundesländerergebnisse und NUTS 1-Ergebnisse (Ost-, Süd- und Westösterreich) errechnet und publiziert. Der revidierte Index für den Tiefbau wird – wie dies auch beim alten Index der Fall war – ab dem 1. Quartal 2010 als Gesamtindex Tiefbau, Straßen- bzw. Brückenbau und Sonstiger Tiefbau veröffentlicht. Gemäß den Standardisierten Leistungsbeschreibungen werden 9 Teilindizes für den Straßenbau, 8 Teilindizes für den Brückenbau und 7 Teilindizes für den Sonstigen Tiefbau veröffentlicht.

Die genauen Zeitpunkte der Veröffentlichungen für das erste und zweite Halbjahr können dem Veröffentlichungskalender entnommen werden. Die aktuellen Werte werden quartalsweise in der Tabellenbank STATAS, der Datenbank SDB, in den Presseinformationen sowie auf der Website von Eurostat veröffentlicht.

Definition

Der Baupreisindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau und den Sonstigen Hochbau sowie für den Straßenbau, Brückenbau und Sonstigen Tiefbau wurde im Jahr 2010 einer umfassenden Revision (neue Warenkörbe und neue Gewichtungsschemata) unterzogen, um den Änderungen in den Bautechnologien und Bauweisen sowie den neuen Bauleistungsbeschreibungen bei der Indexberechnung entsprechend Rechnung tragen zu können. Alle Baupreisindizes werden ab dem 1. Quartal 2010 auf der Basis Jahresdurchschnitt 2010=100 berechnet und publiziert (mehr unter „Dokumentationen“).

Der Baupreisindex ist ein wichtiger Baustein innerhalb des preisstatistischen Systems. Er zeigt durch die Beobachtung von Marktpreisen für repräsentative Baueinzelleistungen des Hoch- und Tiefbaus aus allen Bundesländern, wie sich die Preise in der Bauwirtschaft entwickeln. Dieser Index berücksichtigt nicht nur die Preisentwicklung der im Bauprozess eingesetzten Produktionsfaktoren Material und Lohn, sondern implizit ebenfalls Veränderungen der Produktivität und der Gewinnspanne der Bauunternehmen. Der Baupreisindex gibt damit Auskunft über die Veränderung der tatsächlichen Preise, die der Bauherr für Bauarbeiten bezahlen muss und dient als Deflator zur Ermittlung der realen Veränderung von Bauproduktionswerten.

Statistik Austria berechnet seit 1971 Baupreisindizes für den Wohnhaus- und Siedlungsbau. In den Folgejahren wurde die Berechnung auch auf die Bausparten Sonstiger Hochbau, Straßenbau, Brückenbau sowie Sonstiger Tiefbau und auf die Aggregate Hoch- und Tiefbau sowie Bau gesamt (Hoch- und Tiefbau) ausgedehnt (mehr unter „Dokumentationen“).

Berechnung

Die Berechnung erfolgt für alle Bausparten nach der Indexformel von Laspeyres (fixer Warenkorb, fixe Gewichtung).

Mit Hilfe der Messzahlenmethode wird im Hochbau jeder einzelne Preis für eine Baueinzelleistung in Bezug auf den entsprechenden Basispreis (Jahresdurchschnitt 2010 = 100) durch eine Messzahl (= Messzahl auf Ebene der Meldeeinheit) dargestellt (à aktueller Preis/Basispreis) und aus diesen so ermittelten Einzelmesszahlen pro Meldeeinheit mit Hilfe des geometrischen Mittels eine ungewogene Durchschnittsmesszahl pro Baueinzelleistung und pro Bundesland ermittelt. Mit Hilfe der Bundesländergewichte (ermittelt aufgrund der Abgesetzten Produktion aus dem Jahr 2010) wird eine Österreichmesszahl pro Einzelleistung errechnet. Mittels der Gewichte der Einzelleistungen werden die Messzahlen der Einzelleistungen zu den Leistungsgruppen sowie zu den Gruppenindizes Wohnhaus- und Siedlungsbau bzw. Sonstiger Hochbau zusammengeführt.

Im Tiefbau wird ebenfalls nach der Messzahlenmethode zu den zu jeder Einzelleistung vorliegenden Preismeldungen pro Quartal mit Hilfe des geometrischen Mittels ein Durchschnittspreis für Gesamtösterreich ermittelt. Dieser ergibt im Vergleich zum entsprechenden Basispreis (Durchschnittspreis der Basisperiode 2010) eine Messzahl. Die Messzahlen pro Einzelleistung werden dann mit Hilfe der Gewichte zu den Leistungsgruppen pro Tiefbausparte sowie zu den Gruppenindizes Straßen- und Brückenbau sowie Sonstiger Tiefbau zusammengeführt.

In weiterer Folge werden diese Subindizes zu den Teilindizes Hochbau und Tiefbau zusammengefasst. Aus der Zusammengewichtung der Teilindizes Hochbau und Tiefbau errechnet sich sodann der Gesamtindex Baupreise. Siehe diesbezüglich auch die Informationen unter Warenkörbe und Gewichtung.

Gliederung der Ergebnisse

Unverändert zum alten Index wird beim HOCHBAU der neue Index mit Basisjahr 2010 ab dem 1. Quartal 2010 als Gesamtindex Hochbau, Wohnhaus- und Siedlungsbau und Sonstiger Hochbau und jeweils untergliedert in Baumeisterarbeiten und Sonstige Bauarbeiten 40 Tage nach Ende des Berichtsquartals als endgültiger Wert veröffentlicht. Zusätzlich werden gemäß den Leistungsbeschreibungen für Hochbauten pro Leistungsgruppe 28 Teilindizes für den Wohnhaus- und Siedlungsbau bzw. für den Sonstigen Hochbau veröffentlicht. Außerdem werden für den gesamten Wohnhaus- und Siedlungsbau und Sonstigen Hochbau auch Bundesländerergebnisse und NUTS 1-Ergebnisse (Ost-, Süd- und Westösterreich) errechnet und publiziert.

Der revidierte Index für den TIEFBAU wird –  wie dies auch beim alten Index der Fall war – ab dem 1. Quartal 2010 als Gesamtindex Tiefbau, Straßen- bzw. Brückenbau und Sonstiger Tiefbau veröffentlicht. Gemäß den Bauleistungsbeschreibungen (Standardisierte Leistungsbeschreibung Verkehrswegebau LB-VI01 aus 2008 bzw. Siedlungswasserbau - LB-SW 05) pro Leistungsgruppe Teilindizes berechnet und veröffentlicht. Dies sind 9 Teilindizes für den Straßenbau, 8 Teilindizes für den Brückenbau und 7 Teilindizes für den Sonstigen Tiefbau.

Die Ergebnisse der Baupreisindizes können in der Tabellenbank STATAS und in der Datenbank SDB abgerufen werden.

Zusätzlich werden quartalsweise Schnellberichte 2.10 - Baupreisindex Leistungsgruppen & Regionen und 2.11 - Baupreisindex Hoch- und Tiefbau veröffentlicht, die Sie als kostenloser Download unter „Weitere Informationen“ bzw. „Publikationen“ finden.

Die genauen Zeitpunkte der Veröffentlichungen für das erste und zweite Halbjahr können dem Veröffentlichungskalender entnommen werden.

Weiterführende methodische Erläuterungen finden Sie unter „Weitere Informationen“ bzw. „Dokumentationen“ .

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