Soziales - Gender-Statistik - Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung

Gender-Statistik präsentiert Statistik Austria eine Zusammenstellung von Daten und Fakten zur Situation von Frauen und Männern in Österreich. Zielsetzung ist, mit Hilfe ausgewählter Statistiken einen kurzen Überblick zur wirtschaftlichen und sozialen Situation von Frauen und Männern in unterschiedlichen Lebensbereichen zu geben.

Anbieter: Statistik Austria
Veröffentlicht: Jan 1995 - Dez 2013
Preis: kostenlos
Studientyp: Statistik • Wirtschaftsstatistik
Branchen: Arbeitswelt • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Arbeitsmarkt • Chancengleichheit • Einkommen • Familie • Frauen • Gehalt • Gender • Gender Pay Gap • Gleichberechtigung • Gleichstellung • Männer • Qualifikation • Rollenbilder • Teilzeitarbeit • Ungleichheit

Im Jahr 2013 ist in Österreich von rund 1.572.000 Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdeten nach Definition der Europa 2020-Strategie auszugehen, das entspricht 18,8% der Gesamtbevölkerung. Sie sind entweder armutsgefährdet oder erheblich materiell depriviert oder leben in einem Haushalte mit keiner oder sehr niedriger Erwerbsintensität.

386.000 Kindern und Jugendliche, sowie 668.000 Frauen und 518.000 Männer ab 20 Jahren sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet

Laut EU-SILC 2013 sind 386.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (22%) sowie 668.000 Frauen und 518.000 Männer ab 20 Jahren von Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung betroffen. Frauen sind mit einer Quote von 20% häufiger armuts- oder ausgrenzungsgefährdet als Männer (16%). Jedoch ist zu beachten, dass Geschlechterunterschiede durch die Betrachtung der Haushaltssituation nur eingeschränkt erkennbar sind, und per Definition wegfallen, sobald Frauen und Männer gemeinsam leben. Deutlich treten Unterschiede jedoch bei alleinlebenden Menschen mit Haupteinkommensquelle „Pension“ zu Tage: Alleinlebende Pensionistinnen haben ein erhöhtes Risiko - 30% sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Hingegen sind es nur 14% der Männer in Pension. Für Haushalte ohne Pension gilt: Lebt eine Person alleine, so ist die Ausgrenzungsgefährdungsquote deutlich höher als im Durchschnitt  - für Männer 30%, für Frauen 32%. Ein-Eltern-Haushalten – dies sind vorwiegend alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern – verzeichnen mit einer Quote von 41% die höchste Ausgrenzungsgefährdung nach dem Haushaltstyp.

Armutsgefährdung für Frauen und Männer unterschiedlich hoch

Bezogen auf die Haushaltseinkommen sind in Österreich 14,4% der Bevölkerung armutsgefährdet, das entspricht 1,2 Millionen Menschen. Geschlechtsspezifische Unterschiede können auch hier nicht bzw. nur unzureichend dargestellt werden. Der Unterschied zwischen Männern (12% Armutsgefährdung 2013, Personen ab 20 Jahre) und Frauen (15%) ist relativ gering. Grund dafür ist, dass die Armutsgefährdungsquote anhand der Haushaltseinkommen berechnet wird: Alle Einkünfte im Haushalt werden zusammengerechnet und dann eine Gleichverteilung innerhalb des Haushaltes angenommen. Eine Differenz zwischen dem Armutsrisiko von Männern und Frauen kann daher nur für Einpersonenhaushalte beobachtet werden.

Tabellen:

Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung und die drei Zielgruppen der Europa 2020-Strategie nach Alter, Geschlecht und Haushaltstyp HTML PDF XLSX
Erwerbstätigkeit von Frauen und Armutsgefährdung in Familien HTML PDF XLSX

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