Soziales - Gender-Statistik - Demografie

Gender-Statistik präsentiert Statistik Austria eine Zusammenstellung von Daten und Fakten zur Situation von Frauen und Männern in Österreich. Zielsetzung ist, mit Hilfe ausgewählter Statistiken einen kurzen Überblick zur wirtschaftlichen und sozialen Situation von Frauen und Männern in unterschiedlichen Lebensbereichen zu geben.

Anbieter: Statistik Austria
Veröffentlicht: Jan 1995 - Dez 2013
Preis: kostenlos
Studientyp: Statistik • Wirtschaftsstatistik
Branchen: Arbeitswelt • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Chancengleichheit • Einkommen • Familie • Frauen • Gender • Gender Pay Gap • Gleichberechtigung • Gleichstellung • Männer • Rollenbilder • Ungleichheit

Insgesamt lebten 2013 im Jahresdurchschnitt rund 8,48 Millionen Menschen in Österreich, darunter 4,34 Millionen Frauen und 4,14 Millionen Männer. Der Frauenanteil an der Gesamtbevölkerung betrug somit 51,2%. Allerdings ergibt sich der höhere Frauenanteil nicht in allen Altersjahren gleichermaßen. Im langjährigen Durchschnitt werden etwa 5% mehr Knaben als Mädchen geboren, so dass der Anteil der Mädchen bei den Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren nur rund 48,7% beträgt. Im Alter von 15 bis unter 60 Jahren ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen insgesamt weitgehend ausgeglichen. Erst mit steigendem Lebensalter verändert sich durch die höhere Lebenserwartung der Frauen die Geschlechterproportion immer stärker zugunsten des weiblichen Geschlechts. So lag der Frauenanteil 2013 bei den 60- und Mehrjährigen bei 56,3% und bei den 75-Jährigen und Älteren sogar bei 62,8%. Dies bedeutet allerdings auch, dass der Frauenanteil in diesen beiden Altersgruppen 2013 geringer war zu Beginn des Jahrhunderts. Die Zahl älterer Männer wird auch weiterhin stärker ansteigen als die Zahl älterer Frauen, da in Zukunft von Kriegsverlusten unversehrt gebliebene Männergenerationen ins höhere Alter vorrücken.

Auch der – durch einen Rückgang der Geburtenzahlen und einen stetigen Anstieg der Lebenserwartung hervorgerufene –  Anstieg des Durchschnittsalters ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen deutlich ablesebar. Anfang der 1960er-Jahre lag das Durchschnittsalter der Männer bei 34,5 Jahren und jenes der Frauen bei 38,3 Jahren. Gegenwärtig liegt das Durchschnittsalter bei 40,8 Jahren (Männer) bzw. 43,5 Jahren (Frauen), wobei bis zum Jahr 2050 ein weiterer Anstieg des Durchschnittsalters bei beiden Geschlechtern um rund viereinhalb Jahre prognostiziert wird.

In den vergangenen Jahrzehnten ist auch die Lebenserwartung deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 lag die Lebenserwartung von Frauen um 5,1 Jahre über jener der Männer. In Zahlen ausgedrückt betrug die Lebenserwartung der Frauen 83,6 Jahre und jene der Männer 78,5 Jahre. Im Vergleich lebten Frauen im Jahr 1960 bei einer Lebenserwartung von 71,9 Jahren um 6,5 Jahre länger als Männer mit einer Lebenserwartung von 65,4 Jahren. Analysen zur Lebenserwartung nach Bildungsgruppen (PDF, 680KB) zeigen zudem, dass der Einfluss des Bildungsniveaus bei Männern deutlich stärker ist als bei Frauen. Die Lebenserwartungs-Differenz zwischen Personen mit Hochschul- und Pflichtschulbildung lag 2011/12 bei den Männern bei 7,0 Jahren und 2,8 Jahren bei den Frauen. Dieser Unterschied vergrößerte sich seit 2001/02 bei den Männern und blieb bei den Frauen gleich.

Tabellen

Ergebnisse im Überblick: Bevölkerung im Jahresdurchschnitt HTML PDF XLSX
Sterblichkeit, Lebenserwartung HTML PDF XLSX

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