Soziales - Gender-Statistik - Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Gender-Statistik präsentiert Statistik Austria eine Zusammenstellung von Daten und Fakten zur Situation von Frauen und Männern in Österreich. Zielsetzung ist, mit Hilfe ausgewählter Statistiken einen kurzen Überblick zur wirtschaftlichen und sozialen Situation von Frauen und Männern in unterschiedlichen Lebensbereichen zu geben.

Anbieter: Statistik Austria
Veröffentlicht: Jan 1995 - Dez 2013
Preis: kostenlos
Studientyp: Statistik • Wirtschaftsstatistik
Branchen: Arbeitswelt • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Arbeitsmarkt • Chancengleichheit • Erwerbsquote • Erwerbstätigkeit • Familie • Frauen • Gender • Gender Pay Gap • Gleichberechtigung • Gleichstellung • Männer • Qualifikation • Rollenbilder • Teilzeitarbeit • Ungleichheit

Die Ergebnisse zum Thema Familie und Arbeitsmarkt zeigen, dass es vor allem Mütter sind, die nach der Geburt eines Kindes die Erwerbstätigkeit unterbrechen und später nur in Teilzeit auf den Arbeitsmarkt zurückkehren. Im Gegensatz zu Frauen wird das berufliche Engagement von Männern oft von der Geburt eines Kindes kaum beeinflusst, obwohl die gesetzlichen Regelungen auch Männern Elternkarenz und Elternteilzeit ermöglichen.

Insgesamt hat sich das Erwerbsverhalten von Frauen in den letzten Jahrzehnten jedoch stark verändert. Der Unterschied zwischen den Erwerbsquoten von Männern und Frauen im Alter von 25 bis 49 Jahren verringerte sich seit 1994 von 21,6 Prozentpunkten auf 8,1 Prozentpunkte im Jahr 2013. Dabei blieben die Erwerbsquoten der Männer relativ stabil (1994: 94,0%, 2013: 93,2%), während jene der Frauen stark anstieg (1994: 72,4%; 2013: 85,1%). Leben Kinder im betreuungspflichtigen Alter (bis unter 15 Jahre) im Haushalt, treten allerdings maßgebliche Unterschiede in den Erwerbsquoten von Vätern und Müttern (PDF, 733KB) zu Tage. Betreuungspflichten für zumindest ein Kind unter 15 Jahren verursachen eine deutlich niedrigere Erwerbsbeteiligung von Frauen und gegenläufig dazu eine leicht höhere Erwerbsbeteiligung von Männern. Im Jahr 2013 nahmen 96,5% der Männer und 79,0% der Frauen mit betreuungspflichtigen Kindern am Arbeitsmarkt teil. Die Differenz der Erwerbsquoten von Frauen und Männern (17,5 Prozentpunkte) war allerdings vor 20 Jahren noch fast doppelt so hoch: 1994 betrug der Unterschied 33,2 Prozentpunkte (Frauen: 64,7%; Männer: 97,9%).

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat sich zwar seit 1994 deutlich erhöht, allerdings fast ausschließlich als Folge der Ausweitung von Teilzeitarbeit. Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigung prägen die Erwerbsbeteiligung vieler Frauen, vor allem jener mit betreuungspflichtigen Kindern. Im Zeitraum zwischen 1994 und 2013 stieg die Teilzeitquote von Frauen im Alter von 25 bis 49 Jahren mit Kindern unter 15 Jahren von 39,9% auf 70,6% an. Das Arbeitsvolumen von Frauen erhöhte sich somit nicht direkt proportional zum Anstieg der Erwerbsquote.

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