Spatial Economics - Die volkswirtschaftliche Revolution der Entfernungskosten

Die extrem gesunkenen Kosten der räumlichen Distanz (Spatial Economics) ziehen gravierende Veränderungen für Produktionsstandorte, Beschäftigungsschwerpunkte und Mitarbeiterwohnorte nach sich. Die Menschen und ihre Arbeitsstätten werden sich weiter voneinander entfernen. Unternehmen stellen sich mit kleinen, effizienten Produktionseinheiten schneller auf regionale Bedürfnisse ein, ihre Mitarbeiter werden aus den Vorstädten in ländlichere Gebiete ziehen.

Anbieter: Bain & Company Deutschland
Veröffentlicht: Jul 2016
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktanalyse • Regionalanalyse & Geodaten • Trendforschung
Branchen: Arbeitswelt • Produktion • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Arbeitsplätze • Arbeitswelt • Digitale Transformation • Digitalisierung • Entfernungskosten • Geschäftsmodelle • Logistik • Ländlicher Raum • Posturbane Gesellschaft • Produktion • Produktionsbedingungen • Produktionskosten • Prosuktionsstandorte • Raumentwicklung • Räumliche Distanz • Standortwahl • Transportkosten • Volkswirtschaft

Produkte, Rohstoffe und Informationen lassen sich immer günstiger transportieren

  • Unternehmen überdenken Produktionsprozesse, Mitarbeiter ihren Wohnort
  • Viele Ballungszentren und Vorstädte verlieren an Bedeutung, der ländliche Raum gewinnt
  • Die neue posturbane Ökonomie beschleunigt das Ende des exportgetriebenen Wachstums
  • Viele Unternehmen haben die Gefahren für ihr Geschäftsmodell noch nicht erkannt
  • Staaten müssen die sozialen Folgen der Transformation abfedern

Die Industrienationen stehen vor der Herausforderung des Jahrhunderts. Die Entfernungskosten fallen dramatisch, Güter und Dienstleistungen lassen sich so günstig transferieren wie noch nie, lokale Produktionsstandorte ersetzen zentralisierte Fertigungsprozesse. Das hat Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle zahlreicher Unternehmen und Investoren - die aber sind sich der Gefahren noch nicht bewusst. Zu diesem alarmierenden Fazit kommt die internationale Managementberatung Bain & Company in ihrer aktuellen Studie "Spatial Economics: The Declining Cost of Distance".

Walter Sinn, Deutschlandchef von Bain & Company, warnt: "Viele der bisher so perfekt aufeinander abgestimmten Herstellungsprozesse und industrielle Lieferketten werden in Zukunft nicht mehr funktionieren. Deshalb führt kein Weg daran vorbei, sie von Grund auf zu überdenken. Mehr denn je werden technologische Vorreiternationen die wirtschaftlichen Spielregeln bestimmen. Gerade in Deutschland müssen wir deshalb in Innovationen investieren."

Die extrem gesunkenen Kosten der räumlichen Distanz (Spatial Economics) ziehen gravierende Veränderungen für Produktionsstandorte, Beschäftigungsschwerpunkte und Mitarbeiterwohnorte nach sich. Die Menschen und ihre Arbeitsstätten werden sich weiter voneinander entfernen. Unternehmen stellen sich mit kleinen, effizienten Produktionseinheiten schneller auf regionale Bedürfnisse ein, ihre Mitarbeiter werden aus den Vorstädten in ländlichere Gebiete ziehen.

Wo die Menschen heute leben, und wo sie in fünf Jahren leben möchten. Der ländliche Raum gewinnt an Attraktivität

Diese neuen Ansiedlungsschwerpunkte bieten günstigeren Wohnraum, Nähe zur Natur und die Möglichkeit von Mehrgenerationenhäusern, die das Zusammenspiel von Beruf und Familie erleichtern. Schon innerhalb der nächsten zehn Jahre werden in der klassischen Pendlernation USA erstmals mehr Menschen auf dem Land leben als in den Vorstädten. Diese Entwicklung zeigt sich noch deutlicher in vielen europäischen Ländern. Dazu zählen Spanien, Italien und Frankreich. Deutschland hingegen bildet noch eine Ausnahme.

Der Link führt Sie zur Studie "Spatial Economics"

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