Stellenwert des Vatertages in Österreich 2016

Knapp jeder zweite Österreicher ist sich sicher: Die Vaterrolle, also die Art, wie sich ein Mann um seine Kinder kümmert, hat sich seit den Siebzigerjahren deutlich verändert. Insbesondere Frauen über 45 Jahren stimmen dieser Aussage besonders zu.

Anbieter: IMAS International
Veröffentlicht: Jun 2016
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktforschung
Branchen: Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
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Gründe für die Veränderung liegen vor allem im verstärkten Engagement für die Kinder und der stärkeren Beteiligung an der Hausarbeit und der Kindererziehung. Dennoch bleibt der prägendste Faktor im Leben die eigene Mutter. 54 Prozent meinen, dass der weibliche Elternteil die eigene Persönlichkeit im Vergleich zu allen anderen Familienmitgliedern am stärksten geprägt hat, der Vater erreicht in dieser Forschungsdimension 32 Prozent. Daher ist der Eindruck der Bevölkerung, dass der Vatertag einen deutlich geringeren Stellenwert als der Muttertag hat, nicht überraschend: Knapp drei Fünftel empfinden, dass dem Muttertag deutlich mehr Anerkennung eingeräumt wird. Weiteres Forschungsdetail: Vom eigenen Vater lernt man am ehesten Fleiß, Ehrlichkeit und Sparsamkeit; von der Mutter hauptsächlich Hausarbeit, Ordnungssinn und Höflichkeit.

Die Gesellschaft befindet sich im Wandel, viele Lebensziele der Österreicher haben sich verändert. Die Familie selbst nimmt – wie IMAS Forschungsergebnisse zeigen – wieder deutlich an Bedeutung zu. Somit wenden sich aktuelle Väter heutzutage stärker der eigenen Familie zu, als es noch vor drei bis vier Jahrzehnten der Fall war. Knapp jeder zweite Österreicher ist sich sicher: Die Vaterrolle, also die Art, wie sich ein Mann um seine Kinder kümmert, hat sich seit den Siebzigerjahren deutlich verändert. Vom Gegenteil ist rund ein Drittel überzeugt, wobei der Eindruck einer Veränderung im Vergleich zu einer Messung aus dem Jahr 2014 zugenommen hat. Insbesondere Frauen über 45 Jahren stimmen dieser Aussage besonders zu, auch Männer in dieser Alterskategorie äußern sich überdurchschnittlich häufig über diese Veränderung. Somit ist klar, dass Personen, die als Zeitzeugen den Vergleich der Generationen wirklich vornehmen können, stärker von der neuen Familienwirklichkeit überzeugt sind, als die jüngere Generation. Gründe für die Veränderung liegen im verstärkten Engagement für die Kinder und in der stärkeren Beteiligung an der Hausarbeit und der Kindererziehung.

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