Studie zum Marktpotenzial von Fahrzeugdaten und Bewegungsdaten

Die McKinsey-Studie zeigt für Fahrdaten ein Umsatzpotential von 750 Milliarden Dollar bis 2030. Neun von zehn Kunden sind bereit, für Zeitersparnis Daten weiterzugeben. 81 Prozent der Autofahrer in Deutschland würden auf autonomes Fahrzeug umsteigen.

Anbieter: McKinseyCompany
Veröffentlicht: Okt 2016
Preis: kostenlos
Studientyp: Branchenstudien • Marktanalyse • Marktforschung
Branchen: Online & IKT & Elektronik • Verkehr & Mobilität
Tags:

Mit Fahrzeugdaten lassen sich bis 2030 bis zu 750 Milliarden Dollar jährlich umsetzen. Aus den Informationen, wie ein Auto bewegt wird, wohin es fährt und wer sich darin befindet, lassen sich datenbasierte Services entwickeln, die beispielsweise präziser als bisher vor Staus warnen, automatisch einen Parkplatz finden oder die Wartung des Wagens vereinfachen. Über 70 Prozent der deutschen Autofahrer wären bereit, für solche Dienste zu bezahlen. 

Die drei Anwendungsfelder mit der höchsten Zahlungsbereitschaft sind die Unterstützung bei der Suche nach freien Parkplätzen, auf Verschleiß beruhende intelligente Wartungsintervalle sowie Informationen zur Fahrzeugnutzung, die bei einem Weiterverkauf einen umfassenden Qualitätsnachweis erlauben

Ebenso positiv stehen Kunden dem autonomen Fahren gegenüber: 81 Prozent der deutschen Autokäufer würde auf ein autonomes Auto umsteigen – vorausgesetzt, der Fahrer kann die Steuerung auf Wunsch auch selbst übernehmen. Dies ist eine Steigerung um vier Prozentpunkte im Vergleich zur identischen Befragung im Vorjahr. Kunden vertrauen dabei etablierten Autoherstellern: 77 Prozent trauen ihnen eher zu, die Technologie serienreif zu machen, als neuen Autoherstellern (16 Prozent) oder Technologiekonzernen (7 Prozent). Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Studie von McKinsey & Company mit dem Titel „Monetizing Car Data“. Für die Untersuchung befragte die Unternehmensberatung mehr als 3.000 Autokäufer in Deutschland, den USA und China sowie zahlreiche Industrieentscheider. Die Berater identifizierten 30 Anwendungsfelder für die Nutzung von Fahrzeugdaten. 

Über die Studie

Private Fahrzeuge sind zunehmend miteinander verbunden und mit externen Infrastrukturen vernetzt. Über eine wachsende Anzahl von Sensoren wird eine enorme Menge an Daten erzeugt. Die Vermarktung der unendlichen und nützlichen Datenmengen steckt noch im Anfangsstadium.

Um wichtige Fragen der Monetarisierung der Fahrdaten und die Wertschöpfungskette der Player in der Automotive-Industrie zu verstehen, hat McKinsey & Kompany eine groß angelegte multimodale Forschungsinitiative mit folgenden Modulen durchgeführt:

  • Roundtable-Gespräche mit Führungskräften aus der Automobilindustrie (OEMs, Lieferanten, Vertrieb), den High-Tech Bereichen, Versicherungen, Telekommunikation und dem Finanzsektor in Deutschland und den USA
  • Umfragen in China, Deutschland in den USA um die Präferenzen, Trends und Bedürfnisse von rund 3.000 Kunden hinsichtlich Fahrzeugdaten zu bewerten.
  • Einzelinterviews mit Playern in der Fahrdatenbranche zu den Trends und Fragen der Monetarisierung.
  • In Customer Experience Labs wurden Use-Cases rund um Bedürfnisse, Einstellungen und Anwendungen von verschiedenen Auto-Connectivity-Features und Dienstleistungen getestet.

Auf Basis dieser Forschungsarbeit wurde ein Modell entwickelt, dass die Potenziale und Geschäftsmodelle mit Fahrdaten/Fahrzeugdaten/Bewegungsdaten für die unterschiedlichen Akteure in der Wertschöpfungskette darstellt und priorisiert

Beispilegrafik aus der Studie

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