Tirol - Die Grundversorgung der Tiroler Bevölkerung

Das "Funktionieren" der Grundversorgung mit Gütern und Dienstleistungen ist ein Thema von zunehmender Bedeutung. Vor allem in ländlichen Regionen, aber auch im Stadtumland werden diesbezügliche Ausdünnungstendenzen mit Sorge gesehen. Im Gegensatz dazu steigt aber das Angebot in den Zentren. Jedenfalls werden klare Perspektiven für die künftige Entwicklung gefordert.

Anbieter: Amt der Tiroler Landesregierung
Veröffentlicht: Dez 2011
Preis: kostenlos
Studientyp: Branchenstudien • Statistik • Wirtschaftsstatistik
Branchen: Gastronomie • Gesundheit • Handel & Dienstleistung • Kultur • Sicherheit • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Nahversorgung • Versorgung

Erhebung zur Grundversorgung der Tiroler Bevölkerung

Durch die Unterstützung aller Tiroler Gemeinden erfolgte heuer zum dritten Mal nach 2005 und 2008 eine Erhebung von Einrichtungen zur Grundversorgung der Tiroler Bevölkerung. Ergebnis dieser Erhebung ist ein Datenbestand, der Auskunft über das Vorhandensein von bzw. den Versorgungsgrad mit Lebensmittelgeschäften, Tankstellen, Banken, Altenheimen, Apotheken, Ärzten, Postämtern, Polizeiinspektionen, Metzgern, Bäckern, Kinderbetreuungseinrichtungen, usw. gibt. Das Merkmal „Adresse“ bildete wiederum einen wesentlichen Bestandteil der Erhebung. Im Zuge der Implementierung in tiris bietet sich daher die Möglichkeit, Standorte kartographisch abzubilden und „Versorgungslandkarten“ zu erstellen.

Grundversorgung ist ein Thema der Zukunft

 Das "Funktionieren" der Grundversorgung mit Gütern und Dienstleistungen ist ein Thema von zunehmender Bedeutung. Vor allem in ländlichen Regionen, aber auch im Stadtumland werden diesbezügliche Ausdünnungstendenzen mit Sorge gesehen. Im Gegensatz dazu steigt aber das Angebot in den Zentren. Jedenfalls werden klare Perspektiven für die künftige Entwicklung gefordert. Die nunmehr aktualisierten Daten leisten einen wichtigen Beitrag, dass die Diskussion über diese Problematik auf einer sachlichen Grundlage geführt werden kann.

Die Versorgungslage hat sich gegenüber 2008 großteils verbessert, in manchen Bereichen aber auch verschlechtert

 Die heurige Erhebung zeigt bei den Apotheken, Ärzten, Bäckereien, Tankstellen, Kinderbetreuungseinrichtungen und im Lebensmitteleinzelhandel Verbesserungen des Angebots gegenüber 2008. Wie schon in der Periode 2005 bis 2008 reduzierte sich die Anzahl der Fleischhauereien sowie der Postämter und Bankfilialen auch im Zeitraum 2008 - 2011. Ein wichtiges Ergebnis dieser Untersuchung ist aber der Umstand, dass es keine einzige Gemeinde gibt, deren Versorgungsangebot sich in den vergangenen drei Jahren in besonderem Maße reduziert hat. So müssen als „besondere Ausreißer“ bereits Gemeinden erwähnt werden, die in zwei Kategorien Einbußen hinnehmen mussten, was in insgesamt 14 Tiroler Gemeinden der Fall war. Einige Gemeinden haben ihr Versorgungsangebot im Vergleich zu 2008 hingegen beträchtlich erweitert. Die größten Zunahmen gibt es in Erl (+5), Mayrhofen (+5) und Rum (+6), wo sich in erster Linie das Fachärzteangebot verbessert hat. Erl verfügt darüber hinaus jetzt auch über eine Tankstelle und eine Kinderkrippe.

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