Überaus kritische Einstellung zur neuen EU-Saatgutverordnung

Der Diskussion um die neue EU-Saatgutverordnung haben in den letzten Wochen rund die Hälfte der Österreicher Aufmerksamkeit geschenkt. Im Umfeld anderer Ereignisse wie dem Attentat beim Boston Marathon, der Diskussion um das österreichische Bankgeheimnis oder der Nordkoreakrise, die fast 9 von 10 Österreicher mitverfolgt haben, nimmt sich dieser Aufmerksamkeitsgrad eher bescheiden aus. Evident ist allerdings eine überaus negative Sichtweise der EUSaatgutverordnung. 50% denken über diese kritisch, nur knapp 10% können der Saatgutverordnung Positives abgewinnen.

Anbieter: Spectra
Veröffentlicht: Apr 2013
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktforschung
Branchen: Land & Forst • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags:

 

Die aktuelle Spectra-Studie ging in den letzten Tagen der Frage nach, wie die Österreicher zur geplanten neuen EU-Saatgutverordnung stehen. Um die (mediale) Bedeutung der Diskussion besser einordnen zu können, wurde in der Studie auch untersucht, wie stark das Thema im Vergleich zu anderen nationalen und internationalen Ereignissen in der Bevölkerung Aufmerksamkeit finden konnte.

Dabei zeigte sich, dass die Hälfte (51%) der Bevölkerung die Diskussion rund um die neue EUSaatgutverordnung mitbekommen hat. Das ist absolut gesehen ein recht hoher Aufmerksamkeitsgrad. Die Zahl relativiert sich jedoch etwas, wenn man sieht, dass das Boston-Attentat, die Diskussion um das Bankgeheimnis oder die Nordkoreakrise von bis zu 90% der Österreicher medial mitverfolgt wurden. Auch vom Erdbeben in China, vom Einsturz der Textilfabrik in Bangladesch oder vom Thema Offshore Leaks/Steuerflucht haben deutlich mehr Menschen etwas mitbekommen als von der Saatgutverordnungsdiskussion. Selbst die Eröffnung des neuen Linzer Musiktheaters oder die Diskussion um den Zugang zum sozialen Wohnbau konnten ähnlich stark in die Bevölkerung vordringen wie die EUSaatgutverordnung. 

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