Wahrnehmung der Sicherheit in Wien 2018

62% der Wiener und Wienerinnen fühlen sich aktuell sicher oder eher sicher. Mehr als die Hälfte (53%) geben an, sich innerhalb der letzten Jahren weniger sicher zu fühlen. Die Studie von meinungsraum.at zeigt Einstellungen und Einschätzungen zum Thema Sicherheit bei der Wiener Bevölkerung.

Anbieter: meinungsraum.at
Veröffentlicht: Apr 2018
Auftraggeber: Radio Wien
Autor: Herbert Kling
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktforschung
Branchen: Sicherheit • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Polizeipräsenz • Risikobereitschaft • Sicherheit • Sicherheitsgefühl • Sicherheitsmaßnahmen • Überwachung

Die Studie beantwortet die Fragen:

  • Wenn Sie an Ihr derzeitiges Sicherheitsgefühl denken: wie sicher fühlen Sie sich insgesamt?
  • Wie hat sich Ihr allgemeines Sicherheitsgefühl in den letzten Jahren verändert?
  • Würden Sie sich selbst generell als risikobereiten Menschen einschätzen?
  • Welche Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen verwenden Sie bzw. haben Sie in Betrieb?
  • Wie hat sich Ihr persönliches Sicherheitsgefühl in folgenden Situationen in den letzten Jahren verändert?
  • Wie stehen Sie zu unterschiedlichen Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit?
  • Welches Gefühl löst die erhöhte Polizeipräsenz bei Ihnen aus?
  • Wem vertrauen Sie im Zweifelsfall mehr: Mensch oder Computer?
  • Überwachungsmaßnahmen: Bitte geben Sie an, inwiefern Sie folgenden Aussagen zustimmen?
  • Sicherheit implementiert bis zu einem gewissen Grad die Aufgabe von Freiheit. Das Ausleben von Freiheit fordert wiederum bis zu einem gewissen Grad eine Sicherheitseinschränkung. Wenn Sie zwischen Sicherheit und Freiheit abwägen müssen, welches Verhältnis ist Ihnen am angenehmsten?
  • Wer oder was gibt Ihnen am verlässlichsten das Gefühl von Sicherheit?

62% der Wiener und Wienerinnen fühlen sich aktuell sicher oder eher sicher. Männer fühlen sich im Vergleich zu Frauen etwas sicherer (M:67%/W:58%) Auch innerhalb der Bezirke kann man deutliche Unterschied erkennen – so fühlen sich die Befragten in den Gebieten von 21./22. Bezirk, 10./11.Bezirk und im Speckgürtel unsicherer als Personen in anderen Regionen in Wien.

Die Kernergebnisse der Studie

  • 62% der Wiener und Wienerinnen fühlen sich aktuell sicher oder eher sicher. Männer fühlen sich im Vergleich zu Frauen etwas sicherer (M:67%/W:58%) Auch innerhalb der Bezirke kann man deutliche Unterschied erkennen – so fühlen sich die Befragten in den Gebieten von 21./22. Bezirk, 10./11.Bezirk und im Speckgürtel unsicherer als Personen in anderen Regionen in Wien.
  • Mehr als die Hälfte (53%) geben an, sich innerhalb der letzten Jahren weniger sicher zu fühlen, bei Frauen sind es sogar 62%. Auch bei Personen mit Kindern im Haushalt nahm das Sicherheitsgefühl in den letzten Jahren vermehrt ab.
  • Vor allem in Situationen, die auch in Medienberichten mit Angst und Terror in Verbindung gebracht werden, wie „Nachts allein am Heimweg“ (53%), „in einer großen Menschenmenge“ (51%) und in der U-Bahn (47%) fühlen sich Wiener im Vergleich zu den letzten Jahren weniger sicher. Sogar 23% fühlen sich nachts allein zu Hause unsicher.
  • Um dem entgegenzuwirken, vertrauen 46% auf eine Sicherheitstüre als Schutzmaßnahme. 26% verwenden Rauchmelder und 25% Fahrradhelme und Helme für andere sportliche Aktivitäten. Im Speckgürtel hingegen werden Sicherheitstüren nur von 35% verwendet, Helme jedoch von 42%.
  • Die WienerInnen stehen sicherheitsfördernden Maßnahmen generell sehr offen gegenüber. So geben 64% an, einer Verstärkung der Polizeipräsenz im öffentlichen Raum uneingeschränkt zuzustimmen und 21% unter bestimmten Voraussetzungen. Die verstärkte Polizeipräsenz erhöht zudem für 46% das Sicherheitsgefühl, im Speckgürtel sogar für 59%.
  • 58% befürworten außerdem uneingeschränkte Überwachung in öffentlichen Verkehrsmitteln und 50% auf öffentlichen Plätzen und Straßen durch Kameras. Die Zustimmung zu erhöhter Überwachung nimmt mit dem Alter signifikant zu.
  • Trotz allem, geben 62% an, dass die Gesellschaft alle Auswirkung eines Überwachungsstaates nicht abschätzen kann und 44% sind der Ansicht, dass zusätzliche Überwachungsmaßnahmen nicht schaden können.
  • Auf einer Skala von 0=Sicherheit bis 100=Freiheit ordnen sich die WienerInnen im Durchschnitt auf 55,6 ein. Diese Zuordnung hängt stark mit dem eigenen Sicherheitsgefühl zusammen. So ordnen Personen, die sich tendenziell sicherer fühlen (MW=60), bzw. deren Sicherheitsgefühl sich in den letzten Jahren nicht verändert hat (MW=61) Freiheit mehr Bedeutung zu als Befragte, die sich weniger sicher fühlen. Frauen (MW=52) und Personen mit Kindern im Haushalt (MW=50) geben für Sicherheit eher auch Freiheiten auf.
  • 19% geben spontan an, dass ihnen die Polizei ein verlässliches Gefühl von Sicherheit gibt, an zweiter Stelle folgen mit jeweils 15% „Familie/Partner/Freunde“ und auch „ich selbst“.

Studiensteckbrief

  • Auftraggeber: Radio Wien
  • Thematik: Sicherheit
  • Zielgruppe: Wien und Speckgürtel im Alter von 14-65 Jahren, repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Schulbildung und Bundesland
  • Stichprobenmethode: Panel-Umfrage anhand des meinungsraum.at online-Panel (dzt. rund 30.000 PanelistInnen in ganz Österreich)
  • Nettostichprobe: 300 Interviews
  • Interviewdauer: ca. 3 Minuten
  • Feldzeit: 06.04.2018 – 09.04.2018

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