Wien - Bevölkerung und Gesellschaft - Bevölkerungsprognose

Prognosen beziehen sich auf Beobachtungen und Feststellungen der vergangenen und gegenwärtigen Trends. Unter Verwendung von wissenschaftlichen Methoden werden Aussagen über zukünftige Entwicklungen dargestellt.

Anbieter: Stadt Wien
Veröffentlicht: Jan 2010 - Aug 2014
Autor: Statistik Austria
Preis: kostenlos
Studientyp: Statistik
Branchen: Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Bevölkerungsentwicklung • Bevölkerungsprognose • Bevölkerungswachstum • Bevölkerungszahl • Demografie • Stadtentwicklung

Bevölkerungsprognose - Statistiken

Bevölkerungsprognosen beziehen sich auf Beobachtungen und Feststellungen der vergangenen und gegenwärtigen Bevölkerungsentwicklung. Auf der Basis dieser Beobachtungen beziehungsweise Feststellungen werden unter Verwendung von wissenschaftlichen Methoden quantitative oder qualitative Aussagen über zukünftige demografische Entwicklungen und Zustände dargestellt.

Gleichzeitig sind Vorausschätzungen eine unsichere Angelegenheit, vor allem wenn sie sich auf eine fernere Zukunft beziehen. Zwar sind Bevölkerungsprognosen auf nationaler Ebene - unter Vernachlässigung von Katastrophen und anderen externen Schocks - für Zeiträume von etwa 15 bis 25 Jahren recht genau möglich, denn die Mehrzahl der Menschen, die in 20 Jahren in einem Gebiet leben wird, ist zum Prognosezeitpunkt ja bereits geboren. Etwas differenzierter verhält es sich jedoch bei regionalisierten Bevölkerungsvorausschätzungen. Je kleinräumiger, desto höher die Bedeutung von externen Faktoren. Während sich global zumeist ein leicht fassbares Bild der zukünftigen Entwicklung zeichnen lässt, können auf der kleinräumigen Ebene durchaus gegensätzliche Entwicklungspfade eintreten und die Ergebnisse der Vorausschätzung sind daher mit einer höheren Unsicherheit behaftet.

Planungsrelevante Aussagen zur Bevölkerungsentwicklung können nur für einen Zeitraum von einigen Jahren getroffen werden (=Prognose). Für längere Perioden können demographische Annahmen für regionale Einheiten nur noch Trends widerspiegeln (=Projektion). Bei sehr langen Prognosehorizonten werden die Parameter in der letzten Phase des Prognosehorizonts unverändert fortgeschrieben (=Modellfortschreibung).

Die Bundeshauptstadt Wien befindet sich seit Jahren in einer demographischen Wachstumsphase, die sich in den nächsten drei Jahrzehnten fortsetzen könnte. Falls die hohe Zuwanderungsdynamik weiterhin die Bevölkerungsentwicklung determiniert, dürfte Wien bereits im Jahr 2029 die Zwei-Millionen-Grenze erreicht haben. Einer etwas stärkeren Zunahme bis 2024 stehen abgeschwächte Bevölkerungsgewinne bis 2034 gegenüber. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner Wiens könnte im Jahr 2044 den bisherigen Höchststand von 2,084 Millionen aus dem Jahr 1910 übertreffen.

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