Frauenarmut in Österreich 2019

Die Studie von Triple M im Auftrag der SPÖ Bundesfrauen analysiert Ursachen und Auswirkungen der Frauenarmut in Österreich und zeigt die Betroffenheit und notwendige Maßnahmen.

Anbieter: Triple M
Veröffentlicht: Apr 2019
Preis: kostenlos
Studientyp: Marktforschung
Branchen: Arbeitswelt • Bau & Wohnen • Essen & Trinken • Gesundheit • Kultur • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Tags: Alleinerzieher • Arbeitslosigkeit • Armutsgefährdung • Ernährungsgewohnheiten • Frauenarmut • Gleichberechtigung • Lebenskosten • Lebenssituation • Rollenbilder • Sozialsystem • Wohnkosten

Die Kernergebnisse der Studie zur Frauenarmut in Österreich

  • Hauptassoziationen beim Stichwort Armut sind knappe Lebensmittel, unleistbares Wohnen und Obdachlosigkeit.

Hauptassoziationen beim Stichwort Armut sind knappe Lebensmittel, unleistbares Wohnen und Obdachlosigkeit.

  • Fast jede Zweite kennt jemanden, der in Österreich arm oder armutsgefährdet ist. Unter Alleinerzieherinnen sind es 57%.
  • Ein Viertel hat selbst (sehr) Angst davor, in der Pension arm oder armutsgefährdet zu sein. Unter Alleinerzieherinnen sind es fast 4 von 10.
  • Alleinerziehende, insbesondere Frauen folgen aus Sicht der Befragten bereits an 2. Stelle bei Armut oder Armutsgefährdung.
  • Frauen werden generell als viel stärker von Armut betroffenoder gefährdet gesehen als Männer. Einzige Ausnahme: Alleinerzieher.
  • Männer insgesamt gelten als wenig von Armut betroffen oder gefährdet. Einzige Frauen-Gruppe mit geringer Betroffenheit oder Gefährdung: Selbständige Frauen.
  • Die befragten Frauen glauben, dass 4 von 10 Alleinerzieherinnen und gut jedes vierte Kind arm oder armutsgefährdet sind.
  • Armut und Armutsgefährdung von Frauen bedroht Existenzbedürfnisse wie Heizen oder gesunde Ernährung. Hinzu kommt die Abhängigkeit von Familie und FreundInnen.
  • Bei Kindern von armutsgefährdeten Frauen werden Nachteile gesehen: Bei „Extras“ wie Nachhilfeunterricht, aber auch bei Basics wie gesunder Ernährung oder Kleidung.
  • 4 von 10 sehen eine Verschlechterung der Lebenssituation von armutsgefährdeten/in Armut lebenden Frauen im letzten Jahr, ähnlich die Situation von Alleinerzieherinnen.
  • Arbeitslosigkeit wird als die wichtigste Ursache von Armut und Armutsgefährdung gesehen. An 2. Stelle: Scheidungen/Trennungen.
  • Rollenbild Mann/Frau, mangelnde Kinderbetreuungs-Möglichkeiten und Sozialsystem werden etwas weniger stark als Beitrag zu Armut und Armutsgefährdung gesehen.
  • 9 von 10 befragten Frauen sehen die Dringlichkeit von Maßnahmen gegen Frauenarmut: Lohngerechtigkeit, Unterstützung und Kinderbetreuung stehen auf der Liste ganz oben.
  • Die (höhere) Anrechnung von Kindererziehungs- und Pflegeleistungen für die Pension gilt als wichtigste Maßnahme zur Armutsvermeidung. Auch top: Unterhaltsgarantie für Kinder von alleinerziehenden Müttern.
  • Aus Sicht der Befragten ist die Politik am Zug. Sie ist in erster Linie verantwortlich und in der Lage etwas gegen Frauenarmut zu tun.

Studiensteckbrief

  • Studie: Triple M
  • Auftraggeber: SPÖ Bundesfrauen
  • Zielgruppe: Frauen zwischen 18 und 70 Jahren repräsentativ für Österreich
  • Stichprobe: Frauen zwischen 18 und 70 Jahren repräsentativ für Österreich
  • Methode: Online-Befragung anhand eines professionellen OnlineAccess-Panels, Quotenstichprobe (Alter, Bildung, Bundesland) 
  • Sicherheit der Ergebnisse (max. Schwankungsbreite): +/- 4,3% ▪ 21.
  • Erhebungszeitraum: März bis 1. April 2019

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