Österreich blickt mit Sorge auf Iran-Krieg – Marktforschung zeigt wirtschaftliche und gesellschaftliche Verunsicherung
08. Apr 2026 • News • marktmeinungmensch • Marktforschung • Statistik Online Datenbank • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft
Aktuelle Marktforschungsdaten aus Österreich zeigen: Die anhaltenden Kämpfe im Iran sorgen für große Besorgnis in der Bevölkerung und drücken auf die Wirtschaftsstimmung. Mehr als 85 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher blicken laut jüngsten Umfragen von TQA Research, market und WIFO mit Sorge auf die Entwicklung im Nahen Osten.
Die wichtigsten Ängste betreffen steigende Energiepreise (75 %), eine zunehmende Inflation (71 %) sowie eine mögliche Ausweitung des Konflikts (rund 30 %). Über die Hälfte erwartet zudem neue Flüchtlingsbewegungen. Zwei Drittel der Befragten sprechen sich gegen militärische Eskalation aus und wünschen sich diplomatische Lösungen – ein Ausdruck der tief verankerten österreichischen Neutralitätshaltung.
Auch wirtschaftlich zeigt der Krieg deutliche Spuren: Der WIFO-Konjunkturklimaindex sank im März 2026 auf –1,7 Punkte, getrieben durch Preisschübe und Unsicherheit. Besonders betroffen ist die Industrie, während Dienstleistungen und Bauwirtschaft stabiler bleiben. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) warnt vor anhaltend hohen Energiekosten und Belastungen für energieintensive Betriebe.
Gesellschaftlich dominieren Unsicherheit und Krisenängste: 79 Prozent der Bevölkerung erwarten steigende Ölpreise, 77 Prozent wachsende Inflation. Ein Viertel befürchtet sogar eine globale Eskalation. Gleichzeitig passen viele Haushalte ihr Konsumverhalten an, was den Einzelhandel und die Dienstleistungsbranche spürbar dämpft.
Die Marktforscher sehen Österreich in einer Phase „gedämpften Optimismus“: Das Land bleibt wirtschaftlich stabil, doch das Vertrauen ist angeschlagen. Politik und Wirtschaft seien nun gefordert, durch Energievorsorge, Preisausgleich und klare Kommunikation Stabilität zu sichern.
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