84% der Österreicher schätzen ihre persönliche wirtschaftliche Lage pessimistisch ein

14. Jul 2017 • News • Gallup • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Finanzdienste • Arbeitswelt

Eine aktuelle Studie von Gallup analysiert die die Einschätzung der subjektiven finanziellen Lage der ÖsterreicherInnen. Demnach schätzt eine große Mehrheit von 84 Prozent ihre persönliche wirtschaftliche Lage pessimistisch ein.


Hintergrund der Studie

Das wirtschaftliche Handeln von Privatpersonen hängt sowohl mit ihrer objektiven wirtschaftlichen Situation als auch mit der subjektiven Einschätzung der eigenen finanziellen Lage zusammen.

So können Personen mit einer ähnlichen Vermögensstruktur und einem annähernd gleichen Einkommen ihre finanzielle Lage völlig unterschiedlich bewerten. In Abhängigkeit von z.B. potenzieller Einkommenssteigerung oder dem Konjunkturaufschwung bzw. - abschwung kann die Haltung zur persönlichen Wirtschaftslage optimistisch oder pessimistisch ausfallen.

Diese subjektive Einschätzung übt einen entscheidenden Einfluss auf das Konsumverhalten bzw. die Investitions - und Sparbereitschaft aus.

Aufgabenstellung der Studie

  • Wie schätzt die österreichische Bevölkerung ihre persönliche finanzielle Reichweite ein?
  • Wie hoch ist das durchschnittliche frei verfügbare Einkommen in der österreichischen Bevölkerung?
  • Wird die subjektive finanzielle Lage der österreichischen Bevölkerung eher optimistisch oder eher pessimistisch wahrgenommen?
  • Ein besonderes Augenmerk galt auch der Frage, inwieweit das bisher erworbene Finanzwissen und die unterschiedlichen Wissensquellen die Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Situation beeinflussen.

Auszug aus den Studien-Ergebnissen

  • Persönliche finanzielle Reichweite Die durchschnittliche Einschätzung der persönlichen finanziellen Reichweite beträgt bei ÖsterreicherInnen 5 Monate .
  • 59% glauben, sich beim Wegfall des laufenden Einkommens weniger als 7 Monate über Wasser halten zu können.
  • 9% könnten ihre Lebenshaltungskosten länger als 12 Monate mit vorhandenen Reserven bestreiten.
  • Mehr als ein Drittel der ÖsterreicherInnen (37%) verfügen aktuell über kein frei verfügbares Einkommen.
  • Der Großteil (46%) könnte monatlich auf bis zu 20% ihres Einkommens ohne Abstriche in der Lebensqualität verzichten.
  • 13% sehen ihrer finanziellen Zukunft optimistisch entgegen.
  • Die Mehrheit der ÖsterreicherInnen (84%) schätzt ihre persönliche wirtschaftliche Lage („finanzielle Gesundheit“) pessimistisch ein

Index der subjektiven finanziellen Lage

Die Mehrheit der Bevölkerung (84%) schätzt ihre persönliche wirtschaftliche Lage („finanzielle Gesundheit“) pessimistisch ein: Der derzeitige Lebensstandard kann beim Wegfall des laufenden Einkommens im Zeitraum von einem Jahr nicht allein durch die vorhandenen finanziellen Mittel gedeckt werden.

Die  Mehrheit der ÖsterreicherInnen (84%) schätzt ihre persönliche wirtschaftliche Lage („finanzielle  Gesundheit“)  pessimistisch ein:  Der derzeitige Lebensstandard kann beim Wegfall des laufenden  Einkommens im Zeitraum von einem Jahr nicht allein durch die vorhandenen finanziellen  Mittel  gedeckt werden.

Index der subjektiven finanziellen Lage : Ergibt sich aus der Einschätzung der persönlichen Reserven sowie des frei verfügbaren Einkommens. Der Index sagt aus, inwieweit die Zahlungsverpflichtungen zur Erhaltung des derzeitigen Lebensstandards im Zeitraum von einem Jahr durch die vorhandenen Mitt el gedeckt werden können bzw. ob eine Reserve vorhanden ist.

< 100% = pessimistische Einschätzung der eigenen finanziellen Gesundheit
> 100% = optimistische Einschätzung der eigenen finanziellen Gesundheit
= 100% = neutral

Link zur Studie

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