Bedingungslosen Grundeinkommen aus Sicht der ÖsterreicherInnen

04. Feb 2020 • News • Institut für Freizeit- und Tourismusforschung • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Arbeitswelt

Die Studie zeigt das Begriffsverständnis und die Einstellungen zum Bedingungslosen Grundeinkommen der österreichischen Bevölkerung.


Der Informationsstand der österreichischen Bevölkerung über die mögliche Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) muss überraschender Weise als eher gering eingestuft werden: Nur knapp ein Fünftel der ÖsterreicherInnen weiß wirklich Bescheid, was unter dem Begriff zu verstehen ist. 40 % geben sogar an, wenig bis überhaupt nichts über ein „BGE“ zu wissen. Männer, 35- bis 54-Jährige, Personen mit höherer Bildung bzw. Einkommen sind dabei besser über das BGE informiert als andere Bevölkerungsgruppen.

Nur etwa ein Fünftel der Bevölkerung weiß, was unter dem Begriff „Bedingungsloses Grundeinkommen“ (BGE) konkret zu verstehen ist. Dagegen wissen 40 % wenig bzw. nichts darüber.

Nach einer Information, wie ein für Österreich im Alleingang machbares Modell des Bedingungslosen Grundeinkommens aussehen könnte, findet ein gutes Drittel der ÖsterreicherInnen ein solches Modell als (sehr) gut. Für ein weiteres Drittel kommt es darauf an, wie das BGE konkret umgesetzt wird. Die jüngere Generation der 15- bis 34- Jährigen, Personen mit niedrigerem Einkommen und Bildung können dabei einem BGE am meisten positives abgewinnen; Personen über 55-Jahre sind dagegen weniger überzeugt.

Aus den Ergebnissen lässt sich aber ableiten, dass nach einer kurzen Information über das aus unseres Sicht einzig eventuell machbare Modell ein Drittel der ÖsterreicherInnen dem BGE durchaus positiv gegenübersteht und dass es weiteres Drittel ein solches BGE nicht prinzipiell ablehnen würde. Zwei Drittel der ÖsterreicherInnen könnten einem BGE demnach etwas abgewinnen – wenn auch mit Vorbehalten. Diese auszuräumen wäre Aufgabe der die „Rahmenbedingungen gestaltenden“ (Sozial)Politik.

Studiensteckbrief

  • Stichprobe/Methodik: Die Erhebung richtete sich insgesamt an n=1.043 Personen, repräsentativ für die österreichische Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren. Die Stichprobenauswahl erfolgte durch das Quotaverfahren. Die Befragungen wurden face-to-face via Tablet durch 58 geschulte und kontrollierte Spectra-Interviewer im Rahmen des Spectra-Bus durchgeführt.
  • Timing: Die Feldarbeit fand vom 5.11. bis 2.12.2019 statt.
  • Grundgesamtheit der Erhebung Österreich: 7,5 Mio. Personen ab 15 Jahren

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