Corona: Ruhig bleiben, keine Panik und auf die Zukunft bauen

30. Apr 2020 • News • MAKAM Research GmbH • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft

Ruhig bleiben keine Angst und Panik. Das denken 80 Prozent der Österreicher. MAKAM Research in einer Umfrage das aktuelle Stimmungsbild zur Corona-Krise analysiert. Die Befragung zeigt, neben der derzeitigen Gefühlslandschaft der Österreicher bewusst den Fokus auf eine mögliche Zukunft, die vielleicht besser sein wird.


„Ruhig bleiben und sich nicht von Angst und Panik beeinflussen lassen“, das ist das derzeitige Motto von 8 von 10 Österreichern. 30% der Österreicher sind trotz der derzeitigen Lage durch und durch positiv gestimmt, 10% hingegen gänzlich negativ.

MAKAM Research hat ein aktuelles Stimmungsbild der Österreicher generiert. Da wir derzeit ständig mit neuen Informationen über unterschiedlichste Kanäle konfrontiert werden, die immer wieder Angst und Sorgen in uns auslösen, haben wir bei unserer Befragung neben der derzeitigen Gefühlslandschaft der Österreicher bewusst den Fokus auf eine mögliche Zukunft, die vielleicht besser sein wird, wenn wir bewusster werden, gelegt.

  • 30% der Österreicher sind trotz der derzeitigen Lage durch und durch positiv gestimmt, 10% hingegen gänzlich negativ.
  • Zu der Gruppe mit ausschließlich positiven Gefühlen zählen vor allem 50-59 Jährige, aber auch ein hoher Anteil unter Österreichern ab 70 Jahren, also genau jene Altersgruppe, die laut Medienberichten besonders zu schützen ist. Entsprechend dieser Altersstruktur zähen auch Haushalte ohne Kinder unter 18 Jahren zu dieser Gruppe.
  • Von gänzlich negativen Gefühlen sind hingegen jüngere ÖsterreicherIn unter 30 Jahren deutlich häufiger überflutet.
  • Die stärksten positiven Gefühle sind Mitgefühlt für Andere, das 60% derzeit empfinden, Wertschätzung kleiner Dinge (55%), Hoffnung und Zuversicht (49%) und Verbundenheit mit anderen (47%)
  • Frauen empfinden häufiger diese genannten Gefühle.
  • 40% der Österreicher sind verunsichert und bei mehr als einem Viertel dominiert Zweifel die eigene Gefühlslandschaft.
  • Von Hilflosigkeit berichtet ein Fünftel, hier verstärkt die Altersgruppe unter 40 Jahren.
  • Jeder Fünfte fühlt sich einsam, hier deutlich mehr junge Menschen unter 30 Jahren.
  • Vom Gefühl der Angst überflutet sind 18% der Österreicher, deutlich mehr Frauen als Männer und verstärkt die Altersgruppe der 30-49 Jährigen. Ob sich die Angst dieser Menschen auf die Gefahr einer Erkrankung bezieht oder mit Existenzängsten korreliert, lässt sich aufgrund der Zahlen nur vermuten. Aber der Anteil jener, die Angst empfinden ist unter den Erwerbstätigen deutlich höher als unter anderen Österreicher.
  • Trotz der existierenden Angst, versuchen 8 von 10 Menschen ruhig zu bleiben und sich nicht allzu intensiv von Angst und Panik beeinflussen zu lassen.
  • Diese Strategie einer möglichen Gelassenheit empfinden auch 85% der Österreicher als derzeit besonders hilfreich.
  • Menschen berichten von unterschiedlichen Verhaltensweisen und Maßnahmen, die sie momentan setzen, um mit der derzeitigen Situation besser umgehen zu können, zu unterstützen oder um sich einfach abzulenken.
  • 74% der Österreicher nutzen diese schwierige Zeit um Aufgaben in ihren 4 Wänden zu erledigen, die bisher immer zu kurz kamen.
  • Knapp 2 Drittel verlassen die eigenen 4 Wände nur mehr in Ausnahmefällen, hingegen nutzt gerade mehr als ein Drittel die derzeitige Situation und den Frühlingsbeginn um viel an die frische Luft zu gehen.

Ruhig bleiben und sich nicht von Angst und Panik beeinflussen lassen“, das ist das derzeitige Motto von 8 von 10 Österreichern. 30% der Österreicher sind trotz der derzeitigen Lage durch und durch positiv gestimmt, 10% hingegen gänzlich negativ

Unterstützung Anderer hat hohe Bedeutung 

68% der ÖsterrreicherInnen motivieren ihre Mitmenschen durch Telefonate, Nachrichten, Postings o.ä. Jeweils ein Viertel unterstützt andere Menschen durch Einkäufe oder durch andere Hilfestellungen im Haushalt. 6% bieten ihre freiwillige Mitarbeit in Hilfsorganisationen, Spitälern oder anderen Einrichtungen an.

Filme streamen, Fernsehen oder Computernutzung stehen hoch im Kurs

59% verbringen die Zeit vor dem Fernseher und 53% vor dem Computer, um verstärkt soziale Netzwerke zu nutzen. 42% nutzen den Computer für umfangreiche Recherchen im Internet, um einen umfassenden Überblick über die derzeitige Situation zu gewinnen.

Für viele ist das Motto sportlich und geistig fit zu bleiben

38% nutzen diese Zeit, um zu Hause Sport zu betreiben, 19% laufen, walken oder fahren Rad im Freien und ein Viertel entdeckt neue Hobbys, wie basteln, malen. 13% berichten von regelmäßigen Entspannungs- und bewusstseinsfördernden Techniken, wie Yoga Autogenem Training oder Atemübungen.

Spiritualität zur gemeinsamen Verbundenheit

Jeder 8. meditiert oder betet für eine gemeinsame Welt voll Licht, Liebe und Gesundheit, wobei hier der Anteil an Frauen doppelt so hoch ist wie jener der Männer.

Eine Krise kann auch Positives bewirken: So glauben die Österreicher, dass die Herausforderung der aktuellen Lage auch eine positive Veränderung der Bewusstheit der Menschen bewirken kann, vor allem Frauen sind davon häufiger überzeugt.

Etwa 3 Viertel der Österreicher glauben, dass nach der Krise eine verstärkte Dankbarkeit für das, was wir haben, bestehen wird und, dass Zeit für sich selbst und für die Familie an Stellenwert gewinnen wird. 70% erwarten einen verstärkten Fokus der Menschen auf das Schöne in der Natur und auf eine verstärkte Achtsamkeit der Menschen in Bezug auf Andere. 2 Drittel glauben an eine Werteverschiebung in Richtung „Weniger ist mehr“. 60% hoffen, dass danach eine erhöhte Reflexion des eigenen Verhaltens besteht und die eigene innere Zufriedenheit an Stellenwert gewinnt.

Verstärkter Fokus auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

70% erhoffen sich einen verstärkten Fokus der Menschen auf den Einkauf regionaler Produkte und 64%, dass Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein stärker in den Köpfen der Österreicher verankert sein wird.Ob uns diese herausfordernde Zeit nachhaltig zu wirklich besseren Menschen werden lässt, bleibt abzuwarten bzw. zu hoffen.

Studiensteckbrief

Die Ergebnisse resultieren aus einer Online-Befragung von 500 Österreichern von 15 bis 80 Jahren – repräsentativ auf Geschlecht und Alter (Befragungszeit: Ende März 2020).

Ansprechpartnerin: Mag. Ulli Röhsner

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