Crowdfunding-Investoren wollen in Anerkennung für Investitionen

05. Jul 2019 • News • Institute for Marketing & Consumer Research an der WU Wien • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft

Die aktuelle m.core-Studie des Instituts für Marketing & Consumer Research an der WU Wien beschäftigt sich mit dem Thema Crowdfunding und zeigt, dass Crowdfunding-Investoren vor allem Anerkennung in Form von privaten Nachrichten präferieren.


65 Prozent der Befragten konnten den Begriff Crowdfunding zuordnen. Ein Viertel der Befragten, die mit dem Konzept Crowdfunding vertraut waren, haben bereits einmal in ein derartiges Projekt investiert. Knapp ein Zehntel hat sogar schon mehrere Projekte unterstützt. Die Finanzierungsart, die auf individuellen Geldbeträgen von Investoren basiert, bietet diesen Gegenleistungen für ihre Projektunterstützung. Hier bevorzugen Herr und Frau Österreich vor allem Anerkennung: 43,7 Prozent der Befragten wünschen sich Anerkennung in Form einer persönlichen Nachricht von den Projektgründern. 21,5 Prozent der für die m.core-Studie Befragten präferieren eine öffentliche Anerkennung – also beispielsweise die Veröffentlichung des Namens des Investors auf der Website des Projektgründers. Im Gegensatz dazu möchten knapp 36 Prozent lieber anonym bleiben und erwarten sich im Rahmen der finanziellen Unterstützung keine Anerkennung. Bei den Präferenzen der Anerkennung gibt es zwischen Männern und Frauen übrigens keine Unterschiede.

Die Bekanntheit des Konzepts Crowdfunding sank in 2019 etwas. Wussten im letzten Jahr noch mehr als zwei Drittel aller Befragten, was es mit Crowdfunding auf sich hat, sind es in 2019 65%. Von jenen Befragten, die das Konzept Crowdfunding kannten, hat ein Viertel (25%) schon einmal ein Projekt unterstützt, knapp ein Zehntel (8.8%) sogar schon mehrmals. Auf die Frage welche Art der Anerkennung sich unsere Befragten im Gegenzug zu ihrer Unterstützung wünschen würden gab die Mehrheit an (43.7%), private Anerkennung in Form einer persönlichen Nachricht zu präferieren. Öffentliche Anerkennung, also die Veröffentlichung des Namens der Befragten, war hingegen vergleichsweise unpopulär (21.5%). Frauen und Männer unterscheiden sich nicht in ihrer Präferenz.

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