Dämmstoffe sind europaweit im Aufwind

21. Feb 2018 • News • Interconnection Consulting • Branchenstudien • Marktdaten • Wirtschaftsstatistik • Marktanalyse • Bau & Wohnen • Handel & Dienstleistung • Produktion

Mit einem Umsatz von über 10,1 Milliarden Euro und einer verkauften Menge von knapp 184 Mio. Kubikmeter konnte der Markt für Dämmstoffe in Europa 2017 um 5,2% in Menge und 9,4% im Wert, zulegen. Bis 2020 steigt der Markt in den 11 untersuchten europäischen Märkten um durchschnittlich 7,5% pro Jahr in Wert, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.


Gesamtmarktentwicklung am europäischen Markt für Dämmstoffe 2014 bis 2020f

Mit einem Umsatz von über 10,1 Milliarden Euro und einer verkauften Menge von knapp 184 Mio. Kubikmeter konnte der Markt für Dämmstoffe in Europa 2017 um 5,2% in Menge und 9,4% im Wert, zulegen. Bis 2020 steigt der Markt in den 11 untersuchten europäischen Märkten um durchschnittlich 7,5% pro Jahr in Wert, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Türkei ist Wachstumssieger

Die Türkei ist bezüglich des Umsatzes der größte Markt für Dämmstoffe mit einem Volumen von 1,93 Mrd. Euro. Hinzu kommt, dass die Türkei mit einem durchschnittlichen Wachstum von 11,8% pro Jahr bis 2020 auch das größte Wachstum aller 11 untersuchten Märkte aufweist. Polen weist mit einem Anstieg von 10,3% pro Jahr in Wert das zweitgrößte Wachstum auf. Der schnelle Anstieg in Polen lässt sich vor allem durch den Bauboom erklären. 2017 stiegen die Baufertigstellungen gegenüber dem Jahr zuvor um 17,2%. Der größte Absatzmarkt unter den 11 untersuchten Märkten ist Russland mit einem Volumen von 44,4 Mrd. Kubikmeter.

Styropor dominiert in Osteuropa

In Osteuropa und auch in Polen nehmen Dämmstoffe aus EPS (Expandierte Polystyrene bzw. Styropor) eine dominierende Rolle ein. In Polen lag die EPS-Quote bei 40,5%. „Die geringen Kosten von EPS machen es gerade in Osteuropa schwer neue Methoden der Wärmedämmung zu etablieren“, erklärt Veronika Hudakova das Dilemma. Im Gegensatz dazu sinkt der Anteil von EPS in den westeuropäischen Märkten signifikant, da es vor allem große Bedenken bezüglich der Brennbarkeit des Materials gibt. Die Dämmstoffe aus Polyurethan hatten 2017 durch die Verknappung des Rohstoffes mit Rückgängen zu kämpfen. In Österreich lag der Rückgang bei -1,9%. Der größte Anwendungsbereich sind die Außenwände mit einem Anteil von 35,9%. Knapp dahinter folgen Dächer mit 34,1%. Einen starken Rückgang bei den Marktanteilen verzeichnen hingegen Innenwände. Von 2014 bis 2020 wird dieser Bereich von 9,2% auf 7,7% schrumpfen. Konstant bleiben hingegen die Fußböden mit einem Anteil von rund 14 Prozent.

Top-5 steigern Marktanteil

Die Top-5-Unternehmen besaßen 2017 einen Marktanteil von 38,5%. Die Top-10-Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge: Austrotherm, Caparol, Isover, Kingspan, Knauf, Paroc, Rockwool, Swisspor, Technonikol und Ursa. Die Studie untersuchte die Märkte: Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien, Polen, Russland, Tschechien, Türkei und Großbritannien.

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