Der internationale Tourismus ist weiter auf Erfolgskurs

10. Apr 2018 • News • Österreich Werbung • Marktdaten • Tourismus, Freizeit & Sport

Die internationalen Reisezahlen erreichten 2017 den höchsten Wert seit sieben Jahren. Wer die Gewinner sind und welche Trends sich abzeichnen, verraten zwei aktuelle Studien.


Der internationale Tourismus ist weiter auf Erfolgskurs. 2017 zählte die Welttourismusorganisation UNWTO über 1,3 Milliarden Ankünfte, das waren um sieben Prozent mehr als 2016. Europa durfte sich, ebenso wie Afrika, über acht Prozent mehr Ankünfte freuen. Asien und die Pazifikregion legten um fünf Prozent zu und Amerika um drei Prozent. Das Wachstum war auf den konstanten Aufschwung der traditionell starken Quellmärkte zurückzuführen. Auch Regionen, die in den vergangenen Jahren Einbrüche erfahren hatten, erholten sich wieder – etwa Russland und Brasilien.

SÜDEUROPA GEWINNT

Europa zählte 671 Millionen Ankünfte im Jahr 2017, eine Zunahme von acht Prozent gegenüber 2016. Das gute Ergebnis basierte zu großem Teil auf dem starken Ankunfts-Plus in den Mittelmeerländern (+13 Prozent). Westeuropa (+7 Prozent) sowie Nord-, Zentral- und Osteuropa (+5 Prozent) wuchsen stabil.

Auch der „World Travel Monitor“ von IPK International weist für die Monate Jänner bis August 2017 ein Wachstum von sechs Prozent bei internationalen Auslandsreisen aus. Die meisten grenzüberschreitenden Trips wurden 2017 von Nordamerikanern (+7,5 Prozent) und Europäern (+5,5 Prozent) unternommen. Auch in vielen europäischen Destinationen ist die Zahl der internationalen Besucher gestiegen. Zu den Topdestinationen mit Wachstumsraten über dem europäischen Durchschnitt zählten unter anderem Island, die Niederlande, Bulgarien, Spanien, Portugal und Kroatien.

ZUWACHS AUS NORDAMERIKA

Europa profitierte laut „World Travel Monitor“ insbesondere von den starken Zuwächsen an nordamerikanischen Reisenden. Reisen nach Europa boomten regelrecht, mit einem Zuwachs von 15 Prozent in den ersten acht Monaten des Jahres 2017. Generell zeigten die Nordamerikaner im Vorjahr eine ausgeprägte Reisebereitschaft: Im Zeitraum zwischen Jänner und August wuchs die Zahl der Auslandsreisen um 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei feierten Städtereisen ein Comeback. Sie konnten um 15 Prozent zulegen, nachdem sie im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen waren. Auch Rundreisen waren bei den Amerikanern gefragt. Während der Marktanteil von Rundreisen in anderen Regionen der Welt wie Asien und Europa sank, legte diese Urlaubsart bei Nordamerikanern um zehn Prozent zu. Gleichzeitig standen Strand- und Badeurlaube mit plus neun Prozent hoch im Kurs. Der Aufwärtstrend bei Auslandsreisen resultierte aus unterschiedlichen Faktoren wie den guten wirtschaftlichen Bedingungen und dem starken US-Dollar.

ASIATEN KEHREN ZURÜCK

Ungebremst war die Reiselust der Asiaten: Auch wenn sich die Wachstumsrate im Vergleich zu 2016 verlangsamt hat, reisten Asiaten 2017 so viel ins Ausland wie nie zuvor. Die Zahl der Urlaubsreisen legte in den ersten acht Monaten um fünf Prozent zu und umfasste damit 82 Prozent aller Auslandsreisen der Asiaten. Die Zahl der Strand- und Badeurlaube stieg um deutliche 15 Prozent und machte damit 23 Prozent aller Urlaubsreisen aus, so die Zahlen des „World Travel Monitor“. Auch die Entwicklung bei Städtereisen blieb weiterhin positiv, mit einem sehr guten Zuwachs von neun Prozent – allerdings verzeichneten die Rundreisen leichte Einbußen. Als Reiseziel stand Europa bei den Asiaten hoch im Kurs: Die Zahl der Europa-Reisen legte in den ersten acht Monaten des Jahres 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent zu. Am meisten reisten die Asiaten jedoch immer noch innerhalb des eigenen Kontinents. Dass sie bei Fernreisen 2017 Europa gegenüber Amerika bevorzugten, ist ein klares Zeichen dafür, dass das Vertrauen in europäische Destinationen zurückgewonnen wurde.

GUTE AUSSICHTEN

Auch der Ausblick für 2018 stimmt optimistisch. Laut den Vorhersagen der Studienautoren sollen heuer Asien und Lateinamerika bei Auslandsreisen die Nase vorne haben. Für beide Herkunftsregionen prognostizieren sie ein Wachstum von sechs Prozent, für Europa und Nordamerika ein Plus von vier Prozent. Bei den Ankünften erwarten die Experten der UNWTO ein Wachstum von vier bis fünf Prozent. Für Europa und Amerika liegt die Schätzung bei 3,5 bis 4,5 Prozent, für Asien und die Pazifikregion bei fünf bis sechs Prozent. Weiterhin soll es die aufstrebende Mittelklasse in den Schwellenländern sein, die das Reisen für sich entdeckt und die internationale Reisebranche ankurbelt.

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