Deutschlands digitale Wirtschaft im internationalen Vergleich auf Platz 6

09. Nov 2015 • News • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie • Branchenstudien • Marktdaten • Marktforschung • Wirtschaftsstatistik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Online & IKT & Elektronik • Branchenübergreifend

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, hat heute im Vorfeld des Nationalen IT-Gipfels gemeinsam mit TNS Infratest und ZEW Mannheim den "Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2015" vorgestellt. Danach kommt Deutschland im internationalen 10-Ländervergleich führender digitaler Wirtschaften mit 53 von 100 möglichen Indexpunkten auf den sechsten Platz und büßt damit im Standortindex DIGITAL einen Platz gegenüber dem Vorjahr ein.


Die digitale Wirtschaft - also die IKT-Branche und die Internetwirtschaft - sind Wegbereiter der digitalen Transformation. Laut Bericht liegt die deutsche IKT-Branche mit einem Anteil von 4,6 Prozent an der gewerblichen Wertschöpfung vor der deutschen Traditionsbranche Maschinenbau (4,4 Prozent) und knapp hinter dem Fahrzeugbau (5,3 Prozent). Die Bruttowertschöpfung der IKT-Branche beträgt 93 Milliarden Euro in 2014 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr erneut steigern können.

Staatssekretär Machnig: "Der Monitoring-Report bietet eine gute Datengrundlage, um daraus Handlungsfelder für Politik und Wirtschaft identifizieren. Die Zahlen zeigen, dass bei der Digitalisierung unserer Wirtschaft Luft nach oben ist. Der Trend zeigt zwar nach oben, aber der Rest der Welt schläft nicht. Gemeinsam mit der Wirtschaft müssen wir daher noch stärkere Anstrengungen unternehmen, um in Zukunft eine Spitzenposition bei der Digitalisierung zu erreichen. Dafür brauchen wir erstens passgenaue Lösungen für die jeweiligen Akteure. Denn ein kleiner Handwerksbetrieb hat andere Startbedingungen und Herausforderungen als ein großes Industrieunternehmen, das sich über Standards für das Internet der Dinge verständigt. Daher haben wir branchenspezifische Instrumente wie beispielswiese den FörderschwerpunktMittelstand Digital und die Plattform Industrie 4.0 entwickelt. Zweitens müssen wir bei den großen branchenübergreifenden Themen schnell Fortschritte machen: Wir brauchen einen europaweit einheitlichen Binnenmarkt mit klaren Regeln für IT-Sicherheit, Datenschutz und Urheberrecht. Wir müssen besser werden bei der Gewinnung von IT-Fachkräften und wir brauchen eine moderne Breitbandinfrastruktur mit Gigabitnetz."

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