Die Deutschen im Netz: Langsam aber sicher?

03. Dez 2018 • News • CIVEY • Marktforschung • Online & IKT & Elektronik • Arbeitswelt

Egal, ob mobil oder stationär, das Internet ist inzwischen das wichtigste technische Kommunikationsmittel der Deutschen. 78,9 Prozent erklärten gegenüber Civey, dass sie in den letzten drei Monaten „mehrmals täglich” das Internet genutzt haben. Noch einmal 17,1 Prozent gehen „einmal täglich oder fast täglich” online.


Kein Wunder: In Deutschland gibt es inzwischen mehr Smartphones als Bürger. Auch die Gesamtsumme der hierzulande verwendeten IP-Adressen am Arbeitsplatz und zuhause übersteigt die Bevölkerungszahl. Das bestätigen auch andere Studien.

Sorge um Privatsphäre

Obwohl das Internet also das tägliche Kommunikationsmedium der Deutschen ist, haben knapp drei von vier Befragten (72,5%) Sorge, dass Internetkonzerne zu viele ihrer persönlichen Daten sammeln. Dennoch ist die Mehrheit (28,8%) der Meinung, dass beim Datenschutz genau das richtige Maß angesetzt wird. Zugleich vertrauen sie aber ihre privaten Unterhaltungen Messenger-Diensten wie zum Beispiel WhatsApp „täglich” an (56,8%), der inzwischen ein Teil von Facebook ist. Aber 51,6 Prozent würden einen solchen Dienst nicht mehr nutzen, wenn sie dort mit Werbung konfrontiert würden.

Einen Wechsel ihres Internet-Anbieters streben die meisten trotz aller Ressentiments nicht an. 34,1 Prozent sind „zufrieden” mit ihrem Anbieter, weitere 19,3 Prozent glauben nicht, dass ein „besseres Angebot” verfügbar wäre. Und für 13,8 Prozent der Befragten ist ganz schlicht der „Aufwand zu groß”.

Keine Gigabit-Gesellschaft

Dabei weiß jeder Dritte (34,0%) nicht einmal genau, mit welcher Datengeschwindigkeit er oder sie im Internet surft. Aber von einer Gigabit-Gesellschaft sind die Deutschen ohnehin weit entfernt: nur 4,0 Prozent verfügen nach eigenem Bekunden über eine Downloadgeschwindigkeit von mehr als 400 Mbit/s. Fast die Hälfte (48,3%) surft mit weniger als 100 Mbit/s. Jeder Zehnte (10,6%) kommt sogar nur mit weniger als 16 Mbit/s aus.

Kein Wunder also, dass datenintensive Anwendungen immer noch die Ausnahme im Internet bilden. Die klassische Ultrakurzwelle ist nach wie vor das bevorzugte Übertragungsmedium fürs Radio. Lediglich 11,4 Prozent nutzen das WLAN zum Empfang von digitalen Radiosendern. Und Streamingdienste für Videos sind auch eher die Ausnahme. 48,1 Prozent sehen „nie” Filme oder Serien über Streamingdienste; jeder Vierte (25,2%) aber immerhin mehrmals pro Woche.

Vertrauen in Partnersuche

Bei aller Sorge darüber, dass persönliche Daten zweckentfremdet werden, ist das Vertrauen in manche Internet-Services aber doch recht groß: Ein Viertel der Befragten (25,4%) ist der Meinung, dass man über das Internet leichter einen Partner findet als in der realen Welt. Und ein weiteres Drittel (33,6%) ist immerhin unentschieden. Aber noch sind es 41,0 Prozent, die meinen, dass das Internet als Beziehungsanbahnung weniger geeignet ist als das echte Leben.

Mehr Informationen über die Meinung der Deutschen zu Themen der Digitalisierung finden Sie in unserem Civey PRO Digitalisierungsreport „Digitalisiert euch!“.

Zum Download der Studie auf der Website von CIVEY

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