Die WienerInnen wünschen sich im realen Leben so viele Komplimente wie online Likes

13. Feb 2018 • News • meinungsraum.at • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Arbeitswelt

In einer Umfrage von meinungsraum.at im Auftrag von Radio Wien wurden Wienerinnen und Wiener zu ihrem Umgang mit Komplimenten befragt. Die Befragten stehen Komplimenten sehr positiv gegenüber, 95% stimmen zu, dass Komplimente einfach gut tun. Allerdings sind auch 78% der Meinung, dass es schön wäre, wenn im realen Leben so viele Komplimente verteilt würden, wie online Likes.


Die Studie beantwortet die Fragen

  • Wem haben Sie in den letzten zwei Wochen ein Kompliment gemacht?
  • Wenn Sie an ein Kompliment zurückdenken, das Sie ganz besonders gefreut hat: worauf hat es sich bezogen?
  • Wie sehr stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?
  • Welche Gründe halten Sie am ehesten davon ab, jemandem ein Kompliment zu machen?
  • Wie reagieren Sie üblicherweise auf Komplimente?
  • Wenn Sie an Ihr persönliches Umfeld denken: wie großzügig werden Komplimente in Ihrer Familie und in Ihrem Freundeskreis gemacht? Und wie hoch ist die Komplimente-Dichte in Ihrem Arbeitsumfeld?

Die Antworten in Kürze

  • Am meisten Komplimente machen die WienerInnen ihrem Partner/ihrer Partnerin (78% der Befragten mit Partner im Haushalt) und ihren Kindern (70% der Personen mit Kindern im Haushalt). 42% haben in den letzten 2 Wochen einem Freund ein Kompliment gemacht und 40% der berufstätigen einem Kollegen. Komplimente an Vorgesetzte und untergeordnete Mitarbeiter sind deutlich weniger verbreitet. Nur 12% der berufstätigen WienerInnen haben in letzter Zeit ihrem Chef ein Kompliment gemacht, einem untergeordnetem Mitarbeiter sogar nur 7%.

Komplimente in den letzten zwei Wochen: Wem haben Sie in den letzten zwei Wochen ein Kompliment gemacht? (Mehrfachnennung, Angaben in %, n=300)

Am meisten Komplimente machen die WienerInnen und Wiener ihrem Partner/ihrer Partnerin (78% der Befragten mit Partner im Haushalt) und ihren Kindern (70% der Personen mit Kindern im Haushalt). 42% haben in den letzten 2 Wochen einem Freund ein Kompliment gemacht und 40% der berufstätigen einem Kollegen. Komplimente an Vorgesetzte und untergeordnete Mitarbeiter sind deutlich weniger verbreitet. Nur 12% der berufstätigen WienerInnen haben in letzter Zeit ihrem Chef ein Kompliment gemacht, einem untergeordnetem Mitarbeiter sogar nur 7%.

  • Besonders groß ist die Freude über Komplimente für die eigenen Leistungen (54%), den Charakter (37%) und das Aussehen (32%). Interessanterweise sind Frauen Komplimente zu ihrer eigenen Leistung signifikant wichtiger als Männern. Personen mit Matura und höherer Bildung freuen sich ebenso wie junge Befragte zwischen 14 und 19 Jahren mehr über Komplimente in Bezug auf Charakter und Leistung.
  • Allgemein stehen die Befragten Komplimenten sehr positiv gegenüber, 95% stimmen zu, dass Komplimente einfach gut tun. Allerdings sind auch 78% der Meinung, dass es schön wäre, wenn im realen Leben so viele Komplimente verteilt würden, wie online Likes. Lediglich 2 von 10 geben zu, dass es ihnen schwer fällt Komplimente zu machen und nur 17% haben Angst mit Komplimenten eine Grenze zu überschreiten.
  • Für 29% gibt es keine Gründe, die sie abhalten würden ein Kompliment zu machen. Für die Komplimenten-Geizer ist der Hauptgrund (40%) denjenigen nicht gut genug zu kennen, dies gilt vorwiegend für junge Menschen und Personen mit höherem Bildungsabschluss. Weitere Gründe, die 24% der Befragten von Komplimenten abhalten würden, sind die Angst einer ungeschickten Formulierung und eine erotische Absicht, die vermutet werden könnte.
  • Die meisten WienerInnen, nämlich 62% reagieren auf Komplimente mit bescheidenem Dank, 17% relativieren das Kompliment oder wehren es ab, 12% erwidern mit einem Kompliment.
  • Vergleicht man die Komplimentendichte im beruflichen und privaten Umfeld, so werden wenig überraschend im privaten Umfeld mehr Komplimente ausgeteilt. Nur 4 von 10 Berufstätigen geben an im beruflichen Umfeld eine zumindest mittelmäßige Komplimentendichte zu haben, im privaten Umfeld sind es zumindest 60%.

Studiensteckbrief

  • Auftraggeber: Radio Wien
  • Thematik: Komplimente
  • Zielgruppe: Wien und Speckgürtel im Alter von 14-65 Jahren, repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Schulbildung und Bundesland
  • Stichprobenmethode: Panel-Umfrage anhand des meinungsraum.at online-Panel (dzt. rund 30.000 PanelistInnen in ganz Österreich)
  • Nettostichprobe: 300 Interviews
  • Interviewdauer: ca. 3 Minuten
  • Feldzeit: 01.02.2018 – 05.02.2018

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