Drei Viertel der Wienerinnen befürworten Investitionen in den Bau von Gemeindewohnungen

19. Jun 2018 • News • meinungsraum.at • Marktforschung • Bau & Wohnen

Drei Viertel der Befragten finden es gut, dass die Gemeinde Wien wieder in den Bau von Gemeindewohnungen investiert. Eine aktuelle Studie von meinungsraum.at im Auftrag von Radio Wien analysiert die Einstellungen der Wiener zur Wohnsituation, Entwicklungen am Wohnungsmarkt und zur Wohnraum-Politik.


2025 soll Wien 2 Millionen Einwohner haben. Das Wohnen und der dafür zu schaffende Wohnraum sind damit die wohl drängendsten Herausforderungen, die Wien in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu meistern hat. Wie sehen das die WienerInnen?

Die Ergebnisse der Studie im Überblick

  • Drei Viertel der Befragten finden es gut, dass die Gemeinde Wien wieder in den Bau von Gemeindewohnungen investiert. 73% sind der Meinung, dass die Schaffung von Wohnraum aktuell ein dringendes Thema in der Stadt ist – besonders Bewohner von Gemeindewohnungen sehen die Dringlichkeit und finden die aktuelle Investitionbereitschaft gut.
  • Für zwei Drittel hat Wien eine hohe Wohnqualität – Bewohner von Gemeindewohnungen und des Speckgürtels bewerten in diesem Punkt schlechter. Jeder Zweite ist der Meinung, dass der Speckgürtel mehr genutzt werden sollte, um Wohnraum anzubieten – Speckgürtel-Bewohner sehen gegenteilig.
  • 8 von 10 Befragte sind nicht der Meinung, dass sich die Politik ausreichend um das Thema Wohnen kümmert.
  • 7 von 10 meinen, dass eine Verdichtung in Form von höheren Bauten, um mehr Wohnfläche unterzubringen, notwendig ist, diese sollte jedoch im Stadtkern keine historisch wichtigen Bauten verstellen und man sollte auch nicht um jeden Preis eine möglichst hohe Dichte und damit Effizienz erzielen.
  • Bei den Wohnungspreisen erscheinen Miet- und Eigentumswohnungen für zumindest 8 von 10 teuer oder deutlich zu teuer. Bei Gemeindewohnungen ist die Sicht ambivalent: für 44% sind diese auch teuer oder zu teuer jedoch bewertet sie 37% auch als preislich angemessen. Bei Genossenschaftswohnungen sind 26% der Meinung, dass die Preise dafür angemessen sind.
  • Das höchste Entwicklungspotenzial zur Wohnraumschaffung sehen drei Viertel der WienerInnen in den Randbezirken, an zweiter Stelle der Potenzialräume steht das Umland von Wien und erst an dritter die großen Flächenbezirke.
  • Mehr als die Hälfte sind der Meinung, dass die Wohnflächen, die in Wien den Menschen zur Verfügung stehen in Zukunft kleiner werden, 13% sehen größere Wohnflächen und ein Drittel glaubt, dass diese gleich bleiben.
  • 7 von 10 sind der Meinung, dass man sich in Zukunft Eigentum in der Stadt nicht mehr leisten kann. 6 von 10 denken, dass sich die Umlandgemeinden zu Vorstädten entwickeln werden. 55% sehen, dass das Hotel Mama wieder an Aktualität gewinnt.

Studienauszug: Einschätzung der Preise für Wohnen nach aktueller Wohnsituation

Bei den Wohnungspreisen erscheinen Miet- und Eigentumswohnungen für zumindest 8 von 10 teuer oder deutlich zu teuer. Bei Gemeindewohnungen ist die Sicht ambivalent: für 44% sind diese auch teuer oder zu teuer jedoch bewertet sie 37% auch als preislich angemessen. Bei Genossenschaftswohnungen sind 26% der Meinung, dass die Preise dafür angemessen sind.

Studiensteckbrief

Auftraggeber: Radio Wien
Thematik: Wohnen in Wien
Zielgruppe: Wien und Speckgürtel im Alter von 14-65 Jahren, repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Schulbildung und Bundesland
Stichprobenmethode: Panel-Umfrage anhand des meinungsraum.at online-Panel (dzt. rund 30.000 PanelistInnen in ganz
Österreich)
Nettostichprobe: 300 Interviews
Interviewdauer: ca. 3 Minuten
Feldzeit: 08.06.2018 – 11.06.2018

Context Marketing