Ein knappes Drittel der Deutschen in Pflegeberufen rauchen

31. Mär 2019 • News • psyma • Marktforschung • Gesundheit • Arbeitswelt

Mehr als die Hälfte der rauchenden Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege sehen einen Zusammenhang zwischen ihrem Beruf und ihrem Rauchverhalten. Die PSYMA Studie „Status Quo des Rauchverhaltens in der Pflege und Awareness zu Tobacco Harm Reduction“ zeigt das Rauchverhalten der Pflegekräfte aus der Kranken- und Altenpflege.


Mehr als die Hälfte der rauchenden Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege sehen einen Zusammenhang zwischen ihrem Beruf und ihrem Rauchverhalten. Hauptgründe für das Rauchen sind die Bewältigung von Stress und der kollektive Austausch beim Rauchen mit Kollegen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine PSYMA-Studie unter rauchenden Kranken- und Altenpflegern im Auftrag von Philip Morris Deutschland. Ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten hatten noch nie probiert, mit dem Rauchen aufzuhören. Insgesamt bestehen große Wissenslücken über die Gründe der Gesundheitsrisiken des Rauchens. Gegenüber risikoreduzierten Alternativen wie Tabakerhitzern und E-Zigaretten gibt es indes eine Offenheit unter den Beschäftigten: Zu diesen Produkten werden mehr sachliche Informationen gewünscht, vorzugsweise in Fachzeitschriften und Zeitungen.

Das Thema Rauchen führt darüber hinaus auch zu Problemen zwischen den Kollegen oder mit Patienten und Heimbewohnern. In einer weiteren Online-Befragung und rauchenden und nicht-rauchenden Pflegekräften berichtete mehr als Hälfte der Befragten von Problemen durch den „kalten Rauchgeruch“, der an Haut, Haaren und Textilien haftet.

Etwa 31 % der Beschäftigten in den Pflegeberufen rauchen.1 Damit ist die Raucherquote in dieser Gruppe höher als im Durchschnitt der Bevölkerung.2 Unter Pflegeschülern ist der Anteil der Raucher mit mehr als 50 % sogar noch weitaus höher – ausgerechnet in einem Gesundheitsberuf mit Vorbildfunktion.

53 % der rauchenden Pflegerinnen und Pfleger sehen einen Zusammenhang zwischen ihrem Beruf und ihrem Rauchverhalten. „Für viele Pflegerinnen und Pfleger (35 %) ist das Rauchen ein kollektives ‚Event‘ im Arbeitsalltag. Man hält damit den Kontakt zu den Kollegen und schafft Momente des Austauschs, die es ohne das Rauchen nicht gäbe“, sagt Stephanie Hollaus, wissenschaftliche Leiterin der Untersuchung von PSYMA Health & CARE. „Für gut ein Viertel der Befragten dient das Rauchen aber auch als Ausgleich zu Stress und Belastungssituationen (28 %).“

Persönliches Rauchverhalten von Pflegekräften 

Über die Hälfte der Befragten sieht hier einen Zusammenhang zwischen ihrem Beruf und dem Rauchverhalten. Im Durchschnitt werden an arbeitsfreien Tagen zwei Zigaretten mehr geraucht als an Arbeitstagen. Die Anzahl der Zigaretten liegt bei Leitungskräften in ihrer Freizeit signifikant höher als bei ihren nichtleitenden Kollegen.

Inhalte der Studie

  • Wie zufrieden sind Pflegekräfte mit ihren aktuellen Arbeitsbedingungen?
  • Beruflicher Stress fördert das Rauchen
  • Persönliches Rauchverhalten von Pflegekräften
  • Situatives Rauchen im Arbeitsalltag einer Pflegekraft
  • Raucherprobleme im Arbeitsalltag
  • Rauchstoppversuche: Methoden und Bekanntheit
  • Wissensstand über Schädlichkeit der Substanzen
  • Kennen Sie den Begriff Harm Reduction?
  • Verständlichkeit des Begriffes Tobacco Harm Reduction (THR)
  • Können sich Pflegekräfte einen Umstieg auf schadstoffreduzierte Produkte vorstellen?
  • Bedenken zu schadstoffreduzierten Produkten
  • Informationsbedarf zu Harm Reduction
  • Präferierte Informationskanälezum Thema Harm Reduction
  • Harm Reduction als Bestandteil von Raucherentwöhnprogrammen
  • Probleme mit kaltem Rauchgeruch

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