Einstellungen zu Robotern und künstlicher Intelligenz in Österreich 2018

04. Dez 2018 • News • Mindshare • Marktforschung • Online & IKT & Elektronik • Arbeitswelt

Die gute Nachricht zuerst: Roboter wie Staubsauger (75 Prozent) und Rasenmäher (74 Prozent) werden von den befragten Österreichern als positiv bewertet, da diese Techniken den Menschen im Alltag unterstützen. So nutzen 7 Prozent bereits einen Rasenmäher-Roboter, 74 Prozent vertrauen darauf und 75 Prozent können sich vorstellen diesen in Zukunft zu verwenden. Ähnlich sieht es bei Pool- oder Staubsaugerrobotern aus.


Wie das Miteinander mit Robotern und künstlicher Intelligenz (KI) darüber hinaus funktionieren kann, wollte die Mediaagentur Mindshare zusammen mit Update wissen. 250 Österreicher im Alter von 15 bis 59 Jahren wurden online befragt, welche Chancen, aber auch Bedenken sie gegenüber den neuen Entwicklungen sehen, und warum ihnen das Vertrauen in KI fehlt.

  

So sagen 24 Prozent, ihr fehlendes Vertrauen machen sie daran fest, dass die Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt. Die Systeme sind zu störanfällig und die Technik noch nicht ausgereift. 
Sie wünschten sich mehr „echte“ Testberichte und Status Quo-Nachrichten. 

21 Prozent vermissen eine staatliche Kontrolle für den Datenschutz und fürchten gehackt, abgehört oder überwacht zu werden. Auch die langsam verlorengehende Privatsphäre ist ein Thema. Weitere 5 Prozent sehen eine Kontrolle durch den Menschen als wichtig für vertrauensbildende Maßnahmen an sowie die Offenlegung des Algorithmus.

Ebenso ist die fehlende Empathie für 18 Prozent der Befragten wenig Grund für wachsendes Vertrauen - Programme und Maschinen können weder denken noch fühlen. Selbstfahrende Autos oder Babysitter-Roboter werden als Beispiele genannt. 

Wie kann ein Vertrauensaufbau gelingen? Den Ansatz, dem Unbekannten gegenüber eine Vertrauensbasis zu schaffen und bereits im Kindesalter den spielerischen Umgang zu ermöglichen,  verfolgen 11 Prozent der Befragten. Sie stellen ihren Kindern Spielzeug oder kleinere digitale Programme zur Verfügung, um ihnen die Denkweise des „Programmierens“ zu vermitteln. 

Sabine Auer-Germann, COO und Business Planning Director Mindshare sagt:„KI wird zahlreiche Geschäftsmodelle verändern und neue ermöglichen. In welchem Umfang lässt sich aktuell schwer voraussagen, da zur Zeit Insellösungen vorherrschen. Vertrauensbildende Maßnahmen sind gefragt.“

Auswirkungen auf die Berufswelt 

Als zukunftssichere Berufe sehen die Befragten Programmierer wie KI-IT Spezialisten, Techniker und Softwareentwickler (16 Prozent) und speziell geschulte Personen für das „Zusammenleben“ mit den Robotern wie Koordinator, Techniker, Trainer oder Tester (13 Prozent). Einig sind sie sich auch, was die Bereiche Steuerungszentrale, Datenschutz und Überwachung (7 Prozent) beziehungsweise Qualitätssicherung, Instandhaltung oder Wartung der KI-Systeme (3 Prozent) betrifft. 

34 Prozent befürchten, dass durch KI Arbeitsplätze in der Industrie wegfallen. Bei den Fortbewegungsmitteln sind für 26 Prozent Fahrer von öffentlichen Verkehrsmitteln, Busfahrer und Taxifahrer betroffen. 19 Prozent nennen den Handel und 16 Prozent die Logistik-Branche. Nur 8 Prozent sind optimistischer und geben an, dass die bekannten Berufe bleiben, jedoch werden sich diese stark verändern und für neue Einsatzgebiete adaptiert werden - Roboter sind gut geeignet für Routinearbeiten und der Mensch für alle Arbeiten, bei denen Feingefühl verlangt wird. 

Informationen zur Studie und weitere Studien rund ums Thema künstliche Intelligenz

gunther.oswalder@marktmeinungmensch.at