Energieverbrauch 2015 um 3% gestiegen

17. Mai 2016 • News • Statistik Austria • Statistik • Wirtschaftsstatistik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Umwelt & Ökologie • Energie & Bergbau

Der energetische Endverbrauch stieg im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um etwa 3% auf 1.090 Petajoule (PJ), wie aus der vorläufigen Energiebilanz von Statistik Austria hervorgeht. Hauptursache waren die tieferen Außentemperaturen in der Heizperiode, wodurch die Heizgradsumme um rund 12% höher war als 2014.


Bis auf die brennbaren Abfälle, deren energetischer Endverbrauch um -4% auf 10 PJ sank, und den Kohlen und Kohlegasen (±0% bzw. 18 PJ) stieg der energetische Endverbrauch bei allen Energieträgergruppen (Erdgas: +2% auf 180 PJ, Erdölprodukte: +3% auf 413 PJ, Erneuerbare Energieträger: +3% auf 172 PJ).

Stromproduktion aus Windkraft und Fotovoltaik stieg weiter an

Die gesamte Produktion von elektrischer Energie war mit 222 PJ ungefähr gleich hoch wie im Vorjahr. Die Erzeugung aus Wasserkraft ging um -10% auf 133 PJ zurück, während die Produktion durch Windkraft und Fotovoltaik hingegen um 25% auf 21 PJ anstieg.

Nach den Berechnungsvorschriften gemäß EU-Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen ergab sich gegenüber 2014 ein Anstieg der anrechenbaren Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen (Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Fotovoltaik und Geothermie) um rund 2%. 2015 wurden annähernd 70% des Gesamtstromverbrauchs in Österreich aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt.

Der energetische Endverbrauch von Fernwärme stieg, der Entwicklung der Heizgradsumme folgend, gegenüber dem Vorjahr um 6% auf etwa 77 PJ. Die Produktion von Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern (Biomasse, Umgebungs- und Solarwärme, Geothermie) stieg um etwa 9%. 2015 wurden annähernd 47% der genutzten Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt.

Der Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch (gemäß EU-Richtlinie 2009/28/EG) lag 2015 nach vorläufigen Berechnungen bei 33% und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Endgültige Daten werden am 30. November 2016 vorliegen. DieAuslandsabhängigkeit Österreichs, berechnet als Außenhandelssaldo bezogen auf den Bruttoinlandsverbrauch, verringerte sich im Verglich zum Vorjahr um rund 5 Prozentpunkte auf 61%. Diese Reduktion ist im Wesentlichen auf den Lagerabbau bei Steinkohle sowie Naturgas zurückzuführen.

Tabelle: Vorläufige Energiebilanz 2015 in Terajoule – Eckdaten

Bilanzaggregate / Energieträger 2015 Brennbare Abfälle Fernwärme Elektr. Energie Kohle Öl  Gas Erneuerbare Gesamt
Inländische Erzeugung 29.497 0 0 4 37.174 43.437 400.665 510.777
Importe  0 0 105.725 116.675 589.572 394.846 39.959 1.246.777
Lagerveränderung  0 0 0 19.397 -6.928 35.621 -2.451 45.639
Exporte  0 0 69.519 307 108.044 185.974 23.064 386.908
Bruttoinlandsverbrauch 29.497 0 36.206 135.769 511.774 287.931 415.109 1.416.286
Umwandlungseinsatz 17.452 0 0 132.341 402.634 77.387 254.355 884.168
Umwandlungsausstoß 0 84.508 222.336 81.866 388.312 0 11.602 788.625
Verbrauch des Sektors Energie 1.865 7.320 39.197 66.315 15.515 16.831 0 147.044
Nicht-energetischer Verbrauch 0 0 0 605 68.885 13.981 0 83.472
Energetischer Endverbrauch 10.179 77.188 219.345 18.374 413.053 179.732 172.356 1.090.227

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