Erneuerbarer Energie - Marktentwicklung feste Biomasse-Brennstoffe in Österreich bis 2016

24. Mai 2018 • News • Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) • Branchenstudien • Marktdaten • Wirtschaftsstatistik • Umwelt & Ökologie • Energie & Bergbau

Die energetische Nutzung fester Biomasse, welche in Österreich auf eine lange Tradition zurückblicken kann, stellt eine der tragenden Säulen der nationalen erneuerbaren Energienutzung dar. Die vorliegende Marktstudie “Innovative Energietechnologien in Österreich - Marktentwicklung 2016“ zeigt die Entwicklung für feste Biomasse-Brennstoffe.


Feste Biomasse - Brennstoffe

Die energetische Nutzung fester Biomasse, welche in Österreich auf eine lange Tradition zurückblicken kann, stellt eine der tragenden Säulen der nationalen erneuerbaren Energienutzung dar. Der Bruttoinlandsverbrauch fester Biobrennstoffe ist von 142 PJ im Jahr 2007 auf rund 179 PJ im Jahr 2013 gestiegen. 2014 ist aufgrund der relativ hohen Durchschnittstemperaturen ein Rückgang zu beobachten. In den Jahren 2015 und 2016 steigt der Bruttoinlandsverbrauch fester Biobrennstoffe wieder an, in 2016 auf rund 179,7 PJ. Der Hackgutverbrauch stieg seit Beginn der 1980er Jahre kontinuierlich an und hat im Jahr 2013 83 PJ erreicht, 2014 sinkt er auf 68,3 PJ, um im Jahr 2016 wieder auf 81,6 PJ zu steigen. Der sehr gut dokumentierte Pelletsmarkt entwickelte sich bis zum Jahr 2006 mit einem jährlichen Wachstum von 30 % bis 40 % pro Jahr. Diese Entwicklung wurde im Jahr 2006 durch eine Pelletsverknappung und temporäre Verteuerung des Brennstoffes gebremst und erholte sich anschließend wieder. Im Vergleich zu 2015 stieg der nationale Pelletsverbrauch im Jahr 2016 um rund 6 % an. Zur Sicherung der Versorgung haben 28 österreichische Pelletsproduzenten eine Produktionskapazität von 1,45 Mio.t/a aufgebaut. Im Jahr 2016 wurden in Österreich rund 15,3 PJ (900.000 t) Pellets verbraucht.


Abbildung: Verbrauch fester Biobrennstoffe in Österreich von 2007 bis 2016. Quelle: BIOENERGY 2020+ 

Mittels biogener Brennstoffe konnten im Jahr 2016 rund 9,8 Mio. t CO2äqu eingespart werden. Die Biobrennstoffbranche konnte im Vorjahr einen Gesamtumsatz von 1,487 Mrd. € erwirtschaften, was in der Branche einen Beschäftigungseffekt von 17.486 Vollzeitarbeitsplätzen entspricht. Der Erfolg der Bioenergie hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit geeigneter Rohstoffe zu wettbewerbsfähigen Preisen ab. Dies setzt verstärkte Maßnahmen zur Mobilisierung zusätzlicher Energieholzpotentiale voraus, sowie eine effizientere und intensivere Nutzung von biogenen Reststoffen und Abfällen. Die nachhaltige Nutzung dieser Biomassepotenziale erfordert die Optimierung von Technologie und Logistik, die Einbindung kaskadischer Nutzungspfade und regionaler Konzepte sowie die Berücksichtigung ökologischer Grenzen. Die Etablierung nachhaltiger Versorgungsund Wertschöpfungsketten und die Zusammenarbeit aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette sind hierbei von zentraler Bedeutung.

Inhalte der Studie Marktentwicklung feste Biomasse – Brennstoffe

  • Marktentwicklung in Österreich 48 
  • Innovative Energietechnologien in Österreich – Marktentwicklung 2016
  • Entwicklung des Bruttoinlandsverbrauchs festerBiobrennstoffe
  • Produktion, Import und Export
  • Mittlere Preise für feste Biobrennstoffe
  • CO2-Einsparungen durch den Einsatz fester Biobrennstoffe
  • Branchenumsatz und Arbeitsplätze
  • Zukünftige Entwicklungen bei festen Biobrennstoffen
  • Roadmaps und tatsächliche Marktentwicklung

Die Studie deckt auch die Marktentwicklung für Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft ab

 

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