Europäern stehen 2020 rund 773 Euro weniger zur Verfügung

03. Nov 2020 • News • GfK Austria GmbH • Marktdaten • Marktforschung • Regionalanalyse & Geodaten • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Branchenübergreifend

Die Studie GfK Kaufkraft in Europa zeigt die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft und mit dem Corona Impact Index auch den Einfluss von COVID-19 auf die kaufkraft in europäischen Ländern.


Im Jahr 2020 haben Europäer eine durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft von 13.894 Euro. Dabei gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den 42 untersuchten Ländern: In Liechtenstein, der Schweiz und Luxemburg ist das verfügbare Nettoeinkommen am höchsten, während es im Kosovo, in Moldawien und der Ukraine am niedrigsten ist. So haben die Liechtensteiner mehr als das 37-Fache der Durchschnittskaufkraft der Ukrainer. Das zeigt die aktuelle Studie „GfK Kaufkraft Europa 2020“, die ab sofort verfügbar ist und mit dem Corona Impact Index auch den Einfluss von COVID-19 auf die europäischen Länder abbildet.

Für das Jahr 2020 haben die Europäer knapp 9,5 Billionen Euro zur Verfügung. Pro Kopf entspricht das einer durchschnittlichen Kaufkraft von 13.894 Euro. Damit verzeichnet die Pro-Kopf-Kaufkraft 2020 einen Rückgang von nominal knapp 5,3 Prozent im Vergleich zum revidierten Vorjahreswert, was vor allem auf die Ausbreitung von COVID-19 und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Wirtschaft zurückzuführen ist. Wie viel Verbraucher für Essen, Wohnen, Dienstleistungen, Energiekosten, private Altersvorsorge, Versicherungen, Urlaub, Mobilität oder auch Konsumwünsche zur Verfügung haben, unterscheidet sich von Land zu Land sehr, was ein Blick auf die Top 10 zeigt. 

Inhalte der Studie

Studiensteckbrief

Die Studie „GfK Kaufkraft Europa 2020“ liegt für 42 europäische Länder auf feinräumigen Ebenen wie Gemeinden und Postleitzahlen vor, ebenso wie passende Daten zu Einwohnern und Haushalten sowie digitale Landkarten.

Die Kaufkraft bezeichnet das verfügbare Einkommen ohne Steuern und Sozialabgaben inklusive Transferleistungen und wird pro Kopf und Jahr in Euro als Index ausgewiesen. Die GfK Kaufkraft bezieht sich auf die nominal verfügbaren Einkommen. Dies bedeutet, dass die Werte nicht inflationsbereinigt sind. Basis der Berechnung sind neben Daten der Einkommensteuerstatistik einschlägige Statistiken zur Berechnung von Transferleistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute. Sollten verschiedenen Szenarien von den Wirtschaftsforschungsinstituten ermittelt worden sein, wurde für die Berechnung der GfK Kaufkraft 2020 stets das mittlere Szenario gewählt, in dem meist eine sich bis ins nächste Jahr hinziehende Erholung der Wirtschaft gepaart mit der Verfügbarkeit von wirksamen medizinischen Lösungen gegen das Corona-Virus zu Mitte 2021 angenommen wird. 
Von der allgemeinen Kaufkraft bestreiten die Verbraucher alle Ausgaben für Essen, Wohnen, Dienstleistungen, aber auch Energiekosten, private Altersvorsorge und Versicherungen sowie andere Ausgaben, beispielsweise für Urlaub, ihre Mobilität und Konsumwünsche. 

In diesem Jahr weist GfK zusätzlich den Corona Impact aus, der die Verlustunterschiede des verfügbaren Nettoeinkommens durch die Corona-Krise in Europa auf nationaler und regionaler Ebene sichtbar macht. Basis der Berechnung sind die aktuellsten Informationen und Prognosen zum Haushaltsnettoeinkommen, zu den Konsumausgaben der privaten Haushalte und zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes. Diese Zahlen werden in Relation zu den vor COVID-19 aufgestellten Prognosen gesetzt. Die daraus resultierende Abweichung wird auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückgeführt. Wechselkursbedingte Veränderungen fließen in die Berechnung mit ein. 

Für die Regionalisierung der Informationen des Corona Impacts werden Daten zur Branchenstruktur in den Regionen verwendet sowie landesspezifische Werte zu Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit seit Beginn der Pandemie. Durch Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit können die Auswirkungen auf die Kaufkraft der Bevölkerung abgebildet werden.

Weitere Informationen zu den regionalen Marktdaten von GfK finden Sie hier.

Pressekontakt: Julia Richter, T +49 911 395 4440

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