Fenstermarkt wächst nun auch wieder über den Preis

06. Mär 2018 • News • Branchenradar • Branchenstudien • Marktdaten • Wirtschaftsstatistik • Branchenstudien • Bau & Wohnen • Handel & Dienstleistung • Produktion

Der österreichische Markt für Fenster und Hebeschiebetüren wuchs auch im Jahr 2017 robust. Steigende Preise bei allen Rahmenmaterialien trugen dazu entscheidend bei, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie zu Fenstern in Österreich von BRANCHENRADAR.com Marktanalyse.


Der Aufschwung am Fenstermarkt setzte sich im vergangenen Jahr mit beschleunigtem Tempo fort. Die Herstellererlöse stiegen um +4,7 Prozent geg. VJ auf nunmehr 812 Millionen Euro. Für den Anstieg nicht unwesentlich waren die in allen Produktgruppen steigenden Preise. Auf Gesamtmarktebene erhöhte sich der Durchschnittspreis um +2,8 Prozent geg. VJ. Bei Kunststoff-Fenster lag der Preisauftrieb bei +1,7 Prozent geg. VJ, Fenster mit Holz- oder Alu-Rahmen wurden im Mittel um +3,5 Prozent teurer.

Absatzseitig wuchs der Markt im vergangenen Jahr konstant um +1,8 Prozent geg. VJ gemessen an der Anzahl an Fensterflügeln, und von +2,4 Prozent geg. VJ bezogen auf die verarbeitete Fläche an Isolierverbundglas. Angeschoben wurde die Nachfrage jedoch ausschließlich vom Neubau, insbesondere dem Geschoßwohnbau. Das Sanierungsgeschäft kam in allen Gebäudetypen hingegen weiterhin nicht weg vom Fleck. Warum dem so ist, darüber gibt es mittlerweile eine Reihe von Deutungen. Die aus unserer Sicht plausibelsten sind:

  1. Vorzieheffekte: Die vergleichsweise hohen Sanierungsraten bis 2012 resultierten auch aus Vorziehinvestitionen, die nach wie vor abgeschichtet werden.
  2. Bedeutungsverlust: Bestandsinvestitionen in Haus & Heim haben generell bei vielen Konsumenten an Priorität verloren. Nachweislich fließt ein immer größer werdender Anteil des verfügbaren Einkommens in den Konsum oder in kurzlebige Konsumgüter. Größere Investitionen werden nur noch getätigt, wenn das Geld hierfür vorhanden ist, wobei sich nur noch wenige dieses „vom Mund absparen“. Gleichzeitig ist man bei Fremdfinanzierungen vorsichtiger geworden. Kurzum, größere Investitionen stehen mehr denn je in Konkurrenz zueinander. In den beiden letzten Jahren stiegen die privaten KFZ-Neuwagenzulassungen jährlich um rund zehn Prozent. Offenbar hat ein neuer PKW mehr Sexappeal als neue Fenster.
  3. Energiepreise: Durch die relativ niedrigen Energiepreise reduziert sich der Handlungsdruck eine möglicherweise angedachte energetische Gebäudesanierung durchzuführen. Einschlägige Projekte werden weiterhin aufgeschoben.
  4. Facharbeitermangel: Noch im Oktober 2017 standen zehn Bau-Berufsgruppen auf der Mangelberufsliste. Da die verfügbaren Personalressourcen in den ausführenden Unternehmen im Neubau gebunden sind, zusätzliche Kapazitäten aber kaum geschaffen werden können, werden Sanierungsaufträge vielerorts nicht angenommen oder aber die Angebote mit Überstundentarifen kalkuliert. Vor den dann hohen Kosten schreckten viele „Sanierungswillige“ zurück.
  5. Nachfrage wächst in allen Produktgruppen. Holzfenster entwickeln sich seitwärts
  6. Insgesamt erhöhte sich die Nachfrage bei nahezu alle Rahmenmaterialien. Im Vergleich zu 2016 wuchs der Absatz bei Kunststoff-Fenstern um +1,7 Prozent, bei Holz-/Alu-Fenstern um +2,1 Prozent und bei Aluminium-Fenstern um +3,5 Prozent. Für Holzfenster erhob BRANCHENRADAR.com Marktanalyse Verkäufe auf Vorjahresniveau.

Marktentwicklung Fenster & Hebeschiebetüren und Entwicklung der Nachfrage nach Bundesländer 2017 versus 2016

Der Aufschwung am Fenstermarkt setzte sich im vergangenen Jahr mit beschleunigtem Tempo fort. Die Herstellererlöse stiegen um +4,7 Prozent geg. VJ auf nunmehr 812 Millionen Euro. Für den Anstieg nicht unwesentlich waren die in allen Produktgruppen steigenden Preise. Auf Gesamtmarktebene erhöhte sich der Durchschnittspreis um +2,8 Prozent geg. VJ. Bei Kunststoff-Fenster lag der Preisauftrieb bei +1,7 Prozent geg. VJ, Fenster mit Holz- oder Alu-Rahmen wurden im Mittel um +3,5 Prozent teurer. Absatzseitig wuchs der Markt im vergangenen Jahr konstant um +1,8 Prozent geg. VJ gemessen an der Anzahl an Fensterflügeln, und von +2,4 Prozent geg. VJ bezogen auf die verarbeitete Fläche an Isolierverbundglas. Angeschoben wurde die Nachfrage jedoch ausschließlich vom Neubau, insbesondere dem Geschoßwohnbau. Das Sanierungsgeschäft kam in allen Gebäudetypen hingegen weiterhin nicht weg vom Fleck. Warum dem so ist, darüber gibt es mittlerweile eine Reihe von Deutungen. Die aus unserer Sicht plausibelsten sind:

Marktabgrenzung | Studiendetails

  • Marktabgrenzung: Laibungsfenster mit Dreh- bzw. Dreh-/Kippbeschlägen, Glas-Fixelemente sowie Hebeschiebetüren, keine Kellerfenster und Dachflächenfenster
  • Jahrgang: 26.
  • Erhebungszeitraum: Februar 2018
  • Umfang: 98 Seiten kommentierte Analyse plus Tabellenband
  • Lieferbar: sofort

Daten in der Marktstudie Fenster & Hebeschiebetüren

  • Absatz | Umsatz | Preis für alle Marktsegmente 2014-2017
  • Prognosen für alle Marktsegmente 2018e - 2019f
  • Analyse der Trends & Treiber
  • Anbietermarktanteile Fenster (Fensterflügel) total 2014-2017
  • Anbietermarktanteile Fenster (Fläche) total 2014-2017
  • Anbietermarktanteile Hebeschiebetüren total 2014-2017
  • Anbietermarktanteile Holzfenster 2014-2017
  • Anbietermarktanteile Kunststoff-Fenster 2014-2017
  • Anbietermarktanteile Holz/Alu-Fenster 2014-2017
  • Determinanten des Wettbewerbs
  • Metaprognose Bauwirtschaft
  • BONUS: 12 Monate Gratis-Zugang zu BRANCHENRADAR-Online 
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Einzeln ausgewiesene Marktsegmente

  • Rahmenmaterialien: Holz | Kunststoff | Holz/Alu | Alu
  • Bauart: Neubau | Sanierung
  • Gebäudetyp: EFH/ZFH | Mehrfamilienhäuser | Nicht-Wohnbau
  • Regionen: Bundesländer
  • Vertriebswege: Baustoffhandel/DIY | Fachhandel | Direktvertrieb

Preis

€ 3.450,- Einzelausgabe
€ 2.290,- Abo-Preis (Mindestlaufzeit: 3 Jahre)

Alle Preise verstehen sich exkl. USt.