Global Perspectives Barometer 2014 – Voices of the Leaders of Tomorrow

15. Mai 2014 • Pressemeldung • GfK Austria GmbH • Marktforschung • Pressemeldung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Arbeitswelt

Führungskräfte von morgen billigen den Entscheidern von heute zwar zu, dass sie hart arbeiten, aber halten diese auch für risikoscheu und zu sehr auf ihren Status bedacht. Das ergab das Global Perspectives Barometer 2014 des St. Gallen Symposiums in Zusammenarbeit mit dem GfK Verein. Eine Vielzahl der Befragten aus 107 Ländern wünscht sich mehr strategischen Weitblick und gesellschaftliche Verantwortung von den Entscheidern in Politik und Wirtschaft.

Politik und Wirtschaft: Entscheidungen und Werte stehen in der Kritik

In der vorliegenden Studie konnten die jungen Talente in einer offenen Frage der aktuellen Führungsriege einen Ratschlag mitgeben. Die hier formulierten Erwartungen und kritischen Anmerkungen der „Leaders of Tomorrow“ an die „Leaders of Today“ sind keine Pauschalabrechnung mit der älteren Generation, sondern liest sich wie ein Coaching-Gespräch für die Führungselite: Oft geht es um wahrgenommenes Führungsversagen der derzeitigen Führungskräfte. Es werden anhand von Beispielen und Metaphern falsche strategische Prioritäten, schlechte Personalentwicklung, handwerkliche Schnitzer und wenig nachhaltiges Handeln kritisiert, aber auch konkrete Handlungsempfehlungen gegeben.

Diese kritische Sicht der Leaders of Tomorrow spiegelt sich auch darin wider, dass 61 Prozent der Befragten angaben, Regierungen und Verwaltungen würden mit ihren Entscheidungen bei wichtigen Themen „oft“ versagen. Auch Unternehmer und Manager erscheinen in einem kaum besseren Licht: Beinahe die Hälfte hält deren Entscheidungen oft für falsch.

„Ohne den Anspruch auf Repräsentativität, erlaubt unsere Umfrage doch äußerst wertvolle Einblicke in die Ziele und Werte ambitionierter junger Talente, die die Zukunft des Planeten mitgestalten werden“, kommentiert Dr. Andreas Neus, der beim GfK Verein für Hochschulkooperationen zuständig ist, die Ergebnisse. „Es sollte den Entscheidern in Politik und Wirtschaft zu denken geben, wie kritisch ihre potenziellen Nachfolger ihre Führungsqualitäten bewerten.“

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