Höhenflug der Immobilien als attraktivste Anlageform der Österreicher stagniert

31. Jul 2019 • News • GfK Austria GmbH • Marktforschung • Methodik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Finanzdienste • Bau & Wohnen

Investitionen in Immobilien sind 2019 weiterhin die beliebtesten Spar- und Anlageformen in Österreich. Im 1. Halbjahr 2019 zeigt sich aber erstmals eine Stagnation dieser positiven Entwicklung.


Die beliebtesten Spar- und Anlageformen in Österreich 2014 bis Juni 2019

Geldveranlagung in Eigentumswohnungen oder Häuser galt in den letzten drei Jahren als die interessanteste Anlageform von Herr und Frau Österreicher. Mit über 40% Nennungen nahm diese Möglichkeit klar den ersten Platz im Rennen um die beliebteste Spar- und Anlageform ein.

Das GfK Stimmungsbarometer liefert Informationen über das Interesse der Österreicher an verschiedenen Spar-, Investitions- und Anlageformen - unabhängig von der tatsächlichen Nutzung. Die Finanzstudie analysiert die Attraktivität von Anlageformen wie beispielsweise Bausparen, Immobilien, Online-Sparkonto oder Gold im direkten Vergleich und im Zeitverlauf.

Zwischentief oder Trendwende?

Geldveranlagung in Eigentumswohnungen oder Häuser galt in den letzten drei Jahren als die interessanteste Anlageform von Herr und Frau Österreicher. Mit über 40% Nennungen nahm diese Möglichkeit klar den ersten Platz im Rennen um die beliebteste Spar- und Anlageform ein. Dicht gefolgt dahinter lagen Grundstücke. Die Investition von Geld in eben solche, galt mit rund 38% als ebenso attraktiv. Damit erzielten Immobilien noch nie da gewesene Topwerte. Im Vergleich dazu befanden sich die Zustimmungsraten für Immobilien noch vor 10 Jahren bei rund der Hälfte der Nennungen. Im 1. Halbjahr 2019 zeigt sich aber erstmals eine Stagnation dieser positiven Entwicklung. Immobilien führen zwar immer noch das Ranking der beliebtesten Spar- und Anlageformen an, doch mussten beide einen Rückgang der Nennungen auf 35% bei Eigentumswohnungen / Häusern bzw. auf 34% bei Grundstücken verzeichnen. „Ob dies der Beginn einer Trendwende ist, oder nur ein Zwischentief sei dahingestellt. Die stabile Entwicklung des europäischen Leitzinses, der immer einen starken Einfluss auf die Attraktivität der diversen Spar- und Anlageformen hat, lässt aber die Vermutung zu, dass dies nur ein Zwischentief ist und sich Immobilien auch weiterhin gut an der Spitze des Rankings halten werden“, so Mag. Ursula Swoboda, Commercial Director der GfK Austria.

  • Konstante Stabilität beim Bausparer und bei Sparbuch
  • Aufstieg des Sparstrumpfes beendet

Link zur Studie auf der Website von GfK Austria

Studiensteckbrief

Seit 2017 werden jährlich 2.000 Österreicher (ab 15 Jahren) hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen – unabhängig von der eigenen Nutzung – befragt. Das “GfK Stimmungsbarometer” wird quartalsweise ausgewertet und veröffentlicht. Nachdem die Befragungsmethodik Anfang 2017 auf reine Online-Interviews umgestellt wurde, wurden die dargestellten Trenddaten der Jahre 2014 bis 2016 auf Basis OnlineInterviews neu berechnet, sodass die Vergleichbarkeit der Zeitreihe weiter gewährleistet ist.