Immer mehr Sonne kommt ins Haus

01. Mai 2016 • News • Interconnection Consulting • Branchenstudien • Marktdaten • Wirtschaftsstatistik • Marktanalyse • Bau & Wohnen • Handel & Dienstleistung • Produktion

Der Markt für Tageslichtelemente und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWAs) in Europa kann auf ein erfreuliches 2014 zurückblicken. Fast alle untersuchten Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Benelux, Tschechien, Slowakei, Russland, Türkei) konnten ihre Absätze steigern.

Der Markt für Tageslichtelemente und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWAs) in Europa kann auf ein erfreuliches 2014 zurückblicken. Fast alle untersuchten Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Benelux, Tschechien, Slowakei, Russland, Türkei) konnten ihre Absätze steigern. So verzeichnete 2014 alleine die DACH-Region ein Umsatzplus von 5,0%. 2015 sollen die Wachstumsraten der Branche, diejenigen von 2014 nochmals überbieten, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt. Neben dem konjunkturellen Aufschwung sind es vor allem die strengeren gesetzlichen Vorschriften bezüglich der RWA-Systeme, die einigen Märkten für noch mehr Schwung in der Branche sorgen.

So verzeichnete 2014 alleine die DACH-Region ein Umsatzplus von 5,0%. 2015 sollen die Wachstumsraten der Branche, diejenigen von 2014 nochmals überbieten, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt. Neben dem konjunkturellen Aufschwung sind es vor allem die strengeren gesetzlichen Vorschriften bezüglich der RWA-Systeme, die einigen Märkten für noch mehr Schwung in der Branche sorgen.
 

Italien sieht Licht im Dunkel

Allein die DACH-Region hat 2014 458.800 Einheiten (+1,6%) an RWAs (Rauch- und Wärmeabzugsanlagen) abgesetzt. Zusätzlich wurden 1,46 Millionen m² (+2,6%) an Tageslichtelementen wie Oberlichten und Lichtbändern etc. allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft. Das zeigt eine Studie von Interconnection Consulting. Für 2015 prognostiziert Interconnection für den DACH-Raum eine Steigerung in den beiden Bereichen von 5,8% in Wert. Anders sieht die Situation in Italien aus. Die Wirtschaftskrise hat dort die Branche für Tageslichtelemente und RWAs auf die Hälfte zusammengeschrumpft. Zwischen 2010 und 2015 sank der Umsatz der Branche von 67,7 Millionen Euro auf 32,2 Millionen Euro. Jedoch sollte sich ab 2016 wieder Wachstum einstellen und das Gesamtvolumen des italienischen Marktes bis 2019 wieder auf über 40 Millionen Euro ansteigen. Der französische Markt ist demgegenüber noch sehr stabil und wird bis 2019 durchschnittlich um 2,1% pro Jahr wachsen, was ungefähr dem durchschnittlichen Wachstum anderer westeuropäischer Länder entspricht. Der größte Markt für Tageslichtsysteme und RWAs in Europa ist Deutschland mit einem Gesamtvolumen im Jahr 2014 von 442 Millionen Euro. Bis 2019 wird seitens Interconnection Consultings mit einem Anstieg auf 482 Millionen Euro gerechnet.

Osteuropa zündet Turbo

Die Prognosen für die osteuropäischen Märkte bis 2019 zeigen ein hohes Wachstum, welches in der Slowakei und Polen mit durchschnittlich 5,4% und 5,6% pro Jahr in Wert am geringsten ausfällt. Das Wachstum in Russland und der Türkei wird in den nächsten Jahren von den Experten von Interconnection Consulting am höchsten eingestuft, jedoch sind diese Märkte bei weitem noch nicht so stark entwickelt wie in Westeuropa. In der Türkei betrug das Marktvolumen der Branche im Jahr 2014 23,8 Millionen Euro. Bis 2019 soll dieser Wert auf 34,0 Millionen Euro ansteigen. Genauso wie im gesamten osteuropäischen Raum präferieren die türkischen Konsumenten eher die billigen Produktgruppen. Bezüglich der Preise gibt es noch immer eine große Differenz zwischen Ost und West. So lag z.B. der durchschnittliche Preis eines Oberlichtes im Jahre 2015 in Österreich bei 141 Euro, in Russland jedoch nur bei 87,8 Euro pro m2. Ein anderer Preistreiber sind derzeit auch die ungenügenden Kapazitäten in der Glasproduktion, jedoch wird das die Märkte für Tageslichtelemente bzw. RWAs nur partiell treffen, meinen die Experten von Interconnection Consulting.

Strengere Vorschriften schützen Gebäude und Branche

Ein möglicher Wachstumsfaktor für die Branche ist die Gesetzgebung. Auch wenn sich diese von Land zu Land ein wenig unterscheidet müssen fast in allen gewerblich genutzten Bauten, aber auch in Wohnhäusern RWA-Systeme installiert sein. Als ein Beispiel kann z.B. die Muster Industriebau Richtlinie aus Deutschland, aus dem Jahr 2014, dienen (M-IndBauRL), die die Anzahl der Rauch- und Hitzeabzugsanlagen in einem Gebäude, abhängig von der Quadratmeteranzahl, bestimmt. „Strengere Gesetzgebung wird am Ende die Gebäudeeigentümer dazu zwingen RWA-Systeme in allen Gebäuden zu installieren“, meint Jan Hudak, Autor der Interconnection-Studie. Zwar gibt es in vielen osteuropäischen Ländern bereits auch gesetzliche Bestimmungen, hinsichtlich des Einsatzes von RWAs, jedoch fehlt oft noch die Überwachung und Kontrolle dieser Richtlinien, weshalb es in diesen Ländern auch noch höheres Wachstumspotential gibt. Grundsätzlich kann eine Tendenz hin zu teureren Rauchschutzdruckanlagen und weg von billigeren Rauchabzugssystemen beobachtet werden. So liegt die durchschnittliche Wachstumsrate bei Rauchschutzdruckanlagen z.B. in Tschechien bei 8,8% und damit weit vor allen anderen Produktgruppen. Ein anderes Beispiel ist die Türkei, wo Rauchschutzdruckanlagen bis 2019 14% aller RWAs stellen werden. 


Die Branchenstudien des IC MARKET TRACKING® Tageslichtsysteme sind für folgende Märkte verfügbar*:

Benelux, Belgien, Niederlande, Holland, Luxemburg, Schweiz, Slowakei, Türkei, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Russland, Tschechien

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