Inflation bleibt im November 2016 bei 1,3%

18. Dez 2016 • News • Statistik Austria • Statistik • Wirtschaftsstatistik • Branchenübergreifend

Die Inflationsrate für November 2016 belief sich auf +1,3% (Oktober ebenfalls +1,3%, September +0,9%). Als Hauptpreistreiber erwiesen sich erneut die Bewirtungsdienstleistungen, gefolgt von den Mieten. Die Treibstoffpreise sanken leicht unter das Niveau von November 2015.


Der Indexstand des Verbraucherpreisindex 2015 (VPI 2015) lag für den Monat November bei 101,6. Gegenüber dem Vormonat Oktober stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,1%.

Ohne Bewirtungsdienstleistungen und Mieten hätte die Inflation 0,9% betragen

Der bedeutendste Preistreiber im Jahresabstand war die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" (durchschnittlich +3,2%; Einfluss: +0,31 Prozentpunkte). Als ausschlaggebend dafür erwiesen sich teurere Bewirtungsdienstleistungen (insgesamt +2,8%; Einfluss: +0,25 Prozentpunkte). Beherbergungsdienstleistungen kosteten um 4,7% mehr.

In der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" stiegen die Preise durchschnittlich um 1,4% (Einfluss: +0,25 Prozentpunkte). Wohnungsmieten erhöhten sich um 3,9% (Einfluss: +0,18 Prozentpunkte), die Instandhaltung von Wohnungen verteuerte sich durchschnittlich um 0,9%. Haushaltsenergie verbilligte sich im Durchschnitt nur marginal (-0,2%), wobei fossile Brennstoffe im Preis nachgaben (Gas -2,7%, Heizöl -2,4%), Fernwärme (+1,5%) und Strom (+1,4%) jedoch zulegten.

Zu den durchschnittlichen Teuerungen von 1,2% in der Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" (Einfluss: +0,14 Prozentpunkte) trugen vor allem Teuerungen bei Freizeit- und Kulturdienstleistungen (insgesamt +2,1%) bei. Zeitungen, Bücher und Schreibwaren kosteten durchschnittlich um 2,7% mehr.

Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verzeichnete einen durchschnittlichen Preisschub von 1,2% (Einfluss: +0,14 Prozentpunkte). Nahrungsmittel verteuerten sich insgesamt um 1,1% (Fleisch +2,1%, Brot und Getreideerzeugnisse +1,5%, Fisch +4,9%, Obst +1,7%, Milch, Käse und Eier insgesamt +0,3%, jedoch Gemüse -4,7%). Alkoholfreie Getränke kosteten um 2,0% mehr.

Moderat entwickelten sich die Preise in der Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich +0,4%; Einfluss: +0,06 Prozentpunkte). Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 3,5%, die Treibstoffpreise erwiesen sich im Jahresabstand (-0,3%) als nahezu preisstabil (Oktober +0,7%). Flugtickets ins Ausland kosteten um 4,5% weniger (Oktober -11,1%).

Die Preise in der Ausgabengruppe "Nachrichtenübermittlung" gingen im Jahresabstand durchschnittlich um 1,0% zurück (Einfluss: -0,02 Prozentpunkte). Ausschlaggebend dafür waren billigere Telefon- und Telefaxdienste (insgesamt -1,4 %).

Inflation November 2016 gegenüber Oktober 2016: +0,1%

Hauptpreistreiber im Monatsabstand war die Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe" (durchschnittlich +1,1%; Einfluss: +0,07 Prozentpunkte), in der die Winterkollektionen die Herbstkollektionen verdrängt haben. Dadurch verteuerten sich Bekleidungsartikel gegenüber dem Vormonat insgesamt um 1,3% und Schuhe um 1,1%.

Die Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich -0,4%; Einfluss: -0,05 Prozentpunkte) erwies sich als Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand. Hauptverantwortlich dafür waren Verbilligungen bei Flugtickets ins Ausland (-10,9%) sowie bei Treibstoffen (-0,7%).

Teuerung laut harmonisiertem Verbraucherpreisindex im November 2016: +1,5%

Der Indexstand des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI 2015) lag im November bei 101,80 (Oktober 101,72 revidiert). Die harmonisierte Inflationsrate betrug +1,5% (Oktober +1,4%). Der Unterschied zum VPI von +0,2 Prozentpunkten resultiert aus Gewichtungsunterschieden zwischen VPI und HVPI (siehe methodische Informationen). Die starken Teuerungen in der Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" (höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI) trieben den HVPI deutlich gegenüber dem VPI in die Höhe. Auch Preisanstiege bei Reparaturen privater Verkehrsmittel sowie bei Freizeit- und Kulturdienstleistungen (jeweils höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI) ließen den HVPI gegenüber dem VPI anwachsen. Billigere Flugtickets (höherer Gewichtsanteil im HVPI als im VPI) dämpften hingegen den HVPI gegenüber dem VPI. Teurere Versicherungsdienstleistungen (geringere Gewichtungsanteile im HVPI als im VPI) verminderten ebenfalls den HVPI gegenüber dem VPI.

Inflation für täglichen Einkauf höher als jene des VPI, für wöchentlichen Einkauf niedriger

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbes, der vor allem Nahrungsmittel enthält und den täglichen Einkauf widerspiegelt, erhöhte sich im Jahresabstand um 1,8% (Oktober +1,8% revidiert). Das Preisniveau des Miniwarenkorbes, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, veränderte sich im Jahresabstand um +0,9% (Oktober +1,3%).

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