Internationaler Frauentag 2018: Die Gleichberechtigung der Frau ist nur für 20 Prozent der WienerInnen „durch"

07. Mär 2018 • News • meinungsraum.at • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Arbeitswelt

Die Gleichberechtigung der Frau ist nur für 20% der Befragten „durch“, wobei hier die Männer in ihrer Einschätzung deutlich vor den Frauen liegen. Die aktuelle Studie von meinungsraum.at im Auftrag von Radio Wien zeigt die Assoziationen der WienerInnen mit dem Weltfrauentag und die Einschätzung der Gleichberechtigung.


Die Studie beantwortet die Fragen:

  • Haben Sie schon einmal vom Internationalen Frauentag gehört? Womit verbinden Sie den Internationalen Frauentag?
  • Wie steht es Ihrer Meinung nach um die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Österreich?
  • Woran liegt es Ihrer Einschätzung nach in erster Linie, dass Frauen weniger verdienen als Männer?
  •  Feminismus: im Geschlechter- und Altersvergleich
  • Wie ist Ihre Meinung zur „Metoo“-Bewegung, die sexuelle Übergriffe ans Tageslicht bringt und thematisiert?

Die Antworten im Überblick

  • Die Bekanntheit des Internationalen Frauentages ist mit 91% sehr hoch und bei beiden Geschlechtern gleich
  • Die Hauptassoziation ist die „Gleichstellung“ (28%), gefolgt von „Frauenrechten“ und „Anerkennung/Wertschätzung“
  • 18%, also fast ein Fünftel der Stichprobe, verbindet mit dem Internationalen Frauentag keine Inhalte bzw. kann diese nicht benennen
  • Die Gleichberechtigung der Frau ist nur für 20% der Befragten „durch“, wobei hier die Männer in ihrer Einschätzung deutlich vor den Frauen liegen: 31% der Männer meinen, es ist alles ausreichend geregelt bzw. sind Männer heute eher benachteiligt. Diese Einschätzung teilen aber nur 8% der Frauen
  • Aus Frauensicht bestehen nach wie vor (viele) Benachteiligungen
  • Die Hauptgründe für die Einkommensnachteile von Frauen sind mit großem Abstand in den strukturellen Bereichen „Teilzeitbeschäftigung“, „Karenzzeiten“ und „Beschäftigung in schlechter bezahlten Branchen“ zu finden. Geschlechtsspezifische Eigenschaften wie „Männer vernetzen sich besser und Frauen verhandeln schlechter“ etc. sind nur für einen Bruchteil der Befragten Ursachen der Einkommensunterschiede
  • Feminismus ist für knapp 2 Drittel ein wichtiger Faktor und für die Hälfte gut für die Gesellschaft
  • In der gesellschaftlichen Diskussion wird immer häufiger beklagt, dass die jungen Menschen mit Feminismus nichts mehr anfangen. Die Daten dieser Umfrage geben ein anderes Bild wieder: so sind die größten Feminismus-Skeptiker in der Altersgruppe 30-49 Jahre zu finden, jene Altersgruppe, in der wohl Karriere gemacht wird und Familienbilder ausverhandelt werden
  • Die gesellschaftliche Diskussion über das Zusammenleben der Geschlechter gipfelte letztens in der Metoo-Bewegung: 59% stehen hinter dieser Entwicklung und finden es richtig, dass diese Themen angesprochen und diskutiert werden.

Gründe für Einkommensschere:

Studiensteckbrief

Auftraggeber: Radio Wien
Thematik: Internationaler Frauentag
Zielgruppe: Wien und Speckgürtel im Alter von 14-65 Jahren, repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Schulbildung und Bundesland
Stichprobenmethode: Panel-Umfrage anhand des meinungsraum.at online-Panel (dzt. rund 30.000 PanelistInnen in ganz Österreich)
Nettostichprobe: 400 Interviews
Interviewdauer: ca. 3 Minuten
Feldzeit: 02.03.2018 – 05.03.2018

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