Jänner bis November 2014: Produzierender Bereich mit leichtem Umsatzminus (-1,2%)

02. Mär 2015 • Pressemeldung • Statistik Austria • Wirtschaftsstatistik • Bau & Wohnen • Produktion • Energie & Bergbau • Branchenübergreifend

Rückgange im Bau -0,5, im Sachgüterbereich -1,5 % und darunter bei der Energieversorgung -9,1%


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Ende November 2014 wiesen die 62.114 Ein- und Mehrbetriebsunternehmen (+1,3% im Vorjahresvergleich) des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) 910.841 unselbständig Beschäftigte (-1,1%) auf. Diese konnten in der Berichtsperiode Jänner bis November 2014 Umsatzerlöse in der Höhe von 231,4 Mrd. Euro (-1,2%) realisieren. Im Bau wurden von den 32.490 Unternehmen (+0,6%) im selben Zeitraum 36,9 Mrd. Euro (-0,5%) umgesetzt, wie aktuelle Daten von Statistik Austria zeigen.

Unternehmen: Leichtes Minus bei Beschäftigung und Umsatz

Ende November 2014 waren in den 62.114 Unternehmen (+1,3% gegenüber November 2013) des gesamten Produzierenden Bereichs insgesamt 910.841 unselbständig Beschäftigte (-1,1%) tätig. Für diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer musste in der Berichtsperiode Jänner bis November 2014 eine Brutto-Verdienstsumme (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 33,3 Mrd. Euro aufgewendet werden (+1,7% gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum). Die Umsatzerlöse erreichten in diesem Zeitraum 231,4 Mrd. Euro und lagen damit geringfügig unter dem Vorjahresniveau (-1,2%). Somit setzte ein Unternehmen des Produzierenden Bereichs in der aktuellen Berichtsperiode mit durchschnittlich 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 3,7 Mio. Euro um. Die Exportintensität, definiert als das Verhältnis des Auslandsumsatzes zum Gesamtumsatz, lag im gesamten Produzierenden Bereich bei durchschnittlich 45,6% (siehe Tabelle 1).

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Produzierenden Bereich lag im Bereich "Herstellung von Waren" (inklusive Bergbau), in dem Ende November 2014 mit 25.037 rund zwei Fünftel (40,3%) aller Unternehmen und rund zwei Drittel (604.048 bzw. 66,3%) aller unselbständig Beschäftigten des Produzierenden Bereichs tätig waren. Diese erzielten in der Berichtsperiode Jänner bis November 2014 mit 158,5 Mrd. Euro auch 68,5% des gesamten Umsatzes. Die 32.490 Unternehmen des Baus (Abschnitt F der ÖNACE 2008) entsprachen einem Anteil von 52,3% und erwirtschafteten mit 262.196 bzw. 28,8% der unselbständig Beschäftigten von Jänner bis November 2014 einen Umsatz in der Höhe von 36,9 Mrd. Euro (anteilig 15,9%).

Betriebe: Leichtes Minus bei Beschäftigung, Arbeitsvolumen und Produktion

Produzierender Bereich insgesamt: Beschäftigung -1,1%, Arbeitsvolumen -0,7%, Produktion -1,3%

Mit Ende November 2014 hatten die 62.723 Betriebe (+1,3% gegenüber dem Vorjahresmonat) des Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) insgesamt911.345 unselbständig Beschäftigte (-1,1%). Den in der Berichtsperiode Jänner bis November 2014 ausgewiesenen Brutto-Verdiensten (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) in der Höhe von rund 33,3 Mrd. Euro (+1,7%) stand ein geleistetes Arbeitsvolumen der unselbständig Beschäftigten von rund 1.347,8 Mio. Arbeitsstunden (-0,7%) gegenüber. Die im gesamten Produzierenden Bereich auf dem Markt abgesetzten Güter und Leistungen repräsentierten einen Wert von 228,5 Mrd. Euro und lagen damit um 1,3% unter dem Niveau des Vorjahres (siehe Tabelle 2).

Oberösterreich erwirtschaftete dabei mit einem Anteil von 18,1% der Betriebe 24,0% der gesamten abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Niederösterreich (18,4% der Betriebe bzw. 17,8% der abgesetzten Produktion), Wien (13,2% bzw. 17,0%) und der Steiermark (14,7% bzw. 15,2%). Dabei waren in Oberösterreich rund ein Viertel, in Niederösterreich und der Steiermark je rund ein Sechstel und in Wien rund ein Achtel aller unselbständig Beschäftigten tätig (siehe Tabelle 3).

Sachgüterbereich: weiterhin leicht negativer Trend; größter Zuwachs bei "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen"

Entgegen dem leicht negativen Produktionstrend (-1,5%) im gesamten Sachgüterbereich verzeichneten gegenüber der Vorjahresperiode die Abteilungen "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen" mit +4,2% (absolut 9,7 Mrd. Euro), "Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden" mit +3,8%(6,2 Mrd. Euro) sowie "Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" mit +3,5% (13,5 Mrd. Euro) die größten Steigerungen. Die höchsten Produktionseinbußen im Sachgüterbereich waren hingegen in der "Energieversorgung" (-9,1%, 30,8 Mrd. Euro), bei der "Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)" (-2,5%, 7,0 Mrd. Euro) sowie bei der "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" (-1,5%, 7,4 Mrd. Euro) zu beobachten (siehe Tabelle 4).

Bau insgesamt mit leichtem Produktionsminus; öffentliches Produktionsvolumen jedoch positiv

In der Berichtsperiode Jänner bis November 2014 erwirtschafteten die 32.601 Betriebe (+0,6%) der österreichischen Bauunternehmen einen abgesetzten Produktionswertvon 36,8 Mrd. Euro. Das bedeutet ein Minus von 0,5% im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum.

Die höchsten Zuwächse in der Bautätigkeit verzeichneten die Teilsparten "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (+40,7%), "Bau von Straßen" (+12,7%) sowie "Brücken- und Hochstraßenbau" (+5,4%). Eine negative Entwicklung gab es hingegen in den Teilsparten "Wasserbau" (-29,9%), "Kabelnetzleitungstiefbau" (-7,0%), "Erschließung von Grundstücken; Bauträger" (-6,9%) sowie "Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau" (-6,5%; siehe Tabelle 5).

Die abgesetzte Produktion der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag in der Berichtsperiode Jänner bis November 2014 mit 6,7 Mrd. Euro um 3,6% über jener des Vorjahres. Die (absolut gesehen) höchsten öffentlichen Investitionen gab es in den Teilsparten "Bau von Straßen" (2,1 Mrd. Euro), "Sonstiger Hochbau" (1,1 Mrd. Euro) sowie "Wohnungs- und Siedlungsbau" (712,6 Mio. Euro).

Zuwächse im öffentlichen Bereich verzeichneten vor allem die Bausparten "Erschließung von Grundstücken; Bauträger" (+126,2%), "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (+63,6%) sowie "Tunnelbau" (+25,0%). Teils kräftige Rückgänge beim öffentlichen Produktionsvolumen waren hingegen in den Teilsparten "Sonstiger Ausbau"(-48,1%), "Wasserbau" (-27,6%) sowie "Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten" (-22,6%) zu beobachten.

Regional betrachtet konnten die Steiermark (+5,0%) und Salzburg (+3,1%) den Wert der abgesetzten Produktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum am meisten steigern. Produktionseinbußen gab es hingegen lediglich in Wien (-4,8%), in Kärnten (-3,3%) und in Niederösterreich (-2,7%; siehe Tabelle 6).

Ende November 2014 wiesen die österreichischen Baubetriebe (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von insgesamt 10,1 Mrd. Euro auf. Das entspricht einem Zuwachs von 4,4% gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode. Auf Bundesländerebene erzielten dabei das Burgenland (+118,6%), Salzburg (+44,9%) und Vorarlberg (+36,5%) die höchsten Steigerungsraten. Einen Rückgang in den Auftragsbeständen wiesen hingegen Kärnten (-19,4%) und Wien (-11,6%) auf.

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