Kaufkraft Ranking DACH 2019; Schweiz vor Österreich und Deutschland

09. Mai 2019 • News • GfK Austria GmbH • Marktdaten • Regionalanalyse & Geodaten • Wirtschaftsstatistik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Handel & Dienstleistung

Den Österreichern stehen 2019 laut der GfK Studie 24.067 Euro pro Kopf für Ausgaben zur Verfügung, den Deutschen 23.779 Euro und den Schweizern 42.067 Euro. Doch nicht nur zwischen den Ländern zeigen sich Unterschiede im Niveau des verfügbaren Nettoeinkommens, sondern auch innerhalb der jeweiligen Länder gibt es deutliche regionale Unterschiede.


Die Gesamtsumme der Kaufkraft in der Schweiz liegt bei knapp 8,5 Millionen Einwohnern im Jahr 2019 laut GfK Prognose bei 356,9 Milliarden Euro (ohne Liechtenstein). Die rund 8,8 Millionen Österreicher hingegen kommen 2019 auf eine Kaufkraftsumme von rund 212,3 Milliarden Euro, während sich die Gesamtkaufkraft der in etwa 82,8 Millionen Deutschen auf 1.968,7 Milliarden Euro beläuft.
Die Kaufkraft misst dabei das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten und steht für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung. Der Fokus der Studie liegt in der Herausarbeitung der regionalen Unterschiede. Die Studie zeigt, wie verschieden die regionale Kaufkraft ist, sowohl zwischen als auch innerhalb der Länder.

Kaufkraft in Österreich nach Bundesländern und Bezirken

Ein Blick auf die österreichischen Bundesländer zeigt, dass die pro-Kopf-Kaufkraft im Land recht homogen verteilt ist. Wie im Vorjahr belegt Niederösterreich mit 25.186 Euro pro Kopf den ersten Platz und liegt somit knapp fünf Prozent über dem österreichischen Landesdurchschnitt, dicht gefolgt von Vorarlberg mit einer pro-Kopf-Kaufkraft von 25.134 Euro. Schlusslicht des Bundeslandrankings ist die Hauptstadt Wien, die im Vergleich zu 2018 drei Plätze verliert und mit einer pro-Kopf-Kaufkraft von 23.246 Euro etwas mehr als drei Prozent unter dem Landesdurchschnitt liegt.

Während sich die Kaufkraftverteilung auf Ebene der Bundesländer als recht homogen erweist, gibt ein Blick auf die österreichischen Bezirke ein etwas anderes Bild: So befinden sich zwar sechs Hauptstadtbezirke in den Top 10 des Bezirksrankings, gleichzeitig sind es aber auch sieben Wiener Bezirke, die die letzten Plätze belegen. Dies zeigt, wie heterogen die Kaufkraft über die verschiedenen Stadtbezirke verteilt ist. Wiens 1. Bezirk (Innere Stadt) führt das Ranking mit einer pro-Kopf-Kaufkraft von 39.758 Euro an und liegt somit mehr als 65 Prozent über dem österreichischen Durchschnitt. Auf Rang zwei folgt der 13. Hauptstadtbezirk (Hietzing), in dem den Einwohnern mit 31.094 Euro pro Kopf knapp 30 Prozent mehr für Ausgaben zur Verfügung stehen.

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