Kunden kaufen dort, wo ihnen die besten Vorteile geboten werden

23. Feb 2018 • News • SINUS • Branchenstudien • Marktforschung • Marktsegmentierung • Online & IKT & Elektronik • Handel & Dienstleistung • Marketing & Medien

Das Internet setzt dem stationären Einzelhandel stark zu. Dass sich Online-Einkaufswelt und traditioneller stationärer Einzelhandel ergänzen können, zeigen jedoch Beispiele aus dem Buchhandel. Peter Martin Thomas von SINUS über Online- und Offline-Kaufverhalten.


Warum entscheiden sich die viele Kundinnen und Kunden trotz der Vorteile des Online-Shoppings ganz bewusst für das Fachgeschäft vor Ort? 

Online und Offline sind nur zwei Seiten einer Medaille

Das Internet setzt dem stationären Einzelhandel stark zu. Dass sich Online-Einkaufswelt und traditioneller stationärer Einzelhandel ergänzen können, zeigen jedoch Beispiele aus dem Buchhandel. Örtliche Buchhändler haben mit neuen Angeboten auf die veränderten Konsumentenbedürfnisse reagiert und Wege gefunden, die Online-Riesen zumindest teilweise in die Schranken zu weisen. Denn engagierte Buchhändler verstehen die Wünsche ihrer Kunden besser als Algorithmen-basierte Vorschlagslisten, setzen auf Kundennähe und Service im Laden und bieten zugleich mit smarten Online-Auftritten einen ebenso bequemen Bestellvorgang wie die großen Online-Händler. Dass umgekehrt auch die Online-Händler Potenzial im stationären Handel sehen, zeigt nicht zuletzt Amazon, das in Amerika den Schritt ins analoge Ladenlokal wagt.  

Kunden kaufen dort, wo ihnen die besten Vorteile geboten werden. Ob das der stationäre Handel, oder der Online-Shop ist, kann variieren. Stationäre Händler brauchen daher eine Strategie, welche auf das Verständnis der verändernden Kundenbedürfnisse und individuelle Kaufgewohnheiten aufbaut und diese für sich nutzt. 

Ausschließlich soziodemografische oder aus digitalen Daten generierte Käuferprofile helfen bei der Entwicklung von zukunftsfähigen, digital integrierten Handelskonzepten nur auf kurze Sicht. Zwar sind es heute noch vor allem die Jüngeren, die immer mehr den Weg übers Internet gehen. Aber der Altersdurchschnitt verschiebt sich stetig nach oben. Längst wissen auch Menschen in den mittleren und älteren Altersklassen die Vorzüge des Online-Handels zu nutzen. So geben beispielsweise 38% der 30-59-Jährigen an, online Mode gekauft zu haben.

Ausschließlich soziodemografische oder aus digitalen Daten generierte Käuferprofile helfen bei der Entwicklung von zukunftsfähigen, digital integrierten Handelskonzepten nur auf kurze Sicht. Zwar sind es heute noch vor allem die Jüngeren, die immer mehr den Weg übers Internet gehen. Aber der Altersdurchschnitt verschiebt sich stetig nach oben. Längst wissen auch Menschen in den mittleren und älteren Altersklassen die Vorzüge des Online-Handels zu nutzen. So geben beispielsweise 38% der 30-59-Jährigen an, online Mode gekauft zu haben.

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