Mann spart, Frau gibt das Geld aus – oder doch umgekehrt?

08. Mär 2019 • News • Pressemeldung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Finanzdienste • Handel & Dienstleistung

Nicht nur am Weltfrauentag, sondern auch unter dem Jahr lassen diverse Aktionen des Handels und auch von anderen Branchen die Vermutung aufkommen, dass das Lebenselexir von Frauen das Shoppen ist. Doch welche Einstellung hat Frau von heute gegenüber Geld. Wie kann nicht nur das Ausgabeverhalten, sondern auch das Interessenslage hinsichtlich diverser Spar- und Anlageformen beschrieben werden? Diese und andere Fragen können mit den GfK Austria Marktforschungsstudien beantwortet werden.

Das weibliche Investitionsverhalten: Vorsicht ist die Mutter des Porzellanladens!

Das Stimmungsbarometer der GfK Austria liefert Informationen über das aktuelle Interesse der Österreicherund Österreicherinnenan verschiedenen Spar-und Anlageformen –unabhängig von der tatsächlichen Nutzung.

Vergleichtman das Interesse zwischen Frauen und Männern an den unterschiedlichen Möglichkeiten Geld zu veranlagen,wird eines schnell klar: Die Risikoaversität der Österreicher ist bei den Frauen noch stärker ausgeprägt als bei den Männern. Sehr deutlich wird der Unterschied bei den klassischen Sparprodukten: Während 22% der Frauen das traditionelle Sparbuch als interessant einstufen, liegt dieser Wert bei den Männern bei 19%. Der Bausparvertrag weist ein ganz ähnliches Verhältnis auf (Frauen: 34%, Männer 31%). Lediglich wenn es um Interesse an digitalen Formen geht sind sich Frauen und Männer einig: In beiden Gruppen wird das Online-Sparbuch von rund einem Viertel als interessant beurteilt.

Signifikanter sind die Differenzen wieder im Bereich von Investmentfonds. 24% der Männer stufen Investmentfonds als sehr interessant ein; bei Frauen finden sich nur 18% in dieser Gruppe. Auch das Stimmungsbild hinsichtlich Aktien unterstreicht den Wunsch weg von Risiko hin zu sicheren Anlageformen: Für nur 12% der Frauen gelten Aktien als interessant (Männer: 18%).

„Basierend auf unseren Studien wissen wir aber, dass nicht alleine der Wunsch nach Sicherheit das Verhalten und Interesse derFrauen an unterschiedlichen Spar-und Anlageformen prägt, sondern vielfach ein Interessensvakuum aufgrund von Wissenslücken und Unsicherheit bei komplexeren Anlageproduktenentsteht“, analysiert Mag. Ursula Swoboda von der GfK Austria. Fragt man Männer und Frauen nach ihrer Selbsteinschätzung hinsichtlich des persönlichen Wissens über bestimmte Spar-und Anlageformen, so zeigt sich, dass beim Sparbuch und beim Bausparvertrag Männer und Frauen sich gleichermaßen gut über diese Produkte informiert fühlen. Deutliche Unterschiede weist der Wissensstand bei Aktien und Investmentfonds auf, wo Frauen deutlich hinterherhinken.

Beim Einkaufen zeigen Frauen die Trends der Zukunft auf:Frauen kaufen gerneonline ein

Frauen liegen voll im Trend und jede zweite hat schon zumindest einmal Produkte des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel Lebensmittel, Getränke, Haushaltsartikel oder Kosmetik-und Körperpflegeprodukte online eingekauft. Auch wenn sie, wie die Bevölkerung generell, bei Lebensmittel noch etwas verhaltenersind, sind Dekorative Kosmetik, Gesichts-und Körperpflegeprodukte hier schon die Front Runner. Die Vorzüge des Online Shoppings passen genau in den busy Lifestyle der meisten Frauen –sie wollen rund um die Uhr einkaufen, bevorzugen, dass die Produkte direkt zu ihnen nach Hause geliefert werden und dass sie so auch spezielle Produkte finden können.

Quellen: 

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