Menschenrechte in Österreich für 38 Prozent der Österreicher gefährdet

07. Dez 2016 • News • Amnesty International • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft

Amnesty International hat in einer Umfrage hinterfragt, inwieweit die ÖsterreicherInnen die Menschenrechte weltweit und in Österreich bedroht sehen. 38% sehen die Menschenrechte in Österreich als bedroht, 85% empfinden sie weltweit als gefährdet. Der Aussage "Alle Menschen haben ein Recht auf Menschenrechte" stimmen 97% zu.

Die derzeitige Bedrohung der Menschenrechte weltweit und in Österreich

 

Junge sehen Menschenrechte eher bedroht

49% empfinden die Menschenrechte als eine Selbstverständlichkeit. 21% der  Befragten zwischen 14 und 69 Jahren sehen weltweit eine sehr starke Bedrohung der Menschenrechte, weitere 64% empfinden sie als eher stark. Dagegen fällt die wahrgenommene Bedrohung der Menschenrechte in Österreich mit 9% (sehr stark) bzw. 29% (eher stark) vergleichsweise geringer aus. Dabei sind Personen unter 39 Jahren deutlich skeptischer als ältere Befragte.

Mehr als die Hälfte ist bereit, sich zu engagieren

57% sind generell bereit, sich bei Menschenrechtsorganisationen zu engagieren. Dabei ist man bei persönlichem Einsatz mit 36% Bereitschaft etwas zurückhaltender als bei Geldspenden (41%). Die höchste Entschlossenheit zum tatkräftigen Engagement haben die Postmateriellen (90%) sowie die Jüngsten (die 14 bis 19jährigen).

Die Hälfte ist gut informiert

9% geben an, sehr gut über das Thema Menschenrechte informiert zu sein, weitere 45% empfinden ihren Wissensstand als eher gut. Dabei spielt die Wertorientierung eine große Rolle: Betrachtet man das Ergebnis nach den Lebenswelten der Sinus-Milieus®, so fällt auf, dass die gesellschaftskritischen Postmateriellen ihre Kenntnisse am besten einschätzen. Für besonders schlecht informiert halten sich die beiden Milieus der Mitte: Die bürgerliche Mitte und die Adaptiv-Pragmatischen.

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