Neue Arbeitsformen im Grenzbereich Selbständigkeit - Unselbständigkeit. Analyse der Situation in der Bauwirtschaft

28. Aug 2014 • News • L&R Sozialforschung • Branchenstudien • Marktforschung • Sozialwissenschaftliche Studie • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Bau & Wohnen • Arbeitswelt

In den letzten Jahren war manchen Quellen zufolge in Österreich ein Anstieg im Bestand der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) zu verzeichnen. So weisen beispielsweise die sog. EPU-Fact Sheets der WKO für 2007 einen EPU-Mitgliederstand von 183.297 UnternehmerInnen aus, für das Jahr 2013 hingegen beläuft sich die Zahl auf 251.176.

Die Beschäftigung von DienstnehmerInnen auf Basis einer selbständigen Tätigkeit galt gerade auch während der Übergangsbestimmungen für die EU-8 Staaten  als Praxis der Umgehung der für eine unselbständige Beschäftigung notwendigen Beschäftigungsbewilligung. Es bestand die Vermutung, dass es im Zuge der Liberalisierung mit 1. Mai 2011 zu einem Rückgang der Scheinselbständigkeit kommen würde, wenn die betroffenen StaatsbürgerInnen nun ohne Bewilligung als unselbständige ArbeitnehmerInnen angemeldet werden können. In der Tat zeigte sich in den ersten Monaten nach der Arbeitsmarktliberalisierung auf Ebene der Gesamtbeschäftigung ein Rückgang selbständiger Erwerbstätigkeit von EU-8 StaatsbürgerInnen zu Gunsten unselbständiger Beschäftigungen.

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