Nur 30 Gemeinden von 2.100 in Österreich interessant für den Einzelhandel?

29. Nov 2016 • News • Regioplan Consulting • Event • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Handel & Dienstleistung

Ganze 2010 von 2100 Gemeinden in Österreich sind zu klein für eine nennenswerte Funktion im Handel. In diesen Gemeinden, deren Einwohnerzahl unter 10.000 liegt, lebt aber knapp die Hälfte der gesamten österreichischen Bevölkerung. Weitere 60 Gemeinden, mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.000 bis 20.000, bieten auch nicht die notwendigen Voraussetzungen für eine regionale Reichweite im Handel. Verfügen sie zwar über Nahversorgungszonen und etliche Fachmarktzentren, steht diesen Gemeinden aber kaum ein weiterer Handelsspielraum zur Verfügung.


Ganze 2010 von 2100 Gemeinden in Österreich sind zu klein für eine nennenswerte Funktion im Handel. In diesen Gemeinden, deren Einwohnerzahl unter 10.000 liegt, lebt aber knapp die Hälfte der gesamten österreichischen Bevölkerung.
Weitere 60 Gemeinden, mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.000 bis 20.000, bieten auch nicht die notwendigen Voraussetzungen für eine regionale Reichweite im Handel. Verfügen sie zwar über Nahversorgungszonen und etliche Fachmarktzentren, steht diesen Gemeinden aber kaum ein weiterer Handelsspielraum zur Verfügung.

Ein wenig hoffnungsvoller sieht es in den 17 Gemeinden der nächsten Größenkategorie aus. Obwohl es hier schon stadtteilversorgende Handelszonen gibt, werden florierende und lebendige Innenstädte oft leider ein Traum bleiben. Natürlich gibt es glückliche Ausnahmen, aber die Regel ist es nicht. Nicht nur die Einwohnerzahl, sondern auch die Lage und Umgebung sind maßgebend für die Gestaltung von Handelsräumen. Auch bei Einwohnern von unter 50.000, haben manche Städte in Österreich wie beispielsweise Wiener Neustadt oder Dornbirn, gerade deshalb eine regionale Reichweite im Handel und können, aufgrund dieser, der nächstgrößeren Kategorie zugeordnet werden.

Diese besteht aus insgesamt vier Gemeinden und beheimatet nur 3% der österreichischen Bevölkerung. Dank der Shopping Center, Stadtteilversorgenden Handelszonen und Nahversorgern hat diese Kategorie eine regionale Reichweite und aus diesem Grund – im Gegensatz zu den vorhergehenden Kategorien - auch die Möglichkeit die Innenstadt zu gestalten. Ganze 30% der österreichischen Bevölkerung leben in Linz, Graz, Salzburg, Innsbruck und Wien. Diese Städte haben eine überregionale Reichweite mit mehrfachen Handelsfunktionen. Zusätzliche Möglichkeiten wie zum Beispiel die Grätzlbildung, sind jedoch noch sehr eingeschränkt möglich. Für mehr Handelsspielraum muss man schon in die nächste Größenkategorie aufsteigen wie London mit 8 Mio. - oder Paris mit 12 Mio. Einwohnern.

Glücklicherweise sind einige Städte in Österreich für Menschen sehr attraktiv, haben eine hohe Kaufkraft und einen prognostizierten Zuzug. Es wird also interessant zu beobachten sein, wie sich Städte in den kommenden Jahren weiterentwickeln um neue Lebensräume zu schaffen, und von welchen europäischen Best Practice Beispielen wir noch vieles lernen können. Den Anstoß zu spannenden Diskussionen zu diesem Thema gab RegioPlan am 1. Dezember im Rahmen der „Smart Cities & Smart Retail“ Veranstaltung im Wiener MAK.

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