Öffentlicher Verkehr in Wien

17. Jun 2014 • News • Institut für empirische Sozialforschung (IFES) • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Verkehr & Mobilität

Für die über 350.000 SeniorInnen und 453.000 Familien mit Kleinkindern, die in Wien leben, ist die Straßenbahn eines der wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel. Doch: Schweres Ein- und Aussteigen, hohe Stufen, stickige Luft und wenig Platz sind vielfach Gründe für Ärgernis.

WienerInnen wünschen sich barrierefreie und klimatisierte Öffis!

Für die über 350.000 SeniorInnen und 453.000 Familien mit Kleinkindern, die in Wien leben, ist die Straßenbahn eines der wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel. Doch: Schweres Ein- und Aussteigen, hohe Stufen, stickige Luft und wenig Platz sind vielfach Gründe für Ärgernis. Eine neue Mehrthemenumfrage des IFES Institutes zeigt klar: Die Wiener SeniorInnen und Familien brauchen Straßenbahnen mit mehr Türen und durchgängigen Flächen!
(Wien, 17. Juni 2014) Im europäischen Vergleich verfügt Wien über eines der dichtesten Netze an öffentlichen Verkehrsmitteln und eine hervorragende Infrastruktur im Nahverkehr: Kurze Wartezeiten, zahlreiche Umsteigemöglichkeiten, ausreichende Informationen an den Haltestellen und moderate Ticketpreise. Doch wer nicht leicht zu Fuß oder gar gebrechlich ist, schweres Gepäck oder womöglich einen Kinderwagen öffentlich transportieren will, sieht sich im Nahverkehr Wiens einigen Schwierigkeiten ausgesetzt.
Die Bim muss für alle WienerInnen benutzbar sein
Für hunderttausend SeniorInnen und Familien Wiens ist genau das ein zentraler und verbesserungswürdiger Punkt. Einer aktuellen IFES Umfrage zufolge befinden nämlich große Mehrheiten der befragten WienerInnen das einfache Ein- und Aussteigen für ältere Menschen (71%) und Fahrgäste mit Kinderwagen (77%) als besonders wichtig. Auch bei der Altersgruppe unter 30 Jahre findet sich eine überwiegende Mehrheit (58%) dafür, dass die Zugänglichkeit für ältere Personen von zentraler Wichtigkeit für öffentliche Verkehrsmittel ist. Daneben sind sich auch 73% der Befragten einig, dass die Klimatisierung des Nahverkehrs im Sommer nunmehr dringend notwendig ist.
Große Zufriedenheit mit ULF
Weitere wichtige Ausstattungsmerkmale im Nahverkehr sind das Platzangebot für die Fahrgäste (58%), sowie mehr Türen für ein schnelleres Zu- und Aussteigen (44%). Fast sechs von zehn Befragten (59%) fordern darüber hinaus barrierefreie, durchgängige Flächen ohne Stufen und Kanten, sodass auch bspw. Rollstuhlfahrer sich im Inneren des Wagens problemlos fortbewegen können. All diese Merkmale ordnen die WienerInnen der Niederflurstraßenbahn ULF in überwiegender Mehrheit zu. Entsprechend fällt auch die Zufriedenheit mit ULF sehr hoch aus. Da wundert es nicht, dass sich mehr als die Hälfte der WienerInnen (57%) Investitionen in den Ausbau moderner Verkehrsmittel mit mehr Türen und durchgängigen Flächen wünscht.


IFES hat in Wien von 9. bis 15. Mai 2014 eine online Mehrthemenumfrage unter 500 Personen durchgeführt. Themenschwerpunkte waren Ernährung und Mobilität. Die Befragten entsprechen in ihrer Struktur (Alter, Geschlecht, Bezirke, Bildung, Verkehrsnutzung) der Bevölkerung von Wien bis 75 Jahre.

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