Österreich ist „Europameister“ bei der Verbauung und Zerstörung fruchtbarer Böden

27. Aug 2014 • Pressemeldung • market • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Umwelt & Ökologie • Land & Forst • Bau & Wohnen

Immer mehr Österreicher verärgert über den sorglosen Umgang mit Grund und Boden market ging im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung der Frage nach, wie die heimische Bevölkerung die immer stärker zunehmende Verbauung von Grünflächen und den damit verbundenen steigenden Bodenverbrauch in unserem Land erlebt.

4 von 5 Österreichern kritisieren die Verschandelung des Landschaftsbildes

Täglich werden in Österreich 22,4 Hektar wertvolle Wiesen und Äcker für Straßen, Siedlungen, Shopping-Center oder Industriehallen verbaut, das entspricht der durchschnittlichen landwirtschaftlichen Fläche eines Bauernhofes oder 31 Fußballfeldern. Diese Flächen stehen den nachfolgenden Generationen für die Produktion von heimischen, regionalen Lebensmitteln und daher als unsere Lebensgrundlage nicht mehr zur Verfügung.

market ging dazu im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung der Frage nach, wie die heimische Bevölkerung zu diesem Umgang mit Grund und Boden steht und welche Zukunftsperspektive sich daraus ergeben. Dazu nachfolgend ein kurzer Auszug aus den durchwegs kritischen Ergebnissen:

Die Ergebnisse der Befragung bei 1000 Österreichern im Detail

So sieht die heimische Bevölkerung die Auswirkungen des sorglosen Umganges mit Grund und Boden:

  • 83 Prozent befürchten den Verlust von Erholungsräumen für die Menschen.
  • 82 Prozent nehmen eine Zunahme von Naturkatastrophen wie Hochwasser etc. wahr.
  • 80 Prozent kritisieren die Verschandelung des Landschaftsbildes bzw. das mögliche Aussterben von Lebewesen.
  • 70 Prozent sorgen sich um eine zunehmende Gefährdung der heimischen Lebensmittelversorgung.
  • 4 von 5 Österreichern kritisieren in der Folge die Verschandelung des Landschaftsbildes und verlangen in der Folge den Bodenverbrauch in der bisherigen Form zu stoppen

„78 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der Bodenverbrauch zum Beispiel durch gesetzliche Maßnahmen gestoppt werden sollte, wobei in erster Linie die Bundes- und Landespolitik beim Schutz gegen die Bodenverbauung am stärksten in die Verantwortung genommen wird“, so Dr. Werner Beutelmeyer. Bei der Umfrage 2013 äußerten 60 Prozent der Österreicher den Wunsch nach gesetzlicher Beschränkung des Bodenverbrauchs.

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