Österreicher rüsten bei Gebäudesicherheit massiv auf

20. Apr 2016 • News • Branchenradar • Branchenstudien • Marktdaten • Wirtschaftsstatistik • Branchenstudien • Bau & Wohnen • Produktion • Sicherheit

Was auch immer die Ursache war, ein erhöhter Einbruchschutz war im Jahr 2015 vielen Österreichern ein wichtiges Anliegen. Die Nachfrage nach Sicherheitstüren der höchsten Sicherheitsklasse (RC 4) stieg sogar um 300 Prozent, wie aktuelle Daten im BRANCHENRADAR Haustüren, Wohnungs- & Sicherheitstüren in Österreich 2016 zeigen.


Das Jahr 2015 war für die Anbieter von Sicherheitstechnik erfreulich wie schon lange nicht. In praktisch allen Warengruppen stiegen Nachfrage und Umsatz substanziell. Im Vergleich zu 2014 wuchs etwa die Anzahl der verkauften Alarmanlagen um 14 Prozent oder der an und für sich stabile Markt für Sicherheitszylinder (vulgo Sicherheitsschlösser) um fünf Prozent. Selbst die Nachfrage nach Rollläden, die alleine zwischen 2012 und 2014 fast ein Fünftel ihres seinerzeitigen Volumens verlor (weil stattdessen Außenjalousien und Raffstores gekauft wurden) stabilisierte sich im letzten Jahr völlig überraschend, was wohl nicht zuletzt an der einbruchshemmenden Funktion des Produktes liegt.

Offenbar war vielen Österreichern ein erhöhter Einbruchschutz im vergangenen Jahr ein wichtiges Anliegen. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass im Jahr 2015 die Anzahl der angezeigten Einbrüche in Wohnungen und Eigenheime um neun Prozent geg. VJ sank. Denn wenn es um Sicherheit geht, zählen Fakten bekanntlich wenig, derweil Gefühl ganz viel. Und das subjektive Sicherheitsgefühl der Österreicher sinkt zweifelsohne. Die dahinter liegenden Treiber sind vielschichtig. Die Flüchtlingskrise und die Auswirkungen der hohen Zuwanderung spielen aber sicherlich eine bedeutende Rolle.

Auch der Markt für Sicherheitstüren machte im vergangenen Jahr einen beachtlichen Sprung nach oben. Die Herstellererlöse stiegen um +7,3% geg. VJ auf 130,3 Millionen Euro. Dabei ging der Trend klar zu Türen der oberen Sicherheitsklassen (Widerstandsklasse RC 3 bzw. RC 4), wobei sich der Umsatz mit RC 4-Türen sogar nahezu vervierfachte. Mittlerweile entfallen bereits knapp sechzig Prozent der Erlöse auf Sicherheitstüren der beiden höchsten Widerstandsklassen. Wohnungstüren werden in Österreich überhaupt praktisch nur noch als Sicherheitstür angeboten. Der Anteil der Wohnungstüren ohne Widerstandsklasse lag zuletzt bei mageren drei Prozent. Anders war die Situation bei Haustüren für Eigenheime. Hier wurde lediglich jede zweite Tür als Sicherheitstür ausgeführt. Das mag auch daran liegen, dass die meisten Einbrüche in Einfamilienhäuser sowieso nicht über den Vordereingang, sondern über ebenerdige Fenster und Terrassentüren erfolgen und deshalb der Einbruchsschutz eher über Rollläden und/oder Alarmanlagen bewerkstelligt wird.

Tabelle: Marktentwicklung Wohnungs- und Haustüren in Österreich | Herstellerumsatz in Mio. Euro

Umsatz in Mio. Euro

2012

2013

2014

2015

Sicherheitstüren total

112,5

122,0

121,5

130,3

   Wohnungstüren

56,9

67,8

69,2

74,2

   Haustüren

55,6

54,2

52,3

56,1

Quelle: BRANCHENRADAR Wohnungs- & Sicherheitstüren in Österreich 2016
Quelle: BRANCHENRADAR Haustüren in Österreich 2016

Die Berechnung wurde mit aller gebotenen Sorgfalt - aber ohne Gewähr - erstellt.

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