OÖ Jugendstudie 2014: "Wie tickt Oberösterreichs Jugend?"

21. Jul 2014 • News • IMAS International • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Tourismus, Freizeit & Sport • Bildung & Wissenschaft

65% der OÖ Jugendlichen blicken zuversichtlich in die Zukunft, das Integrationsklima hat sich leicht gebessert, Jugendliche in der Freizeit zwischen „Chillen“ und „Chatten“!

Zukunftserwartung

Die Jugendlichen in Oberösterreich blicken mit Zuversicht in die kommenden Monate, genau genommen begegnen rund
zwei Drittel der Jugendlichen (65%) der nahen Zukunft optimistisch. Ein Fünftel der Befragten (20%) weist hingegen einen
skeptischen Blick auf und 11 Prozent der jungen Oberösterreicher machen sich Sorgen.

Zufriedenheit mit der Lebenssituation

Einen weiteren Faktor des Lebensgefühls der oberösterreichischen Jugendlichen stellt die hohe Zufriedenheit mit der aktuellen Lebenssituation dar: Mehr als zwei Fünftel der jungen Generation (43%) deklarierten sich vorbehaltslos als sehr zufrieden, weitere 42 Prozent von ihnen als immerhin einigermaßen zufrieden. Insgesamt sind somit 85 Prozent der jungen Oberösterreicher mit ihrer derzeitigen Lebenssituation alles in allem zumindest einigermaßen zufrieden. Nur 13 Prozent von ihnen sind hingegen nicht besonders oder gar nicht zufrieden.

 Freizeitverhalten

Die OÖ Jugendlichen nutzen ihre Freizeit primär für gesellschaftliche Aktivitäten, aber auch zur Entspannung: Hoch im Kurs stehen dabei „passive“ Freizeitbeschäftigungen wie Musik hören, gründlich ausschlafen bzw. faulenzen oder fernsehen. Aber auch kommunikative Tätigkeiten wie Freunde und Verwandte besuchen, Partys feiern oder in die Disco bzw. auf Feste gehen sind angesagt. Ebenso zeichnet sich ein Merkmal der Generation Y ab: Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen in Oberösterreich (69%) surfen regelmäßig im Internet. Im Vergleich dazu wird das Lesen von Zeitungen oder Illustrierten sowie handwerkliche Tätigkeiten in der freien Zeit nur von Minderheiten der jungen Generation ausgeübt.

 Gesellschaftlicher Fortschritt / Rückschritt

Insgesamt bewerten die oberösterreichischen Jugendlichen die vorgeschlagenen Aspekte vorrangig als Fortschritt. Dies zeigt einerseits die bereits dargestellte optimistische Stimmungslage und andererseits die Vielschichtigkeit der jugendlichen Zielgruppe. Insbesondere mehr wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsergebnisse, bessere Smartphones bzw. technische Geräte oder auch mehr Freizeitoptionen werden eindeutig als Fortschritt für die Lebenssituation in Österreich angesehen.

 Erstrebenswerte Ziele

Vor allem zwei Lebensziele dominieren das Bewusstsein der jungen Oberösterreicher: Rund vier von fünf Jugendliche setzen sich gute Freunde, Bekannte (84%) und Gesundheit (81%) zum Ziel. Danach folgen ein harmonisches Familienleben (68%), eine gute Ausbildung (68%), Ehrlichkeit (67%) und ein sicherer Arbeitsplatz (67%). Einfluss auf die Gesellschaft zu haben, Verantwortung zu übernehmen (30%) sowie Glaube bzw. Spiritualität (26%) rangieren hingegen am Ende der erstrebenswerten Ziele.

 Überforderung durch zu viel Auswahl in Freizeit und Ausbildung

15 Prozent der Jugendlichen in Oberösterreich stimmen voll und ganz der Aussage zu, dass es auf Grund der zahlreichen Möglichkeiten in der Freizeitgestaltung oft schwer fällt, daraus auszusuchen und sich für die richtige Wahl zu entscheiden. Zwei Fünftel von ihnen (40%) stimmen dieser Behauptung zumindest teilweise zu. Somit fühlt sich mehr als die Hälfte der jungen Generation durch das große Angebot eher überfordert. 28% der Jugendlichen sehen dies hingegen eher nicht so und jeder zehnte Jugendliche (10%) überhaupt nicht.

 Jugendliche mit Migrationshintergrund im Freundeskreis

Der Kontakt zwischen der jungen Bevölkerung mit zugewanderten Altersgenossen wird von einem knappen Viertel der jungen Oberösterreicher (24%) praktiziert. Diese haben eher viele junge Menschen mit Migrationshintergrund im Freundeskreis. Etwas mehr als drei Fünftel der jungen Generation (63%) haben hingegen eher wenige Freunde mit ausländischen Wurzeln.

 Meinungen zu Integration

Die Jugendlichen in Oberösterreich unterstützen mehrheitlich (51%) die Aussage, dass jemand, der nicht Deutsch lernt, auch nicht eingebürgert werden sollte.

 Haben es jugendliche Migranten schwerer?

16 Prozent der Befragten stimmen voll und ganz der Aussage, dass es Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Schule und am Ausbildungsplatz deutlich schwieriger haben als andere Jugendliche, voll und ganz zu. 59 Prozent der jungen Oberösterreicher sehen das zumindest teilweise so und 18 Prozent von ihnen überhaupt nicht.

 Maßnahmen zur Integration:

Deutsche Sprache und Toleranz Wie bereits aus den Meinungen zur Integration hervorging, spielt für die Jugendlichen die deutsche Sprache eine wichtige Rolle im Integrationsprozess. Dies wird bei den vorgeschlagenen Maßnahmen noch deutlicher: Beinahe drei Viertel der jungen Erwachsenen in Oberösterreich (74%) sind der Ansicht, dass die Zuwanderer gut Deutsch lernen sollten um das Zusammenleben mit Österreichern zu erleichtern. Aber mehr als die Hälfte der Jugendlichen (54%) setzt auch auf Toleranz und 44 Prozent von ihnen auf verstärkten Kontakt zwischen den beiden Gruppen.

 Kenntnis JugendService

Der Jugendservice vom Land Oberösterreich genießt einen ähnlich hohen Bekanntheitsgrad wie die 4youCard: Drei Viertel der Jugendlichen (75%) haben davon bereits gehört.

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