Sicherheit bleibt für die Österreicher weiterhin das A und O beim Sparen

24. Okt 2017 • News • GfK Austria GmbH • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Finanzdienste • Bau & Wohnen

Das Interesse an verschiedenen Spar- und Anlageformen hat sich im Laufe der letzten Jahre deutlich gewandelt. Seit 2016 stehen Wohneigentum und Grundstücke an der Spitze des Rankings. Bausparvertrag und Sparbuch, einst und für lange Zeit die interessantesten Sparformen in Österreich, haben ihr Tief zwar überwunden, sind aber nach wie vor auf der Suche nach alter Stärke aus den Zeiten vor der Finanzkrise.


Stimmungsbarometer Spar- und Anlageformen 2014 bis September 2017

Online Befragung*

Die Eigentumswohnung bzw. das Haus wird wie schon im vorherigen Quartal von 43% der Österreicherinnen und Österreicher als interessante Spar- und Anlageform betrachtet. Dahinter, mit 39% ebenfalls auf sehr hohem Niveau, belegt der Grundstückskauf weiterhin Rang zwei. Der Bausparvertrag hat sich mit 34% mittlerweile auf dem dritten Platz festgesetzt – mit historischen Werten jenseits der 40%-Marke besteht wie zuletzt noch Luft nach oben. Die anhaltende Niedrigzinsphase trägt ihren Teil zu den stagnierenden Beliebtheitswerten bei. Im weiteren Ranking folgen Gold, das Online-Sparkonto, Investmentfonds und das Sparbuch. Beim zuhause Sparen zeigt sich nach zuvor stetig steigendem Interesse nun das zweite Quartal in Folge ein tendenziell leicht sinkender Wert.

Stimmungsbarometer Spar- und Anlageformen 2006 bis 2016

Telefon & Online Befragung*

„Abgesehen davon wie Sie selbst gerade sparen oder Geld anlegen, welche dieser Möglichkeiten, Geld zu sparen oder anzulegen, halten Sie derzeit für besonders interessant?“:

Anfang 2016 befanden sich Bausparvertrag und Sparbuch auf einem historischen Tief, wenn man ÖsterreicherInnen fragte, welche Spar- und Anlageform sie für interessant halten. Mittlerweile geht es für die beiden Traditionsprodukte wieder etwas aufwärts und das Interesse an den beiden Sparformen steigt wieder. Die Eigentumswohnung/das Haus ist nach wie vor die attraktivste Anlageform für Herr und Frau Österreicher.

Sicherheit bleibt für die Österreicher weiterhin das A und O beim Sparen

Das Sparbuch und seine modernen Alternativen bleiben als finanzielle Grundausstattung erhalten

Der Weltspartag wurde 1925 eingeführt, um den Menschen die Wichtigkeit des Sparens näherzubringen. Bald steht er wieder an, und angesichts des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus stellt sich die Frage, wer sein Geld noch fleißig auf das Sparbuch trägt. Als interessant beurteilen das Sparbuch 22% der Österreicher, zudem erachten aktuell 25% das OnlineSparkonto als attraktive Sparform. Beide Werte zeigen sich im Jahresverlauf relativ stabil, im Vergleich zu 2015 und 2016 sind leichte Aufwärtstendenzen zu erkennen. Vor allem jüngere Menschen zwischen 15 und 29 Jahren betrachten Sparbuch bzw. Online-Sparkonto als interessant. Während das klassische Sparbuch verstärkt Menschen in ländlichen Regionen anspricht, wird das Online-Sparkonto vor allem von Menschen in größeren Städten und in Wien als attraktiv eingestuft.

*Studiensteckbrief

Jährlich werden 18.000 Österreicher (ab 15 Jahren) hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen – unabhängig von der eigenen Nutzung – befragt. Das “GfK Stimmungsbarometer” wird quartalsweise ausgewertet und veröffentlicht.

Seit 2017 werden jährlich 2.000 Österreicher (ab 15 Jahren) hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen – unabhängig von der eigenen Nutzung – befragt. Das “GfK Stimmungsbarometer” wird quartalsweise ausgewertet und veröffentlicht. Nachdem die Befragungsmethodik Anfang 2017 auf reine Online-Interviews umgestellt wurde, wurden die dargestellten Trenddaten der Jahre 2014 bis 2016 nur auf Basis OnlineInterviews neu berechnet, sodass die Vergleichbarkeit der Zeitreihe weiter gewährleistet ist

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